Crocosmia mit Biene

Teuflische Flammenschwerter für den Garten

Wenn der Sommer mal wieder etwas unterkühlt daherkommt, braucht der Garten Pflanzen, die uns wenigstens optisch die Hölle heiß machen. Und wer könnte das besser als ‚Lucifer‘ mit langen, infernalisch feuerroten Flammenschwertern?

Trotz des höllischen Namens ist diese Staude aber ganz harmlos, wuchert nicht und lässt nur von den Blüten her nichts anbrennen. ‚Lucifer‘ ist eine Monbretie und von allen Sorten wohl die bekannteste, robusteste und am meisten kultivierte. Sie trägt knallrote Blüten an langen, bis 1,20 Meter hohen Stielen. Ihr Feuerwerk brennt sie im Hochsommer zwischen Juli und September ab, wenn es im Garten ruhig etwas knalliger zugehen darf.

Die schwertförmigen Blätter bestechen auch außerhalb der Blütezeit und selbst die Samenstände sind noch lange dekorativ. Ähnlich feurig mit gelbem Schlund blüht die Sorte ‚Emberglow‘, leuchtend gelb die niedrige ‚Solfatare‘.

Verschanzen Sie die Knollen richtig gut in der Unterwelt

Montbretien – wissenschaftlich hören sie auf den Namen Crocosmia – stammen aus Südafrika, stellen sich also etwas an, wenn es um unsere mitteleuropäischen Winter geht. Crocosmia masoniorum und C. paniculata wachsen in den Hochlagen und sind weniger zart besaitet.

Von ihnen stammt glücklicherweise auch ‚Lucifer‘ ab, sie ist eine gut gelungene Kreuzung aus beiden Arten. Wie der Sortenname schon andeutet, mag die kleine Teufelin es gern sonnig bis halbschattig und möglichst warm, ist aber ansonsten nicht besonders wählerisch, was den Boden angeht. Nährstoffreich, windgeschützt und vor allem nicht staunass sollte der Standort schon sein. Bei Winternässe leidet die Diva nämlich Höllenqualen und ist dann nur kurzlebig.

Die Knollenpflanze wird am besten im Mai gepflanzt. Dann hat man schon mal eine Saison glücklich und blütenübersät im Kasten. Damit die darauffolgenden Jahre ebenso höllisch gut werden, empfiehlt es sich, die Knollen richtig gut in der Unterwelt zu verschanzen. Und hier steckt der Teufel im Detail, denn am besten klappt es mit der Überwinterung in Bodentiefen von 10-20 Zentimetern, auch wenn sie dann etwas später blühen, da sie einen weiteren Weg bis ans Licht haben. Im Herbst kommt dann noch eine wärmende Laubdecke obendrauf. Ich kenne einige Montbretien, die mit dieser Tiefstapler-Methode richtig altehrwürdige Gartenbewohner geworden sind.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, oder in einer sehr rauen Lage gärtnert, kann die Knollen auch nach Art der Dahlien im Herbst ausbuddeln und frostfrei an einem dunklen Ort überwintern.

Aber wie kombiniert man ‚Lucifer‘ und ‚Emberglow‘ im Staudenbeet mit ihren dominanten knallroten Blüten? Unschuldiges Weiß steht ihnen natürlich immer ausgezeichnet und auch rote Dahlien, Sonnenbräute (Helenium) oder Schafgarben geraten nicht zum Inferno.
Probieren Sie es aber ruhig auch mit etwas gewagteren Kombinationen: Pinkfarbene Flammenblumen (Phlox paniculata oder amplifolia) sehen richtig sommerlich frisch zu den Flammenschwertern aus. Herbstanemonen mit ihren Rosatönen stellen sich ebensowenig
mädchenhaft an in Gesellschaft der Südafrikanerin.

Die Sonne geht auf im Beet, wenn Sie ‚Solfatare‘ mit hellgelbem Scheinsonnenhut (Echinacea purpurea), zum Beispiel der Sorte ‚Sunrise‘ (Bild) oder ‚Cleopatra‘, vergesellschaften. Montbretien werden trotz ihres Migrationshintergrundes gern von Honigbienen und Hummeln besucht, die die lange Blütezeit schätzen. Wenn Sie also Ihrem Sommergarten so richtig einheizen wollen, dann versuchen Sie es doch im nächsten Jahr einmal mit dem südafrikanischen Teufelchen.

Höllische Schönheiten für Ihren Garten

In unserem Onlineshop halten wir unter anderem eine verschiedene Crocosmien für Sie bereit. Es handelt sich um Saisonartikel die Sie ab Dezember bei uns im Online-Shop bestellen können.

Elke Schwarzer

Es schreibt für Sie: Elke Schwarzer

Obwohl Sie eigentlich Biologin ist, arbeitet Elke Schwarzer in der IT-Branche als Software-Entwicklerin. Als Ausgleich zum Büroalltag ist sie aber oft in der Natur und vor allem in ihrem Reihenhausgarten unterwegs.

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