Golovinomyces cichoracearum ist ein Echter Mehltaupilz mit großem Wirtskreis

Echter Mehltau an Kürbis

Echter Mehltau an Kürbis

Echter Mehltau an Salbei

Echter Mehltau an Salbei

Golovinomyces orontii an Kosmen

Golovinomyces orontii an Kosmen

Dahlienmehltau

Dahlienmehltau

Dieser Pilz verursacht Echter Mehltau an über 200 verschiedenen Pflanzenarten. Darunter sind Gurke, Kürbis, Zucchini, Zichorie, Endivien und Schwarzwurzeln sowie Löwenmäulchen, Dahlien, Chrysanthemen, Rittersporn, Phlox, Kamille, Ringelblume, Schafgarbe und Salbei. Er ist auch unter dem Synonym Erysiphe cichoracearum bekannt.

Die Ausbreitung des Pilzes

Besonders günstig für eine Vermehrung sind wechselnde Witterungsverhältnisse. Bei Trockenheit werden die Pilzsporen gut vom Wind verbreitet. Für die Keimung ist aber eine Luftfeuchtigkeit von 80 % günstig. Bereits ab 15 °C keimen die Sporen und dringen in die Blätter der Wirtspflanzen ein. Dazu benötigt der Pilz weder einen Wasserfilm noch Verletzungen an den Blättern.

Es bilden sich auf den Blättern puderige, mehlartige Beläge aus Konidien und Mycel. Später ist auch ein Pilzbelag auf der Unterseite sichtbar. Im Herbst bilden sich dunkelbraune bis schwarze Cleistothecien mit Dauersporen.

Vorbeugen durch richtige Kulturführung

Die Infektion wird durch zu lange Blattnässe (dichter Stand oder hohe Luftfeuchtigkeit), wechselnde Temperaturen und einseitige, stickstoffbetonte Düngung gefördert.

Bei der Kultur im Gewächshaus ist auf eine gute Belüftung zu achten. Pflanzabstände müssen eingehalten werden, um das Abtrocknen der Pflanzen zu erleichtern. Keine Überkopfbewässerung. Bei der Düngung Volldünger mit Spurennährstoffen, Magnesium, Kalium und Calcium verwenden.

Befallene Pflanzen behandeln

An Salbei tritt der Pilz vor allem in oder nach der Überwinterung auf. Im Frühjahr ab April findet man oft den typischen weißen Belag auf den Blättern. Er kommt sowohl bei im Haus überwinterten Kübelpflanzen vor als auch im Freiland. Entfernt man regelmäßig die befallenen Blätter, ist meist keine weitere Bekämpfung nötig.

Dahlien sind vor allem dann gefährdet, wenn sie sehr dicht stehen. Dann können besonders die unteren Blätter nicht gut abtrocknen und können von Echtem Mehltau befallen werden. Das Entfernen der befallenen Blätter ist hier die erste Maßnahme. Wenn möglich sollten die Bestände etwas ausgelichtet werden. Eine Spritzung mit Ackerschachtelhalmbrühe oder Rainfarnauszug stärkt die Pflanzen.

An Gurken findet man ihn im Sommer im Freiland. Bei geringem Befall können die betroffenen Blätter entfernt werden. Spritzungen mit Netzschwefel, Rainfarnauszug oder Ackerschachtelhalmbrühe, können eine Ausbreitung verhindern. Bei regelmäßiger Anwendung der Maßnahmen können die befallenen Pflanzen bis zur Ernte erhalten bleiben. Im Gewächshaus tritt an Gurke vor allem Sphaerotheca fuliginea auf. Dieser Echte Mehltau vermehrt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schneller als Golovinomyces cichoracearum und verdrängt ihn.

An Kürbissen ist der Befall meist unproblematisch. Die Pflanzen wachsen in der Regel so schnell, dass es durch den Pilz kaum merkliche Wuchsprobleme gibt. Eine Bekämpfung ist aber sinnvoll, um eine Ausbreitung auf andere Kulturen zu verhindern.

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