Gärtner-ABC: Wichtige Begriffe rund um Gärtnern erklärt

Aeroplankton / Luftplankton

Als Aeroplankton oder Luftplankton wird die Masse von organischen Partikeln bezeichnet, die mit dem Wind verdriftet wird. Darunter sind Viren, Sporen von Pilzen und Bakterien, Eier von Kleinkrebsen, Thripse, Insekten wie Blattläuse, Mücken und Schmetterlinge und auch kleine Spinnen. Manche Spinnen und auch Blattläuse können in Höhen von bis 3000 bis 5000 m Höhe gefunden werden. Das Luftplankton wird von Schwalben und anderen Zugvögeln als Nahrungsquelle genutzt.

Anbaupause

Als Anbauphase wird die Zeit bis zum wiederholten Anbau einer Kultur bezeichnet. Viele Schädlinge befallen bevorzugt bestimmte Pflanzenarten und vermehren sich an denen besonders gut. Durch wiederholten Anbau ein und der selben Kultur auf einem Beet, können sich solche Pilze, Bakterien oder Nematoden so stark anreichern, dass der erfolgreiche Anbau der Kultur unmöglich wird. Überdauerungsformen der Schädlinge können 3 bis 10 Jahre ohne eine Wirtspflanze im Boden überleben. Entsprechend lange Anbaupausen verhindern eine Infektion.

Anhäufeln

Dabei wird um die Basis einer Pflanze ein Haufen oder Wall aus Erde oder Mulch zusammengeschoben. Bei Erbsenjungpflanzen dient die Erde als Stütze. Bei Porree dient das Anhäufeln dem Bleichen der langen Schäfte, die dadurch weiß und zart werden. Bei überwinternden Pflanzen schützt die Erde das vor Frost.

Auflaufen Bohnen

Auflaufen bei Bohnen

Auflaufen

Als Auflaufen bezeichnet man das sichtbarwerden der Keimblätter über der Erde beim Keimen von Samen.

Auflaufkrankheiten

Verschiedene Bodenpilze befallen Sämlinge während der Keimung und können sie abtöten. Die Sämlinge laufen dann nicht auf oder sterben nach dem Auflaufen ab (Umfallkrankheiten). Typische Erreger von Auflaufkrankheiten sind Pilze aus den Gattungen Pythium und Fusarium. Ihre verschiedenen Rassen befallen Salat, Kohl, Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis und viele andere Kulturpflanzen. Die Pilze werden durch Erde (Gartenerde, ungedämpften Kompost), benutzte Kulturgefäße und über Gießwasser übertragen. Auflaufkrankheiten können die Kultur von Pflanzenartenan über Jahre hinweg an einer Stelle unmöglich machen (siehe Bodenmüdigkeit und Anbaupausen).

Ausdünnen

Beim Ausdünnen werden einzelne Pflanzen aus einem direkt ins Beet gesäten Bestand entfernt, um den verbleibenden Sämlingen mehr Platz zu verschaffen. Das Ausdünnen oder Verziehen ist besonders wichtig bei Wurzelgemüse. Möhren, Radieschen und Rettich bilden keine schönen Knollen, wenn sie zu dicht stehen. Beim Vereinzeln werden die schwächsten Jungpflanzen entfernt. Die Verwendung von Saatbändern macht das Ausdünnen überflüssig, da die Samen bereits im richtigen Abstand in die Erde kommen. Bei Pflanzen, bei denen eine Vorkultur möglich ist, werden die Sämlinge nach Aufgang pikiert und später auf den richtigen Abstand gepflanzt. Dann ist ein Ausdünnen nicht nötig.

Ausgeizen

Das Entfernen der Seitentriebe bei Tomaten wird als Ausgeizen bezeichnet. Die Triebe von Stabtomaten wachsen unbegrenzt weiter (indeterminiert) und bilden immer wieder neue Blütenrispen am Haupttrieb und an allen Seitentrieben. Auf diese Weise bilden die Pflanzen schnell mehr Früchte als sie mit Nährstoffen versorgen können. Dann reifen die Tomaten nicht voll aus oder zeigen zum Beispiel Blütenendfäule. Darum werden bei Stabtomaten immer wieder die Seitentriebe entfernt um die Versorgung der Früchte am Haupttrieb zu sichern. Bei Buschtomaten ist das Längenwachstum aller Triebe begrenzt (determiniert). Sie bilden je nach Sorte pro Trieb nur 3 bis 6 Rispen aus. Die Pflanzen bilden darum von Natur aus nur eine begrenzte Zahl an Früchten, die sie gut versorgen können. Darum müssen sie nicht ausgegeizt werden.

Ausputzen

Als Ausputzen bezeichnet man das Entfernen von welken oder kranken Blüten und Blättern. Abgestorbene oder kranke Pflanzenteile sind ein möglicher Infektionsherd und müssen zur Gesunderhaltung der Pflanzen entfernt werden. Zusätzlich werden durch das Ausputzen der Fruchtstände viele Pflanzen zu einer weiteren Blütenbildung angeregt.

Beinigkeit

Unerwünschte Verzweigung an den Pfahlwurzeln von Wurzelgemüse wie Möhren, Rüben, Pastinaken, Rettich und Treibchicorée werden als Beinigkeit bezeichnet. Ursache ist Beschädigungen der Wurzel durch Bodenverdichtung oder Nematoden.

Bestäubung

Bei der Bestäubung wird Pollen auf die Narbe einer Blüte übertragen. Dadurch kommt es zur Befruchtung. Bei den meisten Pflanzen ist eine vollständige Bestäubung Voraussetzung für die Fruchtbildung. In der Regel sind mehrer Blüten nötig, teilweise sogar von verschiedenen Pflanzen, damit eine Befruchtung stattfinden kann. Kürbisse und Gurken bilden zum Beispel sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Bei Kiwis und Spargel gibt es sogar männliche und weibliche Pflanzen. Nur wenn Pollen und Narben gleichzeitig reif sind, klappt es mit der Bestäubung. Eine Ausnahme sind jungfernfrüchtige (parthenokarpe) Sorten bei Gurken. Sie bilden auch ohne Bestäubung Früchte.

Blautafel

Mit Leim geschichtete blaue Tafeln zur Befallskontrolle im Gewächshaus nennt man Blautafeln. Die blaue Farbe lockt vor allem den Kalifornischen Blütenthrips an, der dann am Leim kleben bleibt.

Zwittrige Tulpenblüte Fruchtknoten Narben Staubblätter Pollensäcke

In der zwittrigen Tulpenblüte steht in der Mitte der Fruchtknoten mit den Narben. Darum herum sind die Staubblätter mit den Pollensäcken zu sehen.

Blüte

Die Blüte dient zur Vermehrung der Pflanze. Sie ist auffällig gefärbt, verströmt Duft und bietet Nektar als Lockmittel für Tiere an. Ziel ist eine gezielte Übertragung des Pollens von einer Blüte auf eine andere (Bestäubung). Es gibt zwittrige Blüten, die sowohl über eine Narbe und einen Fruchtknoten mit Samenanlagen, als auch über Staublätter mit Pollen verfügen (Bohnen, Kohl, Tomaten). Teilweise können sich zwittrige Blüten selbst bestäuben. Getrenntgeschlechtliche Blüten sind entweder weiblich oder männlich (Gurken, Kürbis, Zucchini). Die männlichen bilden nur Pollen. Aus den weiblichen Blüten gehen die Früchte hervor.

Bodenleben

Zum Boden gehören mineralische Bestandteile (Kies, Sand), organische Verbindungen (Huminsäuren) und verschiedene Lebewesen. Im Boden leben Bakterien, Pilzen, Algen und Tieren, wie Milben, Springschwänzen, Regenwürmern, Nematoden usw.. Diese Organismen sind am Ab- und Umbau von organischem Material und der Freisetzung von Mineralstoffen beteiligt. Sie bilden ein Nahrungsnetz, das für die Bodenfruchtbarkeit wichtig ist.

Bodenmüdigkeit

Lässt sich eine bestimmte Kultur nach einigen Jahren auf einer Fläche trotz Düngung und geeigneter Kulturmaßnahmen nicht mehr anbauen, während andere Pflanzen problemlos wachsen, spricht man von müdem Boden. Es gibt zum Beispiel Salatmüdigkeit und Spinatmüdigkeit, die durch Pilze verursacht werden (siehe auch Auflaufkrankheiten und Anbaupause).

botanischer Name

Viele Pflanzen haben regional unterschiedliche Namen. So wird Feldsalat zum Beispiel auch als Nüsschen oder Mausohrsalat bezeichnet. Der botanische Name ist jedoch eine international einheitliche wissenschaftliche Bezeichnung. Er besteht immer aus einer großgeschriebenen Bezeichnung für die Gattung und einer kleingeschriebenen Bezeichnung für die Art. Manchmal werden noch Unterarten durch eine dritte Bezeichnung unterschieden. Aus der Historie heraus sind die Namen in Latein. Der Gattungsname gibt in der Regel Aufschluss über ein typisches Merkmal, das alle zur Gattung dazugehörigen Arten verbindet. So bedeutet die Gattungsbezeichnung für Klee „Trifolium“ zum Beispiel „drei Blätter“. Der zweite Begriff bezeichnet ein Merkmal, dass diese Art von einer anderen unterscheidet. So bedeutet zum Beispiel „pendula“ hängend und „scandens“ kletternd.

breitwürfig

Bei der breitwürfigen Aussaat wird das Saatgut mit der Hand flächig ausgebracht. Diese Art des Säens ist für zum Beispiel für Blumenmischungen oder Rasensamen geeignet. Gemüse wird dagegen wegen der einfacheren Pflege meist in Reihen ausgesät.

Bt, Bacillus thuringiensis

Bacillus thuringiensis ist ein Bodenbakterium, das einen Giftstoff (Bt-Toxin) produziert. Die Sporen des Bakteriums enthalten ein Proteinkristall, der im Darm von Insekten bei der Verdauung mit Hilfe von Enzymen aufgelöst wird. Dadurch wird ein Toxin frei, dass sich an der Darmwand festsetzt und das Darmgewebe zerstört. Säugetiere oder Vögel scheiden die Sporen unverdaut wieder aus. Es gibt verschiedene Stämme des Bakteriums deren verschiedene Toxine selektiv gegen Raupen, Mückenlarven oder Käfer wirken. Die Sporen werden als biologisches Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

Bacillus thuringiensis var. kurstaki wirkt gegen Schmetterlingsraupen, var. israelensis gegen Mückenlarven in Gewässern und weitere Varietäten werden gegen Käfer (z. B. Kartoffelkäfer) eingesetzt. Die Sporen werden mit Wasser vermischt und über die Pflanzen verteilt. Fressen nun Käfer und Raupen an den Blättern nehmen sie den Kristall auf, verdauen ihn und sterben. Durch Regen werden die Sporen von den Blättern gewaschen und es muss bei Bedarf eine neue Behandlung erfolgen. Bienen oder andere Tiere werden nicht gefährdet, da sie den Proteinkristall beim Sammeln von Nektar und Pollen nicht aufnehmen und sie keine Rezeptoren für das Toxin haben.

Es werden sogar Bt-Präperate zur Bekämpfung der Großen Wachsmotte (Galeria melonella) direkt in Bienenstöcken eingesetzt. Die Gene, mit dem Code für die Toxine wurde mit Hilfe von Gentechnik auf verschiedene Nutzpflanzen übertragen. Diese gentechnisch veränderten Organismen wie der Bt-Mais und die Bt-Baumwolle produzieren das Toxin in ihrem Gewebe daraufhin selbst. Da auf diese Weise das Toxine und nicht seine unverdauliche Kristallform im Pollen und in den Blättern enthalten sind, ist dieses Vorgehen sehr umstritten.

Buchtenfrass-Gefurchten-Dickmaulruessler

Buchtenfrass duch Gefurchten Dickmaulrüssler

Buchtenfraß

Vom Rand her werden beim Buchtenfraß Stücke aus dem Blatt gefressen. Sehr typisches Schadbild beim Auftreten von Dickmaulrüsslern an Rhododendron, Kirschlorbeer oder anderen Pflanzen.

Chlorosen

Verfärbung an den Blättern. Chlorosen zeigen verschiedene Nährstoffmängel an. Eine Gelbfärbung der unteren, älteren Blättern wird durch Stickstoffmangel verursacht. Färben sich die Triebspitzen gelb oder weißlich, ist Eisenmangel die Ursache. Eine Aufhellung zwischen den Blattadern weißt auf einen Mangel an Magnesium hin. Bei Phosphatmangel treten Rotfärbungen auf.

Chlorosen-Verfaerbungen-Blaetter

Chlorosen sind Verfärbungen der Blätter

Dammkultur

Aussaat oder Pflanzung auf dafür aufgehäufelten Dämmen nennt man Dammkultur. Porreejungpflanzen werden in 20 cm tiefe Löcher in Dämme gesetzt. Dadurch entfällt das spätere Anhäufeln. Möhren können auf Dämmen problemlos in die Tiefe wachsen. Darum werden sie besonders auf schweren Böden auf Dämmen ausgesät.

Dämpfen

Beim Dämpfen wird Erde mit Hilfe von Wasserdampf auf 180 bis 200 °C erhitzt. Dadurch werden Pilzsporen, Viren, Unkrautsamen, Insektenlarven und Nematoden (= Bodenälchen) abgetötet.

Direktsaat

Das Saatgut wird bei der Direktsaat direkt ins Beet ausgebracht und keimt an Ort und Stelle.

Düngung

Als Düngung wir die gezielte Zufuhr von Pflanzennährstoffen in den Boden bezeichnet. Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphat, Kalium und Calcium benötigen Pflanzen in verhältnismäßig großen Mengen. Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan und Bor sind für das Wachstum und den Stoffwechsel wichtig, werden aber nur in sehr kleinen Mengen benötigt. Beim Wachsen nimmt die Pflanze im Bodenwasser gelöste Nährstoffe auf und baut sie in ihren Körper ein. Bei der Ernte werden die in den Pflanzen enthaltenen Mineralstoffe vom Beet entfernt.

Damit auch die nachfolgenden Kulturen noch genug Nährstoffe zur Verfügung haben müssen dem Boden die entzogenen Mineralstoffe wieder zugeführt werden. Dazu können mineralische Dünger verwendet werden oder organische Masse wie Kompost oder Mist. Bei Mineraldüngern ist die Zusammensetzung genau definiert, so dass bei einem akuten Mangel gezielt die notwendigen Nährstoffe zugeführt werden können. Organische Dünger wie Hornspäne, Kompost und Mist liefern außer Nährsalzen auch Nahrung für Bodenorganismen und beeinflussen das Bodenleben und die Bodenstruktur.

Dunkelkeimer

Bei einigen Pflanzenarten kann die Einwirkung von Licht die Keimung behindern. Bei diesen Pflanzen müssen die Samen unbedingt mit Erde abgedeckt werden. Dunkelkeimer sind zum Beispiel Rittersporn, Koriander, Petunie, Vergißmeinnicht und Stockrose. Die meisten Pflanzen sind Neutralkeimer und keimen sowohl im Hellen als auch im Dunklen.

Edelsorte

Frucht- oder blütentragender Partner bei der Veredelung von Pflanzen. Manche Sorten von Gurken und Tomaten sind schmackhaft und widerstandsfähig gegen Blattkrankheiten, aber wenig wüchsig und anfällig für Infektionen über die Wurzel. Sie können als Edelsorte auf eine Unterlage, zum Beispiel auf eine Wildtomate oder einen Kürbis, aufgepfropft werden. Die Unterlage bildet ein kräftiges Wurzelwerk, das für eine gut Versorgung mit Wasser und Nährstoffen sorgt und wenig oder gar nicht von typischen Wurzelkrankheiten befallen wird. In veredelten Pflanzen ist die Widerstandsfähigkeit der Unterlage mit den positiven Eigenschaften der Edelsorte vereint.

Einschlagen

Das Einschlagen in Sand ist eine Möglichkeit, Wurzelgemüse über den Winter zu lagern. Möhren, Pastinaken und Rüben werden dazu schichtweise in in Kisten mit feuchtem Sand gelegt. Man legt sie so aus, dass sie sich nicht berühren und vollständig vom Sand umschlossen sind. So werden sie nicht weich und lassen sich mehrere Monate lagern.

Entspitzen

Das Entfernen der Triebspitze wird „Entspitzen“ genannt. Die Spitzenknospe unterdrückt die Ausbildung von Seitentrieben. Durch das Entspitzen wird die Verzweigung von Pflanzen gefördert. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel der Ertrag von Paprika erhöhen oder bei Zierpflanzen ein kompakterer Wuchs erzielen.

F1-Hybride

Kreuzung aus zwei ausgewählten Elternsorten, die sich nicht samenfest vermehren lassen, wird als „F1-Hybride“ bezeichnet. Da die Nachkommen von F1-Hybriden in Ihren Merkmalen aufspalten, müssen Samen für die nächste Generation immer wieder durch erneutes Kreuzen der zwei Elternsorten neu erzeugt werden. Dazu müssen die Mutterpflanzen oft mit der Hand bestäubt werden.

Fensterfraß

Raupen oder Larven von Käfern fressen sich von einer Seite in das Blatt bis nur noch eine Zellschicht wie ein transparentes Fenster übrig ist. Fensterfraß verursachen zum Beispiel Raupen von Kohlmotten, Larven von Rosenblattwespen und junge Larven von Lilienhähnchen.

frostempfindlich

Kälte- oder frostempfindliche Pflanzen vertragen keine niedrigen Temperaturen. Bei sehr anfälligen Arten können schon kurzzeitige Temperaturen unter 5 °C dauerhaften Schaden anrichten.

gefüllt blühend

Gefüllte Blüten haben mehr Blütenblätter und wirken üppiger. Teilweise sind bei gefüllten Blüten Staubblätter umgewandelt (Lilien), manchmal sind die Blütenblätter aber auch zusätzlich vorhanden (Tulpen).

Gelbtafel

Gelbtafeln stellen mit Leim beschichtete gelbe Tafeln dar. Sie locken fliegende Schadinsekten wie Weiße Fliegen, geflügelte Blattläuse, Minierfliegen und Trauermücken an, die dann an ihnen kleben bleiben. Ideal zur Befallskontrolle und biologischen Schädlingsbekämpfung.

Gentechnik

Methoden und Verfahren der Biotechnologie mit deren Hilfe gezielte Eingriffe in das Erbgut von Lebewesen vorgenommen werden, werden als Gentechnik bezeichnet. Mit Hilfe von Gentechnik können Gene übertragen werden, die auf natürlichem Wege nicht in den Organismus eingebaut werden könnten. Bei konventioneller Pflanzenzüchtung ist die Kreuzung von verschiedenen Sorten einer Art , die Kreuzung zwischen zwei Arten einer Gattung oder auch die Kreuzung von Pflanzen aus verschiedenen Gattungen möglich. So werden beispielweise Resistenzgene von Wildtomaten oder Wildäpfeln in Zuchtsorten eingekreuzt.

Eine Einkreuzung von Genen eines Tieres oder Bakteriums in eine Pflanze auf natürlichem Wege ist nicht möglich. Mit Hilfe der Gentechnik kann man auf Pflanzen zum Beispiel Gene für die Bildung eines Giftes einpflanzen, das aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis (Bt) stammt. Bt dient als biologisches Pflanzenschutzmittel gegen Insektenlarven. Würde die Pflanze genug von dem Toxin selbst produzieren, müsste sie nicht mehr gegen die Schädlinge gespritzt werden. Darum werden Bt-Mais, Bt-Reis und Bt-Baumwolle gezüchtet und auch in großem Umfang angebaut.

Eine andere gentechnische Veränderung ist die Round-up-Resistenz. Durch das Einschleusen eines Gens aus einem Käfer, kann die negative Wirkung des Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat auf Nutzpflanzen (z. B. Zuckerrüben) umgangen werden. Das sehr umfangreich wirkende Mittel kann dann flächig ausgebracht werden und allein Round-up-resistenten Pflanzen werden nicht geschädigt. Diese „Grüne Gentechnik“ soll den Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln senken und die Wirtschaftlichkeit erhöhen.

Die durch Gentechnik erzeugten Pflanzen bringen aber verschiedene neue Probleme mit sich. Bt-Pflanzen bilden nicht immer ausreichend von dem Toxin, um für die Insekten tödlich zu sein. Die niedrigen Konzentrationen in den Pflanzen fördern die Resistenzbildung bei den Schädlingen und bringen Populationen hervor, die nicht mehr mit Bt bekämpft werden können. Die Round-up-Resistenz kann von saugenden Insekten auf andere Pflanzen übertragen werden, so dass auch die zu bekämpfenden Unkräuter nicht mehr anfällig für das Pflanzenschutzmittel sind. Die Auswirkung der fremden Gene auf den Menschen und Nutztiere beim Verzehr transgener Pflanzen ist bisher unklar. In der EU ist der Anbau und der Verkauf von Pflanzensorten, die mit Hilfe von Gentechnik verändert wurden, darum nicht erlaubt.

Gründüngung

Gründüngungspflanzen werden zur Bodenverbesserung auf Bracheflächen ausgesät. Sie verhindern die Auswaschung von Nährstoffen, lockern ihn mit ihren Wurzeln den Boden, reichern Nährstoffe an und wirken zum Teil aktiv gegen Schädlinge.

Handbestäubung

Handbestäubung bedeutet eine Übertragung von Pollen mit einem Pinsel oder direkt vom Staubblatt auf die Narbe einer Mutterpflanze. Nach dem Entfernen der Pollengefäße aus der Blüte der Mutterpflanze kann durch Handbestäubung sichergestellt werden, dass zwei bestimmte Pflanzen sich kreuzen. Die Handbestäubung spielt vor allem in der Züchtung eine wichtige Rolle. Sie ist aber auch notwendig um Saatgut für F1-Hybriden von Tomaten, Gurken und anderen Pflanzen zu gewinnen.

Hybride

Hybriden sich Pflanzen, die aus der Kreuzung zweier Zuchtlinien hervorgegangen ist. F1-Hybriden sind die ersten Tochter-Generation (F1) der Kreuzungen.

Kahlfraß

Beim Kahlfraß werden Blätter im Ganzen bis auf den Stiel gefressen. Viele Raupen und Schnecken fressen Laub im Ganzen. Auch die Larven von Kartoffelkäfern und die älteren Larven von Lilienhähnchen verzehren Blätter ganz.

Keimblätter Laubblatt Tomate

Keimblätter und erstes Laubblatt an Tomate

Keimblätter

Die Keimblätter sind Teil des Keimlings. Sie entstehen aus den Reservestoffen des Samens und haben die Aufgabe den Sämling durch Photosynthese zu ernähren. Sobald sich die ersten Laubblätter gebildet haben, sterben die Keimblätter ab. Keimblätter können völlig anders aussehen als die späteren Laubblätter.

Keimfähigkeit

Samen sind ein Naturprodukt. Nicht alle keimen gleich gut. Bei einer Keimfähigkeitsprüfung wird getestet wie viele Samen einer Probe in einem bestimmten Zeitraum keimen. Diese Keimfähigkeit wird in Prozent angegeben. Für Gemüssaatgut gibt es Vorgaben im Saatgutverkehrsgesetz wie hoch die Keimfähigkeit sein muss.

Knolle

Eine Knolle ist ein Speicherorgan aus verdickten Teilen von Wurzeln oder Sprossen. Sie dient als Nährstoffspeicher zur Überdauerung von Ruhezeiten. Knollen findet man zum Beispiel bei Dahlien, Knollenbegonien, Krokussen und Gladiolen.

Kurztag

Die Tageslänge beeinflusst Dauer und Verlauf der Wachstums- und Blühphase von Pflanzen. Im Kurztag haben die Pflanzen weniger als 12 Stunden Tageslicht. Langtagpflanzen wachsen im Kurztag, kommen aber nicht zur Blüte. Kurztagspflanzen beginnen Blüten anzulegen, wenn die Tage kürzer werden. Erdbeeren legen zum Beispiel ihre Knospen für das nächste Jahr bereits im Herbst an.

Langtag

Die Tageslänge beeinflusst Dauer und Verlauf der Wachstums- und Blühphase von Pflanzen. Im Langtag haben die Pflanzen mehr als 12 Stunden Tageslicht zur Verfügung. Dadurch werden Langtagspflanzen zur Bildung von Blüten und Früchten angeregt. Darum blühen und fruchten zum Beispiel Tomaten, Kürbisse und anderes Fruchtgemüse im Sommer. Nicht schossfeste Salat beginnen ebenfalls mit der Blütenbildung und „schießen“.

Laubblatt

Laubblätter dienen der Energiegewinnung der Pflanzen durch Photosynthese. In der Regel sind die Blätter grün. Sie können aber auch weiße oder rötliche Muster haben oder gänzlich rot gefärbt sein.

Lichtkeimer

Lichtkeimer benötigen Licht für die Keimung. Wird das Saatgut abgedeckt, gehen die Samen nicht auf. Typische Lichtkeimer sind zum Beispiel Basilikum und Thymian.

Lochfraß

Raupen, Erdflöhe und andere Schädlinge fressen Löcher in die Blätter. Lochfraß ist zum Beispiel typisch für die Raupen der Kohleule und des Kleinen Kohlweißlings.

Makronährstoffe

Hauptnährstoffe der Pflanzen werden als Makronährstoffe bezeichnet. Dazu gehören Stickstoff (z.B. als Nitrat, Nitrit, Harnstoff), Phosphat, Kalium, Magnesium, Calcium und Schwefel. Diese Nährstoffe benötigt die Pflanze in größerer Menge zum Aufbau von Zellwänden, DNA und Eiweißen.

Mikronährstoffe

Mikronährstoffe sind qichtige Nährstoffe für die Pflanze, die bereits in geringer Dosis große Wirkung haben. Diese werden nur in geringer Menge gebraucht, wirken aber als Bestandteile wichtiger Enzyme auf den ganzen Stoffwechsel.

Minierfraß

Die Larven einiger Wespen, Fliegen und Schmetterlinge fressen sich in die Blätter, Stängel oder Wurzeln von Pflanzen hinein. Sie fressen sich durch das Innere und legen dabei Gänge (Minen) an. Auf diese Weise wird die Pflanzen geschwächt und es entstehen Eintrittspforten für Pilze und Bakterien. Befallene Blätter können absterben und vorzeitig abfallen. Bei Gemüsekulturen kann zu Ertragsausfällen kommen. Die Maden in Möhren sind zum Beispiel die Larven der Möhrenfliege.

Befallene Möhren können nicht gegessen werden. Auch bei Schnittsellerie oder Lauch zerstören die Larven der Minierfliegen das Erntegut. Von Minenfraß sind nicht nur krautige Pflanzen betroffen. Auch große Bäume können bei starkem Befall absterben. Sehr problematisch ist seit einigen Jahren der Befall von Kastanien mit den Larven der zugewanderten Kastanienminiermotte.

Mischkultur

Mischkultur bedeutet eine gemeinsame Kultur von Pflanzenarten anzulegen. Gute Partner für die Mischkultur sind Pflanzen, die sich gegenseitig positiv beeinflussen.

Moorbeetpflanzen

Moorbeetpflanzen sind auf Böden mit einem niedrigen pH-Wert zwischen 4 und 6 angewiesen. Ist der pH-Wert des Bodens zu hoch, können die Pflanzen nur begrenzt Nährstoffe aufnehmen, wachsen schlecht und werden anfällig. Darum dürfen sie nicht gekalkt werden. Typische Moorbeetpflanzen sind Rhododendren, Scheinbeere, Moorheide und Japanische Glockenheide.

Mulch

Mulch ist die Deckschicht aus Rindenstückchen, Grasschnitt oder Laub, die den Boden vor Austrocknung schützt und das Aufkommen von Unkräutern verhindert. Die Mulchdecke zersetzt sich mit der Zeit und wird zu Humus.

Mykorrhiza

Bodenpilze, die eine symbiotosche Beziehung mit Pflanzen eingehen nennen sich Mykorrhiza. Über das weitreichende Geflecht des Pilzes werden der Pflanze Wasser und Nährstoffe zugeführt. Durch den Pilz wird die Wasser-, Stickstoff- und Phosphat-Versorgung der Pflanzen verbessert. Das Risiko einer Infektion mit Wurzelschädlingen wird reduziert.

Nekrosen

Nekrosen sind Pfanzenstellen mit abgestorbenen Gewebe. Sie zeigen sich als braune bis schwarze Flecken an Blätter, Wurzeln oder Stängeln von Pflanzen.

Nematoden

Nematoden sind mikroskopisch kleine Bodenwürmer (Bodenälchen). Einige Nematoden saugen an Pflanzen und verursachen dadurch verschiedene Schadbilder. Sie verursachen Wurzelschäden (Gallen, Zysten, Verkrümmungen) und behindern so die Nährstoffaufnahme der Pflanze. Blatt- und Stängelälchen fressen sich durch die oberirdischen Pflanzenteile. Andere Nematoden ernähren sich von Bakterien oder Algen. Der Nematode Phasmarhabditis hermaphrodita befällt Nacktschnecken, die dann absterben. Heterorhabditis bacteriophora und Heterorhabditis megidis werden zur Bekämpfung von Dickmaulrüssler-Larven ausgebracht. Steinernema feltiae wird gegen Trauermückenlarven eingesetzt.

parthenokarp

„Parthenokarp“ bedeutet „jungfernfrüchtig“. Jungfernfrüchtige Sorten bilden ohne Bestäubung Früchte. Ohne die Bestäubung bilden sich aber keine fruchtbaren Samen. Parthenokarpe Früchte haben darum keine oder nur sehr kleine und unterentwickelte Kerne.

Pikieren

pikieren-1
pikieren-2
pikieren-3
pikieren-4

Beim Pikieren werden Sämlinge in vorgestochene Löcher ( franz. „piquer“ = „stechen“) gesetzt. In Saatschalen vorgezogene Sämlinge werden auf diese Weise in größere Töpfe oder auf weiteren Abstand gepflanzt. Man löst sie vorsichtig mit Hilfe eines Pikierhölzchens aus der Anzuchterde und setzt sie in neue Kultursubstrate um. Nicht alle Pflanzen können pikiert werden. Arten mit Pfahlwurzeln vertragen das Umpflanzen nicht. Rettiche und Möhren werden zum Beispiel beinig, wenn die Keimwurzel beschädigt wird. Sie werden darum meisten in Direktsaat direkt ins Beet gesät.

pilliertes Saatgut

Die Samen werden in eine Schicht aus Ton eingehüllt. Dadurch kann man sie leichter handhaben und gezielter aussäen. Der Mantel unserer Kiepenkerl-Pillen enthält weder Pflanzenschutzmittel noch Dünger. Wichtig ist, dass die Saatpille nach der Aussaat immer gut feucht gehalten wird.

rein weiblich

Die Blüten vieler Pflanzenarten sind zwittrig und haben sowohl Narbe als auch Pollensäcke. Gurken haben getrenntgeschlechtliche Blüten, die entweder weiblich oder männlich sind. Rein weibliche Sorten bilden nur weibliche Blüten aus und bilden auch ohne Bestäubung Früchte. Bei Kiwis gibt es männliche und weibliche Pflanzen, die nebeneinander wachsen müssen, damit es zur Bestäubung kommen kann und es Früchte gibt.

Resistenzen

Wenn Pflanzen ererbte Mechanismen zur Abwehr von Schaderregern haben, spricht man von Resistenzen. Eine Resistenz bezieht sich immer nur auf einen bestimmten Schaderreger oder sogar nur auf eine Rasse eines Schaderregers. Darum können auch resistente Pflanzen krank werden. Beispielsweise ist der Kopfsalat ´Estelle´ gegen 23 von 25 Rassen des Falschen Meltau (Bremia lactuca) resistent. Nur die Rassen Bl2 und Bl23 können diesen Salat infizieren, falls gerade zufällig diese am Standort vorkommen. Die wahrscheinlichkeit, dass diese resistente Sorte Falschen Mehltau bekommt ist also gering. Gegen den Befall mit Echtem Mehltau ist die Sorte durch ihre Resistenzen aber nicht geschützt.

Resistenzgene

Gene, die in der Pflanze dafür sorgen, das Abwehrstoffe gegen Schaderreger produziert werden, bezeichnet man als Resistenzgene.

Rhizom

Ein Rhizom ist ein unterirdisch wachsender, verzweigter Sproß, der der Nährstoffspeicherung dient (z.B. Iris, Canna). Pflanzen können durch Teilung der Rhizome vermehrt werden, wenn an den einzelnen Teilstücken Augen von Knospen sind.

Saatband

Saatbänder sind Papierstreifen auf dem Saatgut in dem Abstand aufgebracht ist, der für die Kultur bis zur Ernte günstig ist. Das Saatband wird direkt ins Beet gelegt und etwa 1 cm mit Erde bedeckt. Die Pflanzen wachsen dann von Anfang an im richtigen Abstand. Pikieren oder ausdünnen ist nicht nötig.

Saatgut

Saatgut ist die Bezeichnung für gereinigte Pflanzensamen, die den Bestimmungen des Saatgutverkehrsgesetzes genügen.

samenecht

Bestäubt man Blüten einer samenechten Sorte mit Pollen der gleichen Sorte, habe die Nachkommen die gleichen Eigenschaften wie Ihre Eltern. Samenechte Pflanzen werden als offenblühend bezeichnet, weil sie im Gegensatz zu den F1-Hybriden nicht gezielt mit der Hand bestäubt werden müssen.

schossen /schießen

Vorzeitige Blütenbildung bei Wurzel- und Blattgemüse wird mit dem Begriff „schießen“ gezeichnet. Das Schießen verhindert zum Beispiel die Bildung von geschlossenen Köpfen bei Kohl und die Bildung von Rüben bei Radieschen und Rettich. Geschossener Knollenfenchel wird hart.

Schwachzehrer

Schwachzehrer sind Pflanzen, die dem Boden wenig Nährstoffe abverlangen. Sie können auf Flächen wachsen, auf denen vorher Starkzehrer standen.

Skelettierfrass-an-Kohl

Skelettierfraß an Kohl

Skelettierfraß

Die Blattflächen werden bis auf die festen Blattrippen gefressen. Skelettierfraß ist typisch für die Raupen den Großen Kohlweißlings.

Sorten

Sorten sind Zuchtformen einer Pflanzenart, die auf ihre Eigenschaften geprüft und im Sortenregister eingetragen wurden. Sorten haben spezielle, typische Merkmalkombinationen (Farbe, Größe, Form von Blüten und Früchten, Resistenzen gegen Schädlinge etc.), durch die sie einmal sind.

Starkzehrer

Pflanzen, die einen hohen Nährstoffbedarf haben, werden als Starkzehrer bezeichnet. Sie entziehen dem Boden viele Nährstoffe und zehren ihn so aus.

Staunässe

Kann Wasser in verdichtetem Boden nicht versickern, staut es sich und verdrängt die Luft aus dem Boden. Es entsteht ein sauerstoffarmes Milieu, das die Wurzeln, Zwiebeln und Knollen von Pflanzen schädigt.

Sukkulente

In Regionen mit wenige Niederschlägen haben sich Pflanzen entwickelt, die Wasser in dicken, fleischigen Blättern oder Stämmen lange speichern können. Sie können lange Zeit überleben ohne gegossen zu werden. Dauerhafte Nässe an den Wurzeln schadet ihnen dagegen sehr. Bekannte Sukkulente sind Kakteen, Agaven, Dickblattgewächse und Euphorbien.

Unterlage, Veredelungsunterlage

Bei der Veredelung wird eine Edelsorte auf eine andere Pflanze der gleichen Familie aufgepropft. Die Unterlage bildet Wurzeln und zum Teil auch Stamm der veredelten Pflanze, während die Edelsorte Blüten und Früchte liefert. Unterlagen sind spezielle Sorten oder robuste Wildarten, die widerstandsfähig gegen Schädlinge im Boden sind. Die Unterlage hat auch Einfluß auf den Wuchs der Pflanzen. Obstbäume werden auf schwachwüchsige Unterlagen veredelt, damit die Bäume klein und schlank bleiben. Bei Rosenhochstämmen werden die Edelsorten auf Langtriebe von Wildrosen aufgesetzt, die dann den Stamm bilden. Bei Fruchtgemüse steigern die Unterlagen den Ertrag.

Verdriften

Passive Fortbewegung mit der Strömung von Luft oder Wasser nennt man „verdriften“. Verdriften ist eine Form der Wanderungsbewegung, die man vor allem bei kleineren Tieren mit begrenzter Mobilität findet. Quallen und Plankton treiben beispielweise mit der Strömung im Meer. Beim Verdriften mit Wind spricht man von Luftplankton (Aeroplankton). Jungspinnen lassen sich mit Hilfe von Spinnfäden verdriften und legen so in bis zu 5000 Metern Höhe Strecken von meheren hundert Kilometern zurück. Auch Schmetterlinge, Thripse und die geflügelten Stadien von Blattläuse verdriften mit dem Wind.

Vergeilen

Wenn Pflanzen durch Lichtmangel oder zu engen Stand ein verstärktes Längenwachstum zeigen, spricht man vom vergeilen. Die Pflanzen sind anfällig und wenig standfest.Die Geiltriebe sind oft blassgrün oder gelblich.

Verziehen

Beim Verziehen werden einzelne Pflanzen aus einem Bestand entfernt um den verbleibenden mehr Platz zu verschaffen. Das Ausdünnen oder Verziehen ist besonders wichtig bei Wurzelgemüse. Möhren, Radieschen und Rettich bilden keine schönen Knollen, wenn sie zu dicht stehen.

Vorkultur

Samen werden im Haus oder Gewächshaus in Anzuchtschalen oder Töpfen ausgesät und die Jungpflanzen später in Beete oder Kübel umgepflanzt.

winterhart

Pflanzen, die bei uns winterhart sind, müssen nicht nur Frost vertragen, sondern auch lange Perioden mit nasser Witterung und wenig Sonnenlicht überstehen. Manche Zwiebelblumen vertragen beispielsweise kalte Temperaturen gut, faulen aber wegen der Dauernässe im Herst und Winter. Sie sind unter unseren löimatischen Bedingungen also nur bedingt winterhart. Eine Abdeckung, die Knollen, Zwiebeln und Rhizome vor Nässe schützt kann das Überwintern im Freien möglich machen.

Zucht, Züchtung

Züchtung hat das Ziel Pflanzen so zu verändern, dass Sie den Bedürfnissen der Menschen besser entsprechen. Überall auf der Welt wählen Menschen seit Beginn des Ackerbaus für die Aussaat im nächsten Jahr Samen von den Pflanzen aus, die Ihnen besonders schmackhaft oder nahrhaft erscheinen. So wurden zum Beispiel aus ungenießbaren, bitteren Wildkürbissen über Jahrunderte hinweg die heutigen Speisekürbisse selektiert. Bei Getreide entstanden Kulturarten, die ertragreich sind und deren Mehl gute Backeigenschaften aufweist. Ungewünschte Eigenschaften wie Bitterkeit oder lange Grannen verschwinden so über Generationen hinweg. Die Kulturformen sind darum nützlicher für uns als die von Wildarten.

Die Hauptschwierigkeit bei der Züchtungsarbeit besteht darin, dass die Gene einer Pflanze bei der generativen Fortpflanzung (durch Bestäubung) mit denen einer anderen Pflanze vermischt werden und die Nachkommen nicht unbedingt alle gewünschten Merkmale bzw. Merkmalskombinationen aufweisen. Die Kombination aus gutem Geschmack, reichem Ertrag, einer großen Toleranz gegen Umwelteinflüsse und gute Widerstandskraft gegen Pilze, Bakterien und Insekten, sowie eine gute Lagerfähigkeit sind in einer Pflanze schwer zu vereinen. Um einheitliche Pflanzen mit besonders vielen guten Eigenschaften zu erhalten werden heute bei einigen Pflanzenarten vor allem F1-Hybriden angebaut.

Zwiebel

Speicherorgan aus dicken, fleischigen Blättern um eine ruhende Sproßknospe. Typische Zwiebelpflanzen sind Narzissen, Ritterstern und Küchenzwiebel.

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