Kulturanleitung Tomaten

Ananastomate anpflanzen

Ananastomate

Es gibt unzählige Tomatensorten, die sich in Farbe, Größe Form und Geschmack unterscheiden. Von kleinen, traubengroßen Kirschtomaten mit zuckersüßem Geschmack bis hin zu aromatischen Fleischtomaten mit 1 kg Gewicht, können Sie unzählige Tomatensorten aus Samen selbst heranziehen (Vielfalt der Tomaten).

Wärme ist wichtig

Säen sie die Samen zwischen Mitte März und Anfang April einen Zentimeter tief in Saatschalen oder Töpfen aus. Verwenden Sie dazu unbedingt ungedüngte Anzuchterde, weil die jungen Sämlinge in gedüngter Blumenerde Salzschäden erleiden können. Das Substrat muss für die Keimung immer feucht sein und darf auch später nie austrocknen.

Wählen Sie einen hellen, warmen Standort, an dem das Substrat auch nachts nicht unter 20 °C auskühlen kann. Eine Fensterbank aus Stein ist im Frühjahr oft sehr kalt. Sorgen Sie darum notfalls für Isolation. Längere Perioden mit Temperaturen unter 15 °C führen bei den Jungpflanzen zu Wuchshemmungen und die Blätter verfärben sich rötlich. Der Platz für die Anzucht muss außerdem hell sein, weil die Sämlinge sonst schwächliche, dünne, hell grüne Triebe bilden.

Die Jungpflanzen verschiedener Sorten wachsen nicht gleich schnell. Darum sind sie direkt nach der Keimung unterschiedlich hoch. Besonders Buschtomate, die nur 40 bis 60 cm hoch werden, sind als Sämling sehr zierlich. Das ist kein Grund zur Sorge. Sobald die Pflanzen die ersten, typischen Laubblätter haben, werden sie vereinzelt und in 10 cm Töpfe mit gedüngter Erde pikiert. Zum Schutz vor Bodenpilzen und Nematoden können Tomaten auf resistenten Unterlagen veredelt werden.

Cocktail-Tomate Tropical anpflanzen

Cocktail-Tomate Tropical

Boden, Wasser und Dünger

Ab Mitte bis Ende Mai können die Jungpflanzen nach draußen. Tomaten brauchen sonnige, warme Standorte mit einem lockeren, tiefgründigen, nährstoffreichen und humosen Boden. Achten Sie darauf, dass Sie Tomaten erst nach 3 bis 4 Jahre wieder an dieselbe Stelle setzen. Dadurch vermeiden Sie, dass sich schädliche Bodenpilze zu stark vermehren. Ist Ihr Gartenboden für Tomaten ungeeignet, können Sie die Tomaten in gut große Kübel oder Kisten mit einem guten, gedüngten Kultursubstrat pflanzen.

Sie müssen Tomaten immer gleichmäßig wässern. Die Pflanze nimmt zusammen mit dem Wasser auch ihre Nährstoffe aus dem Boden auf. Eine unregelmäßige Wasserversorgung bedeutet darum auch eine unregelmäßige Versorgung mit Nährstoffen. Besonders bei warmer Witterung kann durch Wassermangel eine Unterversorgung mit Calcium auftreten, die dann zu Blütenendfäule an den Früchten führt.

Auch wenn Sie ein gedüngtes Substrat verwenden, müssen Sie im Verlauf des Sommers nachdüngen. Achten Sie dabei auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Stickstoff ist für das Wachstum wichtig, aber durch eine zu starke stickstoffbetonte Düngung werden die Pflanzen anfällig für Blattläuse und Pilze. Bei Kalium-Mangel reifen die Früchte schlecht aus und Calcium-Mangel verursacht Blütenendfäule. Eine insgesamt zu hohe Düngerkonzentration im Substrat führt zum Einrollen der Blätter.

Buschtomaten benötigen darüber hinaus keine besondere Pflege. Bei Stabtomaten müssen die Seitentriebe regelmäßig ausgebrochen werden.

Kultur kompakt

  Anmerkungen
AussaatzeitMitte März bis AprilVorkultur im Haus
Keimtemperatur20 - 25 °CTag und Nacht einhalten
Keimdauer10 - 14 Tagegleichmäßig feucht halten
Aussaattiefe1 cm
StandortWarmer Boden an sonniger, geschützter Stelle
Abstand70 x 70 cmLuftig, damit die Blätter gut abtrocknen können
Kulturregelmäßig düngen, Stabtomaten ausgeizen
ErntezeitJuli bis Oktober

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