Kulturanleitung Paprika

Blockpaprika kultivieren

Blockpaprika

Spitzpaprika kultivieren

Spitzpaprika

Paprika-Blüte Paprikablüte

Paprikablüte

Gemüsepaprika sind Zuchtformen des Spanischen Pfeffers (Capsicum annuum). Ihre Früchte sind blockig, spitz oder länglich und im Geschmack süß bis mild-aromatisch. Als Peperoni werden Sorten bezeichnet, deren Früchte länglich und scharf sind. Kleine scharfe bis sehr scharfe Früchte werden als Chili bezeichnet. Darunter sind nur wenige Formen vom Spanischen Pfeffer. Die meisten richtig scharfen Chili sind Selektionen vom Chinesischen Pfeffer (Capsicum chinense), dem Baumchili (Capsicum pubescens) und Tabasco (Capsicum frutescens).

Anzucht

Paprika sät man ab Mitte Februar im Haus bei 20 – 25 °C aus. Die Samen keimen innerhalb von 2 bis 4 Wochen. Es ist wichtig, dass die Keimtemperatur immer ausreichend hoch ist und wenig schwankt. Nach der Keimung ist viel Licht für ein gesundes Wachstum nötig. Erfahrene Chili-Fans verwenden darum bei früher Aussaat oft eine Zusatzbelichtung.

Sobald die Pflanzen zwei Blattpaare haben, werden sie vereinzelt und in Töpfe mit gedüngtem Kultursubstrat gesetzt. Dabei dürfen die Wurzeln nicht beschädigt werden, weil die Jungpflanzen sonst absterben. Sind die Pflanzen etwa 30 cm hoch bekommen sie einen Stab als Stütze.

Kultur

Ab Mitte April können die Jungpflanzen an Tagen mit mindestens 15 °C Lufttemperatur an einem geschützten Platz tagsüber ins Freie, damit sie abgehärtet werden. Direkte Sonneneinstrahlung muss vermieden werden, da es sonst zu Sonnenbrand an den Blättern kommen kann. Ab Ende Mai nach den letzten Frösten, können die Pflanzen ins Beet gepflanzt werden oder in Kübeln im Freien bleiben. Paprika mögen nährstoffreiche, humose und lockere Erde und gedeihen gut an einem warmen, windgeschützten, sonnigen Standort.

Etwa ab Ende Mai bilden sich die ersten Blüten. Bei Gemüsepaprika muss die erste Blüte (Königsfrucht) entfernt werden, damit die Pflanzen weiterwachsen, sich verzweigen und mehr Blüten und Früchte ansetzen. Bei den kleinfrüchtigen Peperoni und Chili ist das nicht nötig.

Scharfe Dinger

Peperoni und Chili sind durch Capsaicin scharf. Diese Substanz ist geschmackslos, reizt aber die Wärmerezeptoren im Mund und löst einen Schmerzreiz aus. Das Aroma und die Schärfe sind durch die Sorte, aber auch durch das Angebot an Wärme und Sonne und natürlich durch den Reifegrad bedingt.

Die Schärfe von Chili und Peperoni wird mit zunehmender Reife stärker. Viel Sonne und Trockenstress vor der Ernte verstärkt zusätzlich die Bildung von Capsaicin. Die Früchte an einer Pflanze sind nicht alle gleich scharf und auch in der Frucht gibt es Unterschiede. An der Spitze ist sie milder als um die Kerne herum. Das alles macht es schwer einzelne Sorte bestimmten Schärfegraden zuzuordnen.

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