Salbei: Zierpflanze, Gewürz und Heilkraut

Salbei (Salvia officinalis) ist eine traditionelle Heil- und Gewürzpflanze, die durch ihr intensives Aroma und ihre wohltuende besticht.

Wichtige Salbeiarten und -sorten

Neben dem klassischen Garten-Salbei sind noch 3 weitere wichtige Salbeiarten zu nennen:

  • Ananas-Salbei (Salvia elegans): hellgrüne Blätter, duftet nach Ananas, hellrote Blüten, Höhe bis zu 90 cm, frostempfindlich
  • Lavendelblättriger Salbei (Salvia lavandulifolia): niedriger Halbstrauch, blau-grüne Blätter, blau-violette Blüten
  • Muskateller-Salbei (Salvia sclarea): Aussaat im Juli, zweijährig, bildet im ersten Jahr nur eine Blattrosette, im zweiten Jahr entwickeln sich die bis zu 1 m hohen Triebe mit weißen, rosa und violetten Blüten, Blätter duften beim Zerreiben nach Muskateller

Während der Garten-Salbei grau-grüne Blätter aufweist, gibt es noch viele andere Sorten, welche aufgrund ihrer ansprechend gefärbten Blätter oft als Zierpflanzen im Garten kultiviert werden:

  • Buntblättriger Salbei: frostempfindlich, weiß-grüne und teilweise rosa-violette Blätter, violette Blüten
  • Purpur-Salbei: schwachwüchsig, winterhart, violette Blätter und Blüten
  • 'Berggarten': winterhart, silbern-graue Blätter, blau-violette Blüten
  • Gold-Salbei: frostempfindlich, gelb-grüne Blätter, violette Blüten
  • Goldgrüner Salbei: winterhart, gelb-grüne Blätter, blau-violette Blüten

Salbei kultivieren

Standortvoraussetzungen

Salbei benötigt einen sonnigen Standort, ansonsten ist er recht anspruchslos. Das Kraut wächst auch auf einem mageren und trockenen Boden. Es lässt sich sowohl im Kräuterbeet und im Topf als auch auf der Rabatte züchten. Besonders die optisch auffälligeren Sorten sind mit ihren bunten Blättern schöne Zierpflanzen.

Hinweis

Salbei besitzt auffällige Lippenblüten, deren Nektar Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge anzieht.

Aussaat

Salbei kann zwar ausgesät werden, empfehlenswerter ist es jedoch, Pflanzen zu kaufen und diese später durch Stecklinge zu vermehren. Nur der Garten-Salbei kann aus Samen gezogen werden. Für die buntblättrigen Sorten sind im Frühjahr oder Frühsommer die Trieb- oder Kopfstecklinge zu verwenden.

Keimung

Salbei wächst zu einem kleinwüchsigen Halbstrauch heran. Die Blüten entstehen bereits im Frühjahr, sollten jedoch entfernt werden, um das Blattwachstum zu fördern. Im Sommer bildet sich schließlich ein dichter Busch aromatischer Blätter. Es ist ratsam, die Pflanze im Frühjahr zurückzuschneiden. Stark verholzte und kahle Pflanzen sind auszugraben und auf den Kompost zu werfen.

Hinweis

Salbeipflanzen verlieren nach 3 bis 4 Jahren ihren dichten Wuchs und sollten ersetzt werden.

Überwinterung

Nicht alle Salbei-Sorten sind winterhart. Oftmals hängt es auch vom regionalen Klima ab, wie gut das Kraut die kalte Jahreszeit übersteht: In einigen Regionen mit hartem Winter kann der Strauch absterben, in anderen Gegenden mit mildem Klima wird er durch den Winter nicht beeinträchtigt.

Bei uns sollten im Herbst die Triebe bis zur Hälfte abgeschnitten und die Pflanze mit Reisig oder Mulch vor Frost geschützt werden. Zudem ist es sinnvoll, einige Stecklinge als Ersatz für die im Winter abgestorbenen Pflanzen zu überwintern.

Kultur kompakt

  Anmerkungen
AussaatzeitMärz bis JuniVorkultur im Haus ab März, Ende April bis Ende Juni Direktsaat möglich
Keimtemperatur18 bis 22 °C
Keimdauer7 bis 21 Tagegleichmäßig feucht halten
Aussaattiefe0,5 bis 1 cm
Standortsonniger, in warmer und windgeschützter Lage, Boden kalkhaltig und nahrhaftkeine Staunässe
Abstand35 x 35 cm
Kulturjährlicher Rückschnitt zur Verjüngungvor Kahlfrösten schützen
ErntezeitFrühjahr bis Mitte Augustspäter Neuaustrieb ist Kälteempfindlich

Salbei ernten und Verwendung in der Küche

Die essbaren Blätter sollten an sonnigen Tagen am späten Nachmittag geerntet werden, denn dann ist ihr Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. An einem schattigen und luftigen Ort lassen sie sich gut trocknen. Das Einlegen in Öl oder das Einfrieren macht sie länger haltbar.

Salbei ist in der Küche vielfältig einsetzbar, besonders an mediterranen Gerichten kommt sein markanter und würziger Geschmack gut zur Geltung. Nahezu jegliches Fleischgericht lässt sich mit dem Kraut aufwerten: Lamm, Kalb, Leber, Wild, Geflügel, Fisch, Schwein, Kaninchen und Innereien erhalten durch Salbei eine spezielle Note. Auch das Einlegen von Fleisch oder Gurken ist mit Salbei möglich.

Natürlich passt das Kraut ebenso gut zu Füllungen, Soßen oder Käsegerichten. Zudem verleiht ein Zweig Salbei gekochten Möhren oder Kartoffeln ein besonderes Aroma. Nicht zuletzt passt Salbei hervorragend zu Tomatensalat, Pizza und Nudelgerichten. Darüber hinaus kann es zur Zubereitung von Brotaufstrichen und Kräuterbutter verwendet werden.

Rezept: Salbeibutter

Zutaten:

  • 100 g Butter
  • 10 bis 12 Salbeiblätter

Zubereitung:

Butter in der Pfanne schmelzen. Blätter in feine Streifen schneiden und in der Butter braten, bis diese leicht braun ist. Nudeln, Gnocchi oder ähnliches  vor dem Servieren in der Butter schwenken.

Salbei als Heilmittel

Salbei wurde bereits in der Antike als Heilmittel genutzt. Ein Tee aus Salbeiblättern hilft bei Entzündungen der oberen Luftwege sowie bei Husten und Halsschmerzen. Darüber hinaus wirkt der Tee lindernd bei Magen-Darm- und Menstruationsbeschwerden.

Auch übermäßige Schweißabsonderung soll durch Salbeitee behandelbar sein. Um Zahnfleischentzündungen entgegenzuwirken, kann ein Mundwasser aus dem Blätteraufguss verwendet werden.

Zudem tut Salbei auch Haut und Haaren gut: Ein Gesichtswasser aus Salbeiblättern wirkt bei Akne entzündungshemmend, ein Blätteraufguss eignet sich für dunkles Haar und beseitigt Schuppen.

Wussten Sie schon?

„Salvia“ stammt vom lateinischen „salvere“, was „gesund sein“ bedeutet. In der Antike wurde Salbei auch als „Kraut der Unsterblichen“ bezeichnet, da er ein gutes Gedächtnis und die Lebenserwartung fördern sollte.

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