Falscher Mehltau an Erbse – Peronospora vicia f. sp. pisi

Falscher Mehltau an Erbsenblättern

Falscher Mehltau an Erbsenblättern

Infizierte Hülsen bilden keine Körner.

Infizierte Hülsen bilden manchmal gar keine Körner.

Myzel in der Hülse

Myzel in der Hülse

Der Pilz, der den Falschen Mehltau an Erbsen verursacht, ist weltweit verbreitet. Er befällt Erbsensämlinge und verursacht bei älteren Pflanzen lokale Schäden an Blättern und Hülsen.

Schadbild

Werden bereits die jungen Sämlinge vom Falschen Mehltau befallen, werden sie schwer geschädigt und können absterben. Die Infektion erfolgt bereits während der Keimung über die Wurzel durch Dauersporen (Oosporen) aus dem Boden. Die Pflanzen weisen einen gestauchten Wuchs und auf den Blättern und Stängeln ist ein gräulicher Pilzbelag (Konidien) auf. In den Pflanzen wächst ein Pilzgeflecht, das durch die Leitgefäße bis in die Hülsen gelangen kann. An den Hülsen zeigen sich dann eingesunkene, bräunlich violette Läsionen und es bilden sich teilweise gar keine Körner.

Später kann die Pflanze durch Konidien aus der Luft über das Blatt oder an den Hülsen infiziert werden. Befallenen Blätter sind heller als gesunde und haben gelbliche Flecken, die später braun werden. Auf der Unterseite kann ein schmutziggrauer Pilzrasen zu finden sein. An den Hülsen zeigen sich gelbliche Flecken, die in Nekrosen übergehen. In den Hülsen ist ein weißes Pilzmyzel sichtbar. Manchmal wächst auch außen auf den Hülsen ein Pilzrasen. Die Körner aus infizierten Hülsen sind klein, hart, bitter und keimen schlecht.

Vorbeugung und Bekämpfung

Die Dauersporen des Pilzes bleiben bis zu 15 Jahre lang im Boden keimfähig. Um eine übermäßige Vermehrung der Sporen zu vermeiden, müssen befallenen Pflanzen sofort entfernt werden. Erbsen sollten in der Fruchtfolge erst nach etwa vier Jahren wieder auf die gleiche Fläche kommen. Anbaupausen von mindestens sechs Jahren sind sinnvoll, wenn an einer Stelle ein starker Befall mit Falschem Mehltau aufgetreten ist.

Die Konidien werden mit dem Wind verbreitet. Sie können als Bestandteil des Aeroplankton in wenigen Tagen bis zu 1000 km weit verdriftet werden. Sie keimen auf den Pflanzen, wenn die Blätter mindestens 3 bis 4 Stunden lang nass sind. Die Bestände dürfen darum nicht zu dicht sein, damit sie gut abtrocknen können. Beim Wässern sollten die Blätter daher möglichst nicht benetzt werden.

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