Kulturanleitung Gurken

Einlegegurke Corentine kultivieren

Einlegegurke Corentine

Mini-Snack Gurke Picolino selber anpflanzen

Mini-Snack Gurke Picolino

weibliche Blüten Gurke

Weibliche Blüten einer Gurke

Salatgurken Schlangengurken kultivieren

Salatgurken bzw. Schlangengurken

Frische Gurken aus dem eigenen Garten dürfen im Sommer in keinem Salat fehlen. Die Kultur ist nicht schwer und gelingt auch in Kübeln, bei kleineren Sorten sogar in Ampeln.

Gurken selber aussäen

Salatgurken werden meist im Haus oder in einem geheizten Gewächshaus vorgezogen. Eine Keimtemperatur von 25 bis 28 °C ist optimal. Für einige Sorten reichen 20 bis 25 °C zur Keimung aus.

Legen Sie die Samen in feuchte Aussaaterde und bedecken Sie sie mit 1 bis 2 cm Substrat. Innerhalb von 2 Wochen keimt das Saatgut. Wenn ihr erstes Laubblatt 1 cm groß ist, werden die Jungpflanzen in 10er oder 12er Töpfe mit gedüngtem Kultursubstrat pikiert.

Zum Schutz vor Bodenpilzen und Nematoden kann man Gurken auf Kürbissämlinge veredeln.

Einlegegurken und Schälgurken kann man vorkultivieren und ab Ende April bis Mitte Mai auspflanzen. Dazu sät man etwa zwei bis drei Wochen vor dem geplanten Pflanztermin je 3 Samen in kleine Töpfe aus. Die Jungpflanzen-Dreier-Gruppen werden im Abstand von 30 x 30 cm ins Beet gepflanzt.

Ab Ende Mai kann man direkt ins Freiland säen. Für eine Direktsaat muss der Boden mindestens 10 °C warm sein. Die Samen werden in zwei bis drei Zentimeter tiefe Rillen im Abstand von 10 bis 12 cm Abstand ausgelegt.

Reiche Ernte

Gurken mögen sonnige Standorte mit warmem Boden und einer gleichmäßigen Wasserversorgung. Für den Kulturerfolg sind Tagestemperaturen von 18 – 22 °C notwendig. Nachts darf die Temperatur nicht unter 12 °C fallen, sonst kommt es zu Wuchshemmungen. Bereits bei Temperaturen unter 5 °C erleiden Gurken Kälteschäden von denen sie sich nicht mehr erholen.

Die Blüten bilden sich erst, wenn die Temperaturen Tag und Nacht über 15 °C liegen. Bei kalter Witterung kommt es vor, dass erst sehr spät Blüten angesetzt werden.

Von Natur aus haben Gurken männliche und weibliche Blüten. Zunächst werden nur einige männliche Blüten gebildet. Wenn die Pflanze ausreichend kräftig ist, bildet sie auch weibliche Blüten. So erkennt man Fruchtknoten, der schon wie eine kleine Gurkenfrucht aussieht. Es gibt rein weibliche Sorten, die an jeder Blüte Früchte ansetzen können. An parthenokarpen (jungfernfrüchtigen) Sorten bilden sich ohne Bestäubung kernlose Gurken. Werden die Blüten solcher Sorten aber bestäubt bilden sich bauchige Früchte mit Kernen im Inneren. Regelmäßiges Ernten fördert die Bildung neuer Blüten.

Bittere Gurken

Bitterstoffe in Gurken dienen den Pflanzen zur Abwehr von Schädlingen. Durch Selektion wurden im Laufe der Zeit Sorten gezüchtet, die unter normalen Bedingungen keine Bitterstoffe in den Früchten bilden. Unter extremen Stressbedingungen bilden manche Gurkenpflanzen die Abwehrstoffe aber leider trotzdem. Wassermangel durch trockenen Boden und Hitze, starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, feucht-kühle Witterung, Überdüngung mit Stickstoff und mechanische Beschädigungen (z. B. durch Insektenbefall) führen zum Bitterwerden von Gurken. Werden die Bedingungen besser, bilden die Pflanzen später bitterfreie Gurken.

Kultur kompakt

  Anmerkungen
AussaatzeitMärz und AprilVorkultur im Haus
Keimtemperaturmin. 24 °C, optimal 25 – 28 °CTag und Nacht einhalten, nicht mit kaltem Wasser gießen
Keimdauer10 - 14 Tagegleichmäßig feucht halten
Aussaattiefe1 - 2 cm
Abstand60 x 140 cm bei Salatgurken
30 x 140 bei Einlegegurken
Bei Salatgurken Kletterhilfe anbieten
Kulturbei mindestens 18 °C an einem hellen OrtBodentemperatur optimal 18 – 25 °C, unter 16 und über 32°C kein Wachstum mehr
ErntezeitJuli bis Oktober

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