Kutluranleitung Kürbisse

Kürbisse (Cucurbita pepo) sind in Mittel- und Südamerika beheimatet, von wo aus sie ihren Weg nach Europa im 19. Jahrhundert fanden. Seitdem sind sie auch hierzulande in Gärten immer wieder anzutreffen. Alles, was für den erfolgreichen Anbau von Kürbissen wichtig ist, können Sie in der nachfolgenden Kulturanleitung für Kürbisse erfahren.

Blüten und Früchte der einjährigen Kürbispflanze

Kürbisse haben sowohl rein männliche als auch rein weibliche Blüten auf derselben Pflanze. Man bezeichnet sie deshalb als einhäusig. Die Blüten sind relativ groß, trichterförmig sowie gelborange und werden durch Insekten bestäubt. Da sie frostempfindlich sind, können Kürbisse wegen unsere klimatischen Gegebenheiten den Winter nicht überdauern. Bei einem Kürbis handelt es sich folglich immer um eine einjährige Pflanze.

Die Frucht, also der umgangssprachliche Kürbis, ist aus botanischer Sicht eigentlich eine sogenannte Panzerbeere. Im Inneren dieser hohlen Frucht mit harter Außenschale befinden sich Samen, die sehr fettreich sind und auch in der Medizin eingesetzt werden, zum Beispiel zur Behandlung von Prostata-Beschwerden. Spezielle Züchtungen zielen auf eine möglichst hohe Ausbeute an schalenlosen Samen für die Gewinnung von Speiseöl oder zum Verzehr.

Kürbisblüte

Kräftig gelb: Blüte eines Hokkaidokürbisses

Ölkürbis 'Olga' mit Kürbiskerne

Ein aufgeschnittener Ölkürbis der Sorte 'Olga' mit den typischen schalenlosen Samen

Viele verschiedene Kürbissorten

Kürbisse können je nach Art bis zu 10 m lange Ranken bilden oder buschig wachsen. Bei den Kürbissen gibt es zahlreiche Sorten, die nicht nur als Nahrungs- oder Futterpflanze, sondern auch als Zierpflanze dienen können. Man unterscheidet beispielsweise:

  • glattschaliger Gartenkürbis (Cucurbita pepo) mit den verschiedenen Unterarten, so zum Beispiel:
    • flacher Patisson (Cucurbita pepo patissonina)
    • Ölkürbis (Cucurbita pepo oleifera) mit seinen schalenlosen Kernen
  • rauhschaliger Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima)
  • Moschuskürbis (Cucurbita moschata)
  • stark rankender, feigenblättriger Kürbis (Cucurbita ficifolia)
  • Ayote-Kürbis (Cucurbita argyrosperma Cucurbita mixta)
    • Spaghetti-Kürbis, dessen faseriges Fruchtfleisch in seinem Aussehen den namensgebenden Nudeln ähnelt

Kürbisse erfolgreich kultivieren: Infos, Tipps und Hinweise

Der Kürbisanbau ist nicht weiter kompliziert und wird mit einer erfolgreichen Ernte belohnt, solange ein paar Kulturhinweise beachtet werden. Hat man sich für eine der vielen Sorten entschieden, stellt sich als erstes die Frage, ob die Samen vorkultiviert oder direkt ins Beet gesät werden sollen.

Aussaat der Kürbisamen

Man kann den Kürbis entweder direkt ins Beet säen oder in 4-cm-Töpfen vorziehen. Die Vorkultur dauert je nach äußeren Bedingungen und in Abhängigkeit der Pflanzengröße 2 bis 4 Wochen. Im Zeitraum von März bis Mai können vorkultivierte Kürbispflanzen ins Freiland gesetzt werden. Eine Direktsaat ist erst ab Ende Mai möglich, wenn die Gefahr von Nachtfrösten vollends vorüber ist. Kürbisse brauchen einen sehr gut gedüngten Boden. Es sollten also Kompost, Mist oder andere organische Dünger zuvor in den Boden eingearbeitet werden.

Weiterer Kulturverlauf der Kürbispflanzen

Auch im weiteren Kulturverlauf können die Kürbispflanzen etwa alle 2 bis 4 Wochen mit flüssigem Dünger oder Mist versorgt werden. Ausläufer sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit die Pflanzen nicht zu wild wuchern. Ein Entfernen der männlichen Blüten, die an einem fehlenden Fruchtknoten zu erkennen sind, ist nicht nötig. Die sich bildenden Früchte sollten bei ausreichendem Sonnenschein so lange wie möglich reifen. Neigt sich die Gartensaison dem Ende, kann es hilfreich sein, die Früchte auf einen Stein zu legen und somit vor dem Faulen zu schützen.

Ernte und Lagerung der Früchte

Die Ernte der Kürbisse sollte erfolgen, wenn die ersten Frühfröste das Blattwerk zerstört haben. Anschließend kann der Kürbis aber in der Sonne zur Nachreife liegengelassen werden. Dies hilft der Schale beim Aushärten und führt zu einer längeren Haltbarkeit.

Für die Lagerung der Früchte im Winter ist ein kühler und luftiger Platz ideal. Möchte man einen möglichst großen Kürbis ernten, muss nicht nur die richtige Sorte ausgewählt werden, sondern man muss auch alle Früchte bis auf eine entfernen.

Alles Wichtige zur Kultur von Kürbissen zusammengefasst

Standortsonnig
Aussaatzeitmit Vorkultur von März bis Mai
Aussaattiefe2 bis 3 cm
Pflanzabstand100 x 150 cm
Keimtemperatur20 bis 25 °C
Keimdauer7 bis 14 Tage
ErntezeitAugust bis Oktober

Kürbisse in der Küche

Man kann den Kürbis entweder frisch verarbeiten oder auch einfrieren, wobei letzteres aber eher unüblich ist. Es gibt zahlreiche Rezepte, von Kürbiscremesuppe bis zu Kürbis-Muffins sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Beispielsweise stellt in den USA der „pumpkin pie“ (englisch für „Kürbiskuchen“) einen traditionellen Nachtisch dar, vor allem zu Halloween.

Kürbis 'Amoro', Kürbiscremesuppe

Der Kürbis 'Amoro' eignet sich hervorragend für Kürbiscremesuppe.

Salat mit Kürbis

Kürbisse sind in der Küche vielseitig verwendbar, so zum Beispiel auch als Salatzutat.

Der Verzehr von Kürbissen ist außerdem überaus gesund:

  • Kürbisse verfügen über Inhaltsstoffe, die entwässernd und verdauungsfördernd sind.
  • Das in Kürbissen enthaltene Carotin stärkt das Immunsystem.
  • Der Kürbis gilt als kalorienarm und eignet sich daher hervorragend für eine ausgewogene Ernährung.

Achtung

Problematisch ist der Nachbau aus selbst gezogenen Samen. Durch Einkreuzung von Zierkürbissen kann in den Pflanzen, die aus selbstgezogenen Samen entstehen, der Cucurbitacin-Gehalt wieder deutlich ansteigen. Diese Stoffe machen die Früchte bitter und sind für Menschen gesundheitsschädlich.

Kürbissamen von Kiepenkerl

Für eine erfolgreiche Kultur ist qualitativ hochwertiges Saatgut wichtig. Im Kiepenkerl-Onlineshop haben Sie für Ihren Kürbisanbau Spitzensaatgut für jede Menge Sorten zur Auswahl.

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