Kulturanleitung Kartoffeln

Die Kartoffel stammt aus den Anden in Südamerika, wo sie bereits seit etwa 10.000 Jahren in Kultur ist. Um 1750 brachten die Spanier sie nach Europa. In Deutschland wurde die „tolle Knolle“ erst ab 1756 auf Befehl des Preußenkönigs Friedrich II. angebaut und ist bis heute eine beliebte Kulturpflanze. Damit die Ernte ertragreich ausfällt, geben wir in dieser Kulturanleitung für Kartoffeln wichtige Tipps und Hinweise für alle die, welche sich für den Anbau einer der weltweit rund 5.000 Kartoffelsorten entschlossen haben.

Welche Kartoffelsorte darf es für den Anbau sein?

Die bei uns bekannten Kartoffeln haben meist eine hellbraune Schale und ein weißes bis gelbliches Fleisch. Rotschalige Sorten sind bei uns weniger verbreitet. Ganz selten findet man Kartoffeln mit rotem oder blau-violettem Fleisch. Auch die Form und Größe der Sorten ist recht unterschiedlich. Die 'Bamberger Hörnchen' sind beispielsweise eine längliche Sorte.

Für die Verwendung in der Küche ist der Kochtyp der jeweiligen Kartoffelsorte am bedeutsamsten. Insgesamt drei werden unterschieden:

  • Festkochende Kartoffeln sind auch nach dem Kochen schnittfest. Die Schnittfläche ist glatt und feucht. Diese Sorten eignen sich besonders gut für Salate, Salzkartoffeln, Pellkartoffeln und Gratins.
  • Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten können als Salz-, Pell- und Bratkartoffeln sowie für Eintöpfe, Aufläufe und Röstis verwendet werden.
  • Mehligkochende Kartoffelsorten haben einen besonders hohen Stärkegehalt. Sie haben nach dem Kochen eine trockene und grobkörnige Schnittfläche und neigen dazu, beim Kochen aufzuplatzen. Darum sind sie weniger gut als Salz- und Pellkartoffel geeignet. Man verwendet sie bevorzugt als Folienkartoffeln oder für Pürees, Eintöpfe, Knödel und Röstis.

Kartoffeln im Eigenanbau: Nützliche Infos, Tipps und Hinweise

Wie Tomaten gehören auch Kartoffeln zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Knollen werden direkt in die Erde gepflanzt, treiben dort aus und entwickeln sich zu einer neuen Pflanze, die dann zahlreiche neue Knollen hervorbringt.

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Bio-Kartoffeln 'Agria' von Kiepenkerl

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Kartoffeln richtig pflanzen

Kartoffeln werden in durchlässigen, warmen Böden gepflanzt. Damit die Knollen gleichmäßiger austreiben, können sie vor dem Pflanzen an einem hellen Ort bei 12 bis15 °C drei bis vier Wochen vorgekeimt werden. Dabei bilden sich kompakte, dunkelgrüne bis rötliche Triebe.

Für die Pflanzung werden 10 cm tiefe Furchen in einem Reihenabstand von 70 cm ausgehoben. Die Pflanzkartoffeln werden im Abstand von 35 cm in die Furchen gelegt und mit Erde abgedeckt. Nicht vorgekeimte Knollen, die Ende April ausgelegt werden, erreichen die Erdoberfläche erst Ende Mai nach den letzten Frösten. Werden die Kartoffeln vorgetrieben oder früher gepflanzt, sollte man die Reihen zur Sicherheit mit einem Vlies abdecken, um ein Abfrieren der Triebe bei späten Nachtfrösten zu vermeiden.

Ernteertrag durch Anhäufeln der Jungpflanzen erhöhen

Um den Ernteertrag zu erhöhen, empfiehlt sich das Anhäufeln der Jungpflanzen. Dazu wird die Erde an den Pflanzen zu einem 20 cm hohen Damm zusammengeschoben, ohne die Triebe zu beschädigen. An dem mit Erde bedeckten Teil des Stängels bilden sich dann neue Wurzeln und auch Knollen, wodurch die Ernte reicher ausfällt.

Angehäufelte Kartoffelpflanzen

Durch Anhäufeln der Kartoffelpflanzen lässt sich der Ernteertrag steigern.

Kartoffeln im Boden

Erntereife Kartoffeln im Boden

Düngung verbessert Fruchtqualität und Lagerfähigkeit

Die Qualität des Erntegutes hängt stark von der Düngung ab. Eine ausgewogene Versorgung der Pflanzen mit Kalium und Magnesium verbessert die Pflanzengesundheit und die Lagerfähigkeit der Kartoffeln. Zuviel Stickstoff verzögert dagegen den Reifprozess und macht die Pflanzen anfällig. Tritt in dem Zuge ein Befall mit Kartoffelkäfern auf, müssen die Käfer und Larven umgehend mit der Hand abgesammelt werden.

Kartoffeln ernten und lagern

Kartoffeln sind bereit für die Ernte, wenn das Laub vollständig abgestorben und trocken ist. Dann haben die Knollen eine feste, widerstandsfähige Schale und lösen sich leicht von den Pflanzen, ohne Schaden zu nehmen. Eine Ausnahme sind Frühkartoffeln. Sie können portionsweise für den sofortigen Verzehr geerntet werden, auch wenn das Laub noch grün und die Schale dünn und weich ist.

Die Lagerung sollte kühl und dunkel erfolgen. Je nach Sorte kann man die Kartoffel langfristig oder nur kurz lagern:

  • Sehr frühe Sorten haben eine Kulturzeit von etwa 100 bis 110 Tagen und werden bereits im Juli geerntet. Sie sind nicht lagerfähig.
  • Frühe Sorten können im Juli und August nach 110 bis 130 Tagen geerntet werden. Sie sind bis zum Herbst lagerfähig.
  • Mittelfrühe Sorten sind nach 130 bis 150 Tagen reif und werden ab August geerntet. Sie eignen sich für die Lagerung bis zum Frühjahr.
  • Späte Sorten sind erst nach 150 bis 170 Tagen erntereif. Die Kartoffeln werden im September und Oktober aus der Erde geholt. Sie sind besonders lange haltbar und können bis zum Frühsommer gelagert werden.

Alle wichtigen Anbautipps für Kartoffeln im Überblick

StandortsonnigOptimal ist ein durchlässiger und warmer Boden.
SetzzeitMärz bis April
Setztiefe10 cmWird die Jungpflanze später angehäufelt, bilden sich an dem mit Erde bedeckten Teil des Stängels neue Wurzeln und Knollen. Auf diese Weise lässt sich der Ernteertrag steigern.
Pflanzabstand35 x 70 cm
Setztemperatur12 bis 15 °CIm Haus können die Knollen etwa 3 bis 4 Wochen lang vorgekeimt werden. Dies fördert ein gleichmäßigeres Austreiben.
ErntezeitJuli bis OktoberFrühkartoffeln können portionsweise geerntet werden. Bei allen anderen Sorten sollte mit der Ernte gewartet werden, bis die Blätter getrocknet und abgestorben sind.

Kartoffeln in der Küche

Kartoffelpuffer mit Apfelmus

Nicht nur bei Kindern hoch im Kurs: Kartoffelpuffer mit Apfelmus

Von der Kartoffelpflanze werden nur die Knollen verzehrt. Die Samen in den Beeren, die sich aus den Blüten bilden und Tomaten ähneln, sind für den Menschen leicht giftig. Dies gilt auch für die anderen grünen Teile der Pflanze und sogar für Knollen, die zu keimen begonnen haben.

Kartoffeln enthalten Vitamine und Mineralstoffe, sind arm an Kalorien und reich an Stärke. Diese kann vom menschlichen Körper allerdings besser in gekochter Form verarbeitet werden. Leider gehen dadurch viele Vitamine und Mineralstoffe verloren.

Kartoffeln können in der Küche auf verschiedenste Weise verwendet werden. Als Sättigungsbeilage ist zum Beispiel die Salzkartoffel aus der deutschen Küche nicht mehr wegzudenken. Doch auch die anderen Varianten erfreuen sich großer geschmacklicher Beliebtheit, egal ob Kartoffelbrei aus mehligkochenden Kartoffeln mit Milch und Röstzwiebeln, Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck, Pommes und Kroketten oder Kartoffelpuffer mit Apfelmus.

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