Ein gefürchteter Pilz – Grauschimmel

Grauschimmel an Dahlie

Grauschimmel an Dahlie

Grauer Sporenrasen ist typisch für Botrytis

Grauer Sporenrasen ist typisch für Botrytis

Botrytisbefall an Paprika mit Sonnenbrand

Botrytisbefall an Paprika mit Sonnenbrand

Beginnender Befall mit Grauschimmel an einem Kürbisblatt

Beginnender Befall mit Grauschimmel an einem Kürbisblatt

Grauschimmelbefall an geplatzter Tomate

Grauschimmelbefall an geplatzter Tomate

Der Grauschimmel (Botrytis cinerea) ist ein Pilz, der vor allem geschwächte Pflanzen und beschädigte Pflanzenteile befällt. Die Sporen sind überall im Boden und werden durch Wind verbreitet.

Schwächeparasit an vielen Wirten

Der Pilz kommt überall vor. Der Grauschimmelpilz ist aber nicht in der Lage gesundes Pflanzengewebe zu befallen. Oft sind verwelkte Blüten oder Beschädigungen an den Blättern die Eintrittspforten. Es werden aber auch weichhäutige Früchte befallen.

Probleme bereitet Grauschimmel immer dann, wenn die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist und die Pflanzen durch ungünstige Kulturbedingungen anfällig sind. Die Anfälligkeit der Pflanzen erhöht sich zum Beispiel durch eine Überdüngung mit Stickstoff oder Lichtmangel. Abgeknickte Blätter, verwelkte Triebe oder Blüten oder Beschädigungen des Gewebes (z. B. durch Sonnenbrand an den Früchten) machen es möglich, dass der Pilz die Pflanze befällt. Von dort aus breitet sich das Pilzgeflecht dann in der Pflanze aus. Das Gewebe stirbt ab und es bildet sich ein grauer Rasen aus Sporen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit in dichten Pflanzenbeständen und in geschlossenen Gewächshäusern breitet Grauschimmel sich sehr schnell aus und kann ganze Pflanzenbestände vernichten.

Zu den Wirtspflanzen gehören mehr als 230 verschiedene Pflanzenarten. Darunter sind Gurke, Kürbisse, Paprika, Bohne, Tomate, Wein, Erdbeeren, Salat, Geranie, Rose und Dahlien.

Vorbeugung gegen Infektionen

Da die Grauschimmelsporen überall vorkommen, kann man die Pflanzen nicht vor einem Kontakt mit dem Pilz schützen. An gesunden Pflanzen richtet er aber keine Schäden an. Um Infektionen zu vermeiden, müssen ausreichend große Pflanzabstände eingehalten werden. Dann können die Pflanzen gut abtrocknen und die Sporen keimen nicht so leicht. Gewächshäuser und Folientunnel müssen immer gut gelüftet werden, um zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden. Beim Gießen sollten die Blätter nicht nass gemacht werden. Lässt sich das nicht vermeiden (z. B. bei Erdbeeren) wird morgens gewässert, damit die Blätter und Früchte im Verlauf des Tages abtrocknen können.

Welke Pflanzenteile und verblühte Blüten an Zierpflanzen müssen sofort entfernt werden. Stress durch Trockenheit, Hitze oder Kälte, Nährstoffmangel oder Überdüngung sind so weit wie möglich zu vermeiden. Schachtelhalm- oder Brennnesselbrühen wirken als Pflanzenstärkungsmittel und erhöhen die Widerstandskraft.

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