Kulturanleitung Porree

Porree Stangen lange weisse Schäfte Lauch

Porree ist eine Kulturpflanze, die ursprünglich aus dem westlichen Mittelmeerraum stammt. Er wird auch als Lauch bezeichnet und ist ein Verwandter von Küchenzwiebeln und Schalotten. Porree bildet keine verdickte Zwiebel, sondern ein länglichen Schaft. Die unterirdischen Teile der Schäfte bleiben weiß und zart – das Laub ist hellgrün bis blaugrün.

Es gibt verschiedene Typen

Die verschiedenen Porree-Sorten werden unterschiedlich hoch und sind unterschiedlich frosthart. Sorten vom Typ „Herbstriesen“ haben mittellange Schäfte und dunkelgrünes Laub. Beim „Blaugrünen Herbst“ sind die Schäfte mittellang und das Laub blaugrün. „Blaugrüner Winter“ hat kurze Schäfte und ist frosthart. Wintersorten können den ganzen Winter über direkt vom Beet geerntet werden.

Typ (Sortenbeispiele)AussaatPflanzenErnte
Sommerporree
(Hannibal, Bavaria)
I (im Haus)
IV - V (Freiland)
Ende III - Ende IV
VII - VIII
VIII - IX
Herbstporree
(Hannibal, Pandora)
II - IV (im Haus)
IV - V (Freiland)
Mitte IV - Mitte VIIAb IX
IX - XII
Winterporree
(Forrest, De Carentan 2)
IV - V
V - VI (Freiland)
Mitte VI - Ende VII
Ab X
X - IV

Die Anzucht und die Kultur

Sommerporree kann bereits ab Januar im Haus ausgesät werden. Nach etwa 12 Wochen (ab April) sind die Jungpflanzen etwa bleistiftdick und können ins Freiland gepflanzt werden. Dazu bereitet man eine 15 cm tiefe Furche vor und setzt die Jungpflanzen im Abstand von 15 cm hinein. Bei früher Aussaat ist eine Ernte ab Mitte Juli möglich. Herbstsorten werden ab Februar bis Ende April vorgezogen, von Mitte April bis Mitte Juli gepflanzt und ab Mitte August bis in den Dezember geerntet. Winterporree sät man ab April bis Mitte Mai und pflanzt ihn von Mitte Juni bis Ende Juli. Ab Ende April (20.4.) kann auch direkt ins Freiland gesät werden. Geerntet wird dann den Winter hindurch von Dezember bis in den April des Folgejahres.

Im Vergleich zu vorgezogenen Pflanzen ist direkt gesäter Porree robuster gegenüber Witterungsbedingungen und Krankheitserregern. Durch Anhäufeln werden die weißen Schäfte länger.

Winterporree wird im August zum letzten Mal gedüngt, sonst leidet die Winterhärte. Gegen Kahlfröste schützt man die Kultur durch Abdecken mit Vlies. Das erleichtert auch die Ernte bei Schnee.

Porree gedeiht an sonniger oder halbschattiger Stelle auf jedem nährstoffreichen Gartenboden, besonders gut auf feuchtem, humosem sandigem Lehm. Staunässe vertragen die Pflanzen aber nicht.

Ernte und Lagerung

Porree wird mit Grabgabel oder Spaten geerntet. Man sticht in der Nähe der Pflanzen in den Boden und hebelt die Stangen aus der Erde. Die Blätter werden auf zwei Drittel eingekürzt, die Wurzeln auf 1 bis 2 cm gestutzt oder abgeschnitten.

Eine kurzfristige Lagerung ist bei 2 bis 5 °C möglich. Wintersorten bleiben im Winter auf dem Beet und werden bei Bedarf geerntet. Das geht allerdings nur gut, wenn der Boden nicht gefroren ist. Für eine längerfristige Lagerung kann Porree in Ringe geschnitten, kurz blanchiert und eingefroren werden.

Kultur kompakt

  Anmerkungen
AussaatzeitVorkultur von Sommerporree ab Januar, Winterporree kann
im Freiland ab Ende April direkt gesät werden
Für die Sorte passenden Aussaatzeitpunkt wählen
Keimtemperatur16 - 20 °C
Keimdauer15 - 20 Tagegleichmäßig feucht halten
Aussaattiefe1 - 2 cm4 – 6 Wochen nach dem Auflaufen vereinzeln
StandortSonnig – halbschattig, nährstoffreich, besonders gut ist feuchter, humoser sandiger Lehm ohne StaunässeAnbaupausen von 3 bis 4 Jahren einhalten.
Abstand15 x 30 - 40 cmWeiter Reihenabstand erleichtert das Anhäufeln.
AuspflanzenAb April in 10 bis 15 cm tiefe Furchen
Erntezeitje nach Sorte und Aussaattermin von August bis April des FolgejahresFür Überwinterung frostharte Sorten wählen.

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