Nutzgarten

Nutzgarten anlegen: So geht's mit der richtigen Planung

Mit etwas Planung ist es möglich, das ganze Jahr über Gemüse aus eigener Ernte zu genießen. Vom Frühling bis zum Winter gibt es immer etwas, das gerade Saison hat. Durch fachgerechte Lagerung und Konservierung ist viel von dem selbst geernteten Gemüse fast das ganze Jahr verfügbar.

Frisches Gemüse für Selbstversorger

Selbst in kleinen Gärten, in einem Hochbeet auf der Terrasse oder in Kästen und Kübeln auf dem Balkon können Gemüse und frische Kräuter angebaut werden. Auf einem Quadratmeter Fläche können durchschnittlich drei Kilogramm Gemüse im Jahr geerntet werden. Die Erträge der Gemüsearten sind sehr unterschiedlich und diese Erntemenge kann nur erreich werden, wenn die Fläche im Jahresverlauf mehrfach genutzt wird.

Die Kulturen auf den Flächen wechseln sich ab, sodass immer überall etwas wächst oder geerntet werden kann. Dazu ist ein Anbauplan wichtig. Wie groß ein Gemüsegarten wird, hängt von Ihrem Platzanagebot im Garten ab und wieviel Zeit Sie für die Pflege des Gartens und für die Verarbeitung der Ernte haben.

Gurke 'Piccolino' in einer Blumenampel

Gurke 'Piccolino' in einer Blumenampel

Verschiedene Kräuter in einer Etagenampel

Ein kompletter Kräutergarten in einer Etagenampel

Etwas Frisches als Ergänzung

Schnittsalate, Rauke, Radieschen, Mangold und Asia Greens können problemlos auf kleinen Flächen angebaut werden. Sie sind bereits nach vier bis acht Wochen erntereif. Werden sie wiederholt im Abstand von zwei bis drei Wochen ausgesät, stehen sie vom Frühjahr bis zum Herbst immer frisch zur Verfügung.

Für die Kultur sind Balkonkästen, Hochbeete oder auch kleine Beete nach dem Prinzip des Square Foot Gardenings ausreichend. Die Pflanzen können auch als Beeteinfassung in einem Zierbeet stehen. Wichtig ist, dass das Gemüse nicht von anderen Pflanzen überwuchert wird. An einem sonnigen bis halbschattigen Platz gedeihen sie in jedem Gartenboden.

Gemüsegarten mit Mangold

Gemüsegarten mit Mangold

Gemüsekästen

Kleinformat: Kultur von Gemüse in Balkonkästen

Selbstversorgergärten

Für die Vollversorgung einer Person mit Gemüse aus dem eigenen Garten ist eine Fläche von 30 Quadratmetern nötig. Auf dieser Fläche kann so viel Gemüse geerntet werden, wie ein durchschnittlicher Deutscher in einem Jahr isst. Darin eingeschlossen ist, neben dem Saisongemüse für den Frischverzehr, auch das gesamte Gemüse, das sonst in Form von Konserven oder Tiefkühlware außerhalb der eigentlichen Erntezeiten verbraucht wird.

Neben einem ausreichend großen Garten benötigt ein Selbstversorger darum auch ausreichend Lagermöglichkeiten in Gefrierschränken oder reichlich Platz für Einmachgläser. Außerdem muss genügend Zeit für die Pflege des Gartens vorhanden sein. Der Zeitaufwand für die Ernte, die Bodenvorbereitung im Herbst und Frühjahr, Unkrautbekämpfung und Düngung beträgt für einen Nutzgarten etwa 15 bis 30 Minuten pro Quadratmeter im Jahr.

Ertrag und Bedarf

Nicht das gesamte Gemüse kann nach der Ernte sofort verzehrt werden. Ein Teil des Gemüses muss immer weiterverarbeitet und gelagert werden. Die folgenden zwei Beispiele verdeutlichen das.

Buschbohnen, Wachsbohnen

Beispiel 1: Buschbohnen

Von einer fünf Meter langen Saatreihe mit Buschbohnen können im Juli und August sechs bis sieben Kilogramm grüne Bohnen geerntet werden. Durchschnittlich werden in Deutschland im Jahr 1,8 bis 1,9 Kilogramm Bohnen pro Person verzehrt. Die Buschbohnen liefern innerhalb von etwa sechs bis acht Wochen genug grüne Bohnen, um den Jahresbedarf von drei Personen zu decken. Blanchiert und portionsweise eingefroren, halten sich die Bohnen aber problemlos bis zur nächsten Ernte.

Verkostung von Fleischtomaten durch die GartenFlora (6)

 

Beispiel 2: Tomaten

Die Tomate ist das Lieblingsgemüse der Deutschen. Fast 25 Kilogramm essen wir jedes Jahr. Davon werden aber nur etwa fünf Kilogramm frisch gegessen und etwa 20 Kilogramm kommen als Bestandteil von Ketchup oder als Saucen zu Nudeln, Pizza, Lasagne und anderen Gerichten auf den Tisch.

Je nach Tomatensorte und Kulturbedingungen trägt eine Tomatenpflanze zwischen zwei und vier Kilogramm Früchte. Für Salate, als Brotbelag und zum Naschen eignen sich vor allem Cherry-, Cocktail- und Salattomaten. Zum Einkochen oder Trocknen sind Fleischtomaten und San-Marzano-Tomaten besser geeignet.

Wer im Sommer nicht seinen Jahresvorrat an Nudelsoßen einkochen möchte, benötigt darum deutlich weniger Pflanzen und andere Sorten als jemand, der eine Vollversorgung anstrebt. Zum Naschen reichen ein bis zwei Cherry- oder Cocktailtomaten im Kübel oder in der Ampel am Balkon. Für eine Vollversorgung sind zusätzlich sechs bis sieben Pflanzen pro Person notwendig.

Wie viele Pflanzen werden benötigt?

Auf Grundlage des statistischen Pro-Kopf-Verbrauchs an Gemüse in Deutschland haben wir hier für Sie einmal den Pflanzenbedarf für eine Person zusammengestellt. Diese Werte sind nur eine grobe Richtschnur, weil die Statistik auch das Gemüse für Konserven (zum Beispiel Sauerkraut, Tomatenmark), für Fast Food (zum Beispiel Krautsalat auf dem Döner) und auch für Fertigprodukte (zum Beispiel Brühe, Kartoffelchips) enthält.

ArtDurchschnittlicher jährlicher VerzehrZahl der Pflanzen oder Flächenbedarf
Blumenkohl1,3 kg2 – 3 Pflanzen
Bohnen1,9 kgca. 1,5 m Saatreihe
Brokkoli0,6 kg1 – 2 Pflanzen
Erbsen1,1 kgca. 1 m²
Grünkohl1,0 kg2 – 3 Pflanzen
Gurken6,8 kg6 – 8 Pflanzen
Kartoffeln50 kg16 m²
Kohlrabi1,0 kg1 m²
Kopfsalat und Eissalat2,7 kg7 – 10 Pflanzen
Möhren, Karotten6,6 kgca. 6 m Saatreihe
Porree1,2 kg6 Pflanzen
Radieschen, Rettich0,25 kg2 – 3 m²
Rosenkohl0,6 kg1 – 2 Pflanzen
Rote Bete1,0 kgca. 1 m Saatreihe
Sellerie0,9 kg0,3 m²
Spinat1,3 kg1 m²
Tomaten24,6 kg6 – 9 Pflanzen
Weiß- und Rotkohl5,4 kg4 – 5 Pflanzen
Wirsing- und Chinakohl1,4 kg1 m²
Zwiebeln7,6 kgca. 3 m²

Anbau in Sätzen

Säen Sie Ihr Gemüse immer in mehreren Sätzen aus. Das hat den Vorteil, dass nicht die gesamte Ernte eines Gemüses auf einmal gegessen oder verarbeitet werden muss. Wählen Sie dabei immer Sorten, die für den entsprechenden Kulturzeitraum geeignet sind.

Im Frühjahr sind schnell wachsende und schnell reifende Sorten ideal, die wenig empfindlich auf Kälte reagieren. Im Sommer werden schoßfeste Sorten benötigt, die auch bei Hitze und Trockenheit einen sicheren Ertrag liefern. Für eine Herbstaussaat eigen sich Sorten, die relativ schnell wachsen und Kälte vertragen.

Durch den satzweisen Anbau wird das Risiko von Ernteausfällen verringert. Spätfröste, Schädlingsbefall, Trockenheit oder andere ungünstige Umstände können den Sämlingen stark zusetzen und ihre Entwicklung behindern. Zum Beispiel kann ein Kältereiz bei den Jungpflanzen von Kohlrabi oder Chinakohl eine sofortige Blütenbildung auslösen, ohne dass eine Knolle oder ein Kopf gebildet wird. Kopfsalat und Feldsalat keimen nicht, wenn es in der Woche nach der Aussaat zu heiß ist.

Tipp

Wird in Sätzen mit einem Abstand von zwei bis drei Wochen gesät und gepflanzt, ist immer nur ein Teil der Pflanzen von solchen Problemen betroffen und es gibt keinen Totalausfall bei der Ernte.

Die richtigen Sorten wählen

Die verschiedenen Sorten einer Gemüseart unterschieden sich in ihren Eigenschaften. Die Aussaatzeiten von Möhren, Radieschen und Salat können bei den einzelnen Sorten unterschiedlich sein. Achten Sie darum bitte immer auf die Aussaatzeiten, die auf den Portionspackungen angegeben sind. Es gibt frühe und späte Sorten, die sich auch in ihrer Lagerbarkeit unterscheiden.

Kopfsalat schießt im Beet

Kopfsalat

Rote Beete im Beet

Rote Beete

Weißkohl im Beet

Weißkohl

Steckzwiebeln

Steckzwiebeln

Bei Möhren können Sie zum Beispiel im Frühjahr mit der Fingermöhre 'Adalaide' beginnen. Sie ist schon sehr früh erntereif und hat ein weites Erntefenster. Die Sorte kann von Februar bis Juli ausgesät werden und ist dann im Juli bis Oktober erntereif. Sie eignet sich aber nicht gut für die Lagerung. Als Wintervorrat werden Lagermöhren wie 'Rote Riesen' oder 'Lange rote stumpfe ohne Herz' benötigt. Diese Sorten haben eine sehr lange Kulturzeit. Sie werden im März/April ausgesät und können ab September geerntet und eingelagert werden. An einem frostfreien Platz, eingeschlagen in einer Kiste mit feuchtem Sand, halten sich diese Lagermöhren bis ins Frühjahr.

Bei Porree gibt es Sommersorten, die bereits ab August geerntet werden können. Sie werden im Januar oder Februar ausgesät und im März/April gepflanzt. Porree, der zur Erntezeit noch nicht verbraucht wird, kann geputzt, in Ringe geschnitten und portionsweise eingefroren werden. Winterharte Sorten werden erst im Mai oder Juni ausgesät, im Juni/Juli gepflanzt und können von Oktober bis in den April des Folgejahres geerntet werden. Da sie frosthart sind, können sie den ganzen Winter über auf dem Beet stehen. Sie brauchen also keinen Platz im Gefrierschrank. Außerdem kommen Sie so spät auf die Beete, dass vorher Salate, Radieschen, Möhren, Kohlrabi, Mangold oder Puffbohnen auf der Fläche herangezogen und abgeerntet werden können.

Tipp

Es ist sinnvoll Sorten für den Frischverzehr mit Sorten zu ergänzen, die sich einfrieren oder einkochen lassen.

Ohne Nachhaltigkeit geht es nicht

Im Hausgarten haben wir nur begrenzt Platz zur Verfügung und können die Anbauflächen nicht beliebig wechseln. Darum ist es hier besonders wichtig, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Mischkulturen, Fruchtwechsel und Fruchtfolgen helfen, Nachbauprobleme zu vermeiden und die Zahl an Schädlingen und Krankheitserregern möglichst klein zu halten. Regelmäßiges Einarbeiten von Kompost und Mist und der Einsatz von Pflanzenjauchen, Kalk und Gesteinsmehlen geben dem Boden entzogene Nährstoffe zurück und verbessern die Bodenstruktur. Gründüngung und Mulch schützen die Erde vor Verschlämmung und Erosion.

Durch die Förderung von Nützlingen, eine gute Kulturführung und ausgewogenen Nährstoffversorgung der Pflanzen können Sie die Beete im Garten Jahr für Jahr nutzen, ohne die Bodenqualität zu mindern. Alle drei bis fünf Jahre sollten Sie eine Bodenprobe analysieren lassen. Ein ungünstiger pH-Wert oder ein Mangel an Nährstoffen behindert das Wachstum der Pflanzen. Das Ergebnis einer Bodenanalyse beinhaltet auch immer eine Düngeempfehlung. So wissen Sie dann genau, ob Sie kalken oder einen Mikronährstoff düngen müssen.

Kulturplanung

Wenn Sie möglichst viel Gemüse im eigenen Garten anbauen wollen, müssen Sie den Anbau sorgfältig planen. Auf jedes Beet kommen immer eine Vor-, eine Haupt- und eine Nachkultur. Der Boden sollte möglichst immer von Pflanzen oder Mulch bedeckt sein. Das verhindert Auswaschung und Erosion und erhält die Bodenfruchtbarkeit. Der wiederholte Anbau einer Pflanzenart in zu kurzen Abständen muss vermieden werden, damit sich wirtsspezifische Schaderreger (Nematoden, Pilze) nicht zu stark vermehren können.

Wichtig ist daher die Planung von Fruchtfolgen im Verlauf mehrerer Jahre hintereinander auf einer Fläche und der Fruchtwechsel im Laufe eines Jahres auf einem Beet. Um eine Fruchtfolge einhalten zu können müssen Beete feste Abmessungen haben, die Jahr für Jahr gleich bleiben. Man kann bei der Anlage der Beete zwischen drei Varianten wählen:

  • Zweifelderwirtschaft mit Teilung in Stark- und Schwachzehrer
  • Rollplan
  • Mischkultur

Zweifelderwirtschaft mit Teilung in Stark- und Schwachzehrer

Diese Variante eignet sich für große Gärten, in denen eine Gemüsevollversorgung angestrebt wird. Zwei Felder werden angelegt und in Beete unterteilt. Auf dem einen Feld wird im Herbst mit Mist oder frischem Kompost gedüngt. Hierher kommen die Starkzehrer (1. Tracht), die dem Boden viel Humus abverlangen. Auf dem anderen Feld pflanzt man die Schwachzehrer (2. Tracht).

Auf dem Feld mit den Starkzehrern stehen Kartoffeln, Chinakohl, Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Kopfsalat, Feldsalat, Spinat, Kürbisse, Gurken, Tomaten und Zucchini. Bei den Schwachzehrer stehen Schwarzwurzeln, Möhren, Rote Rüben, Pastinaken, Rettiche, Sellerie, Porree, Radieschen, Zwiebeln, Erbsen und Bohnen.

Erbsen und Bohnen kann man auch zu den Starkzehrern pflanzen. Sie sind Leguminosen, die Stickstoff aus der Luft sammeln und im Boden binden. Die eingearbeiteten Pflanzenreste dienen mit als zusätzlichen Dünger für die Folgekultur.

Tipp

Machen Sie sich jährlich einen Plan welche Kultur in welchem Beet eines Feldes steht, damit in der Fruchtfolge des Beetes keine Kultur nach zu kurzer Zeit wieder an dieselbe Stelle kommt.

Im Folgejahr wird das andere Feld mit Mist gedüngt und Starkzehrer und Schwachzehrer wechseln die Position. Starkzehrer stehen immer auf dem Feld mit dem frischem Mist oder Kompost. Die Schwachzehrer gedeihen dort besser im Folgejahr.

Achtung

Die Mistgabe ersetzt nicht die Düngung mit Mineraldüngern! Die Kulturen müssen gemäß ihren Ansprüchen und dem Nährstoffgehalten des Bodens zusätzlich versorgt werden. Vor allem Kalium, Magnesium und Kalzium müssen regelmäßig nachgedüngt werden.

Rollplan

Bei einem Rollplan werden Felder gleicher Größe angelegt. Auf ihnen werden in den Folgejahren die Kulturen weitergerückt. Sind im Rollplan auch Erdbeeren eingeplant, sind es acht Felder. Ohne die Erdbeeren sind es nur sechs.

Bepflanzung der Beete I bis VIII im Rollplan im ersten Jahr

BeetBepflanzung
I2-jährige Erdbeeren
II1-jährige Erdbeeren
IIIKartoffeln
IVWurzel- und Knollengemüse
VKohlgemüse
VIFruchtgemüse
VIIHülsenfrüchte
VIIIZwiebelgemüse

Bepflanzung der Beete I bis VIII im Rollplan im zweiten Jahr

BeetBepflanzung
IZwiebelgemüse
II2-jährige Erdbeeren
III1-jährige Erdbeeren
IVKartoffeln
VWurzel- und Knollengemüse
VIKohlgemüse
VIIFruchtgemüse
VIIIHülsenfrüchte
Salate und Spinat sind in der Vor- bzw. Nachkultur zu den Hauptfrüchten anzubauen. Als Nachkultur beim Fruchtgemüse kann Kohlgemüse verwendet werden, das über Winter auf der Fläche bleibt. Grünkohl, Rosenkohl oder auch Futterkohl sind dann im Folgejahr bereits als Vorkultur auf dem Beet für Kohlgemüse. Werden sie auf dem Kohlgemüsebeet überwintert, sind sie Vorkultur für das Wurzelgemüse im Folgejahr. Im Herbst können als Nachkultur aber auch Feldsalat oder Winterportulak für die Überwinterung ausgesät werden.

Folgt man dem Rollplan, kommen die empfindlichen Gemüsearten (zum Beispiel Tomaten und Kohl) nur jeweils alle acht Jahre wieder auf ein Feld. Dadurch können sich keine arttypischen Schaderreger ansammeln. Der Nachteil ist, dass positive Effekte durch die Nachbarschaft mit anderen Gemüsearten nicht genutzt werden können, da Mischkulturen beispielsweise zwischen Zwiebeln und Möhren in dem System nicht möglich sind. Ein weiteres Problem ist, dass der Flächenbedarf für die einzelnen Gemüse nicht gleich groß ist. Beispielsweise braucht man für eine Person nur etwa drei Quadratmeter Zwiebelanbaufläche. Um den Bedarf an Kartoffeln voll zu decken, werden pro Person hingegen 16 Quadratmeter Anbaufläche benötigt.

Mischkultur

Bei der Mischkultur werden verschiedene Pflanzen in Reihen nebeneinander gepflanzt, damit sie sich gegenseitig positiv beeinflussen. So sind zum Beispiel Möhren und Zwiebeln in gegenseitiger Nachbarschaft weniger anfällig für den Befall mit Möhren- bzw. Zwiebelfliegen. Man kann auch in der Reihe die Pflanzen mischen. Ein Wechsel zwischen Kopfsalat oder Romanasalat mit Kohlrabi ist zum Beispiel möglich. Salat kann auch in den Lücken zwischen Gurkenpflanzen, Tomaten oder Bohnen wachsen. Sellerie- und Blumenkohlpflanzen können ebenfalls abwechselnd in einer Reihe stehen oder zwischen Tomatenpflanzen Reihen mit Karotten ausgesät werden.

Mischkultur im Beet

Mischkultur im Beet…

Mischkultur im Hochbeet

… im Hochbeet…

Mischkultur in einer Schubkarre

… oder ganz woanders.

Aber auch in der Mischkultur dürfen Tomaten, Gurken und Kohl frühestens wieder nach vier Jahren am selben Platz stehen. Dazu teilen Sie die Fläche am besten in vier Beete mit folgender Bepflanzung ein:

  • Beet I: Starkzehrer
  • Beet II: Mittelzehrer
  • Beet III: Schwachzehrer
  • Beet IV: Gründüngung

Im Folgejahr wandern die Kulturen eine Fläche weiter. Wo die Starkzehrer waren folgen die Mittelzehrer und so weiter. Die Gründungsfläche wird umgebrochen und mit abgelagertem Stallmist oder Kompost gedüngt, bevor hier im folgenden Frühjahr die Starkzehrer angepflanzt werden.

Fazit: Ertrag steigern und sichern durch Planung

Durch die Planung des Anbaus kann der Ertrag von einem Gemüse und der Gesamtertrag pro Quadratmeter Nutzbeet gesteigert werden. Durch richtige Fruchtwechsel und bodenschonende Bewirtschaftung wird die Bodenfruchtbarkeit dauerhaft erhalten. Gezielter Einsatz von Dünger, der auf die Bedürfnisse von Pflanzen abgestimmt ist, und der Einsatz von Gesteinsmehlen und Pflanzenjauchen steigern die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Krankheiten.

Eine Vollversorgung mit selbstgeerntetem Gemüse ist nur möglich, wenn ausreichend Fläche zur Verfügung steht und die Ernte für den Vorrat eingekocht oder eingefroren werden kann.

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