Sclerotinia-Welke

Die Sclerotinia-Welke ist eine Krankheit die durch den Pilz Sclerotinia sclerotiorum hervorgerufen wird. Er befällt viele Gemüsekulturen. Darunter sind Gurken, Tomaten, Bohnen, Sellerie, Paprika, Salat, Möhren und Raps.

Sclerotinia sclerotiorum an Gurke Sclerotinia-Welke

Sclerotinia sclerotiorum an einer Gurke

Symptome

Bei einem Befall bildet sich gelbliche oder weißliche Stellen, während sich im Inneren der Stängel und Früchte ein weißer, watteartiger Pilzrasen entwickelt. Das betroffene Gewebe stirbt ab und die Pflanzenteile oberhalb davon welken. In dem Pilzrasen bilden sich schwarze, harte Dauersporen. Sie können bis zu 8 Jahre im Boden überdauern. Aus ihnen keimt bei günstigen Bedingungen (7 – 11 °C, 30 % Bodenfeuchte) ein kleiner, ockerbrauner Becherpilz am Boden. Dieser Pilzfruchtkörper entlässt bis zu 30 Millionen Sporen (Ascosporen), die vom Wind auf Pflanzen geweht werden und sie über die Blütenblätter, Wunden oder die Blattachseln infizieren.

Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit sind dabei von Vorteil für den Pilz. Die Sporen keimen bei einer Luftfeuchtigkeit von 84 – 92 % und Temperaturen zwischen 8 und 27 °C. Das Mycel aus den Dauersporen kann die Pflanzen aber auch aus dem Boden heraus über die Wurzeln direkt infizieren. Von der Infektion bis zu den ersten sichtbaren Symptomen vergehen zwischen 3 und 14 Tage.

Vorbeugung und Bekämpfung

Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich. Befallene Pflanzen müssen entfernt und vernichtet werden. Diese sollten nicht kompostiert werden! Dauersporen dürfen nicht in den Boden gelangen, weil es sonst zu einer neuen Infektion kommen kann. Der Pilz infiziert Pflanzen mit zugeflogenen Sporen nur dann, wenn die Blätter lange genug nass sind bzw. bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit. Darum ist mit einer Infektion über Sporen auch überwiegend im Gewächshaus zu rechnen. Regelmäßiges Lüften ist wichtig, um die Luftfeuchtigkeit unter 83% zu halten.

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