Ballonblume

Das Land, wo Milch und Seide sprießen

In Amerika ist ja alles ein bisschen größer: Die Autos, die Kühlschränke und sogar die Stauden. Wer schon einmal den Kopf in den Nacken legen musste, nicht um einen Wolkenkratzer zu betrachten, sondern die Blüten der bis zu drei Meter hohen Kompasspflanze (Silphium laciniatum), der weiß, wovon ich rede. Die Seidenpflanzengewächse sind hier keine Ausnahme: Der einzige heimische Vertreter, die Schwalbenwurz, ist geradezu winzig im Vergleich zu den in Nordamerika ansässigen Staudenarten.

Die Seidenpflanzen (Asclepias) enthalten Milchsaft, auf Englisch heißen sie daher „Milkweed“. Die Blüte ist imposant, doch auch bei der Samenbildung ist keine Bescheidenheit zu sehen: Die Kapseln wachsen zu großen Gebilden heran, blähen sich mächtig auf und entlassen Samen an seidigen Flugfäden, daher der Name. Besonders die rosa blühende Gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca) bildet bizarre Samenkapseln, die wie Wellensittiche in Lebensgröße aussehen.

Ballonblume
Asyriaca Samen
Seidenpflanze
Gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca)

Amerikanische Seidenpflanzen dürfen ruhig ein bisschen Größenwahn und Nationalstolz zeigen, schließlich ernähren sie die Prominenz unter den Schmetterlingen: Den Monarchfalter, der als Vielflieger einer Reisetätigkeit nachgeht. Die Falter wandern jeden Herbst nach Mexiko, um dort zu überwintern, und arbeiten sich ab Frühjahr in mehreren Generationen wieder nach Norden vor. Die Raupen fressen sich dabei durch die amerikanische Seidenpflanzenszene.

Monarchfalter
Asclepias Tuberosa
Asclepias incarnata

Den Monarch müssen wir leider in Amerika lassen, aber die Seidenpflanzen wachsen auch bei uns im sonnigen Blumenbeet. Die heimischen Insekten mögen immerhin die den ganzen Sommer über erscheinenden Blüten sehr gern, besonders Schmetterlinge und Bienen. Die bis zwei Meter hohe Gewöhnliche Seidenpflanze ist mit ihren großen Blüten, Blättern und Samenkapseln eine Bereicherung im Garten, wenn auch ein bisschen raumgreifend. In der amerikanischen Wildnis kann sie sich das erlauben, im Beet erfordert das einen gelegentlichen Jäteeinsatz. Die Staude ist frosthart und selbst im Winter noch zierend, wenn die leeren Samenhüllen stehenbleiben dürfen. Jungpflanzen sind schneckengefährdet. Sie ist die in unseren Gärten am weitesten verbreitete Seidenpflanze, was sicher an der gefälligen Farbe, den großen Blüten von Juni bis August und den Samenkapseln mit dem Schalk im Nacken liegen dürfte. Ein echter amerikanischer Exportschlager also, aber noch unbekannt genug, um das gewisse Quäntchen Extravaganz und Exotik mitzubringen.

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Elke Schwarzer

Es schreibt für Sie: Elke Schwarzer

Obwohl Sie eigentlich Biologin ist, arbeitet Elke Schwarzer in der IT-Branche als Software-Entwicklerin. Als Ausgleich zum Büroalltag ist sie aber oft in der Natur und vor allem in ihrem Reihenhausgarten unterwegs.

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