Pseudoperonospora cubensis – Falscher Mehltau an Gurkengewächsen

Der falsche Mehltaupilz Pseudoperonospora cubensis befällt Gurken, Zucchini, Kürbisse und Melonen. Die infizierten Pflanzen werden schwer geschädigt und können absterben. Es kann zu einem totalen Ernteausfall kommen.

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Entwicklungszyklus und Infektion

Dieser Falsche Mehltau bildet Sporangien mit Zoosporen. Besonders produktiv ist der Pilz bei wiederholter nächtlicher Taubildung auf den Blättern und Temperaturen zwischen 15 und 20 °C.

Die Sporangien werden abgeschnürt und mit dem Wind verbreitet. Landet das Sporangium auf einem Blatt, keimt es und lässt die enthaltenen Zoosporen frei. Für eine erfolgreiche Infektion muss das Blatt mindestens vier Stunden lang von einem Wasserfilm bedeckt sein. Die begeißelten Zoosporen schwimmen aktiv zu einer Spaltöffnung und dringen dort in das Blatt ein. An der infizierten Stelle entstehen gelbe bis braune Flecken auf der Blattoberseite, die durch die Blattadern begrenzt werden. Ein gelblicher Saum grenzt die Befallsstelle vom gesunden Gewebe ab.

Später wachsen aus den Spaltöffnungen an der Blattunterseite Sporangienträger, die als bräunlicher bis violetter Pilzbelag sichtbar sind. Das Blatt beginnt, vom Rand her abzusterben. Zum Schluss hängt das welke Blatt am grünen Blattstiel herunter. Je nach Zeitpunkt der Infektion und stärke des Befalls tragen die Pflanzen weniger Früchte oder bilden gar keine. Das Absterben der gesamten Pflanze ist möglich.

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Blattnässe vermeiden

Da der Pilz für eine erfolgreiche Infektion einen Wasserfilm auf den Blättern benötigt, muss immer für ein rasches Abtrocknen der Pflanzen gesorgt werden. Die Pflanzen dürfen nicht zu dicht stehen. Beim Wässern die Blätter nicht benetzen. Im Gewächshaus verhindert gezieltes Lüften nächtliche Taubildung.

Regelmäßige Anwendung von Pflanzenstärkungsmitteln fördert die Widerstandskraft der Pflanzen. Zur gezielten Bekämpfung gibt es chemische Präparate, die auch für die Verwendung im Hausgarten zugelassen sind. Bitte informieren Sie sich dazu im Fachhandel.

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