Kulturanleitung Kartoffeln

Kartoffel im Boden

Kartoffel im Boden

Bluete Blue Congo Kartoffel kultivieren

Bluete Blue Congo Kartoffel

Blue Kongo Kartoffel mit violettem Fleisch anpflanzen

Blue Kongo Kartoffel mit violettem Fleisch

La Ratte Kartoffel alte Gourmetsorte

Die La Ratte Kartoffel ist eine alte Gourmetsorte.

Belena Kartoffel mittelfrühe festkochende Sorte

Die Belena Kartoffel ist eine mittelfrühe, festkochende Sorte.

Die Kartoffel stammt aus den Anden in Südamerika. Sie ist dort seit etwa 10.000 Jahren in Kultur. Um 1750 brachten die Spanier sie nach Europa. In Deutschland wurde die tolle Knolle erst ab 1756 auf Befehl des Preußenkönigs Friedrich II. angebaut.

Heute gibt es weltweit etwa 5000 Kartoffelsorten. Die bei uns bekannten Kartoffeln haben meist eine hellbraune Schale und ein weißes bis gelbliches Fleisch. Rotschalige Sorten sind bei uns weniger verbreitet. Ganz selten findet man Kartoffeln mit rotem oder blau-violettem Fleisch.

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Kultur

Kartoffeln werden in durchlässigen, warmen Boden gepflanzt. Damit die Knollen gleichmäßiger austreiben, können sie vor dem Pflanzen an einem hellen Ort bei 12 –15 °C drei bis vier Wochen vorgekeimt werden. Dabei bilden sich kompakte, dunkelgrüne bis rötliche Triebe.

Für die Pflanzung werden 10 cm tiefe Furchen in einem Reihenabstand von 70 cm ausgehoben. Die Pflanzkartoffeln werden im Abstand von 35 cm in die Furchen gelegt und mit Erde abgedeckt. Nicht vorgetriebene Knollen, die Ende April ausgelegt werden, erreichen die Erdoberfläche erst Ende Mai nach den letzten Frösten. Werden die Kartoffeln vorgetrieben oder früher gepflanzt, sollte man die Reihen zur Sicherheit mit Vlies abdecken, um ein Verfrieren der Triebe bei späten Nachtfrösten zu vermeiden.

Um den Ertrag zu erhöhen, werden Kartoffeln angehäufelt. Dabei wird Erde an den Pflanzen zu einem 20 cm hohen Damm zusammengeschoben, ohne die Triebe zu beschädigen. An dem mit Erde bedeckten Teil des Stängels bilden sich dann neue Wurzeln und auch Knollen. Dadurch steigert sich der Ertrag.

Die Qualität des Erntegutes hängt stark von der Düngung ab. Eine ausgewogene Versorgung der Pflanzen mit Kalium und Magnesium verbessert die Pflanzengesundheit und die Lagerfähigkeit der Kartoffeln. Zuviel Stickstoff macht die Pflanzen dagegen anfällig und verzögert die Reife der Knollen.

Tritt ein Befall mit Kartoffelkäfern auf, werden Käfer und Larven mit der Hand abgesammelt.

Ernte

Kartoffeln werden geerntet, wenn das Laub vollständig abgestorben und trocken ist. Dann haben die Knollen eine feste, widerstandsfähige Schale und lösen sich leicht von den Pflanzen ohne Schaden zu nehmen. Eine Ausnahme sind Frühkartoffeln. Sie können portionsweise für den sofortigen Verzehr geerntet werden, auch wenn das Laub noch grün und die Schale dünn und weich ist.

  • Sehr frühe Sorten haben eine Kulturzeit von etwa 100 bis 110 Tagen und werden bereits im Juli geerntet. Sie sind nicht lagerfähig.
  • Frühe Sorten können im Juli / August nach 110 bis 130 Tagen geerntet werden. Sie sind bis zum Herbst lagerfähig.
  • Mittelfrühe Sorten reifen nach 130 – 150 Tagen und werden ab August geerntet. Sie eignen sich für die Lagerung bis zum Frühjahr.
  • Späte Sorten sind erst nach 150 bis 170 Tagen erntereif. Sie werden im September/Oktober gerodet. Sie sind besonders lange haltbar und können bis zum Frühsommer gelagert werden.

Immer die richtige Wahl

Es werden bei Kartoffeln drei Kochtypen unterschieden, die sich für verschiedene Verwendungen eignen.

Festkochende Kartoffeln sind auch nach dem Kochen schnittfest. Die Schnittfläche ist glatt und feucht. Diese Sorten eignen sich besonders gut für Salate, Salzkartoffeln, Pellkartoffeln und Gratins.

Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten können als Salz- Pell- und Bratkartoffeln, für Eintöpfe, Aufläufe und Röstis verwendet werden.

Mehligkochende Kartoffelsorten haben einen besonders hohen Stärkegehalt. Sie haben nach dem Kochen eine trockene und grobkörnige Schnittfläche und neigen dazu, beim Kochen aufzuplatzen. Darum sind sie weniger gut als Salz- und Pellkartoffel geeignet. Man verwendet sie bevorzugt als Folienkartoffeln, für Pürees, Eintöpfe, Knödel und Röstis.

Reifegruppesehr früh
Reifedauer: 100 - 110 Tage
Ernte: Juli
mittelfrüh
Reifedauer: 110 - 130 Tage
Ernte: Juli / August
lagerfähig bis Herbst
früh
Reifedauer: 130 - 150 Tage
Ernte: August
lagerfährig bis zum Frühjahr
spät
Reifedauer: 150 - 170 Tage
Ernte: September / Oktober
lagerfährig bis zum Frühsommer
Kochtyp
festkochendSolist
Glorietta
Alexandra
Cilena
Sieglinde
Allians
Belana
La Ratte
vorwiegend festkochendBellarosaCosmaAgriaJelly
Laura
mehligkochendAdretta
Gunda
Blue Congo

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