Mehlkrankheit oder Weißfäule an Zwiebeln und Knoblauch

Der Bodenpilz Stromatinia cepivorum (Syn. Sclerotium cepivorum) befällt Allium-Arten und verursacht Fäulnis an den Zwiebeln. Die Dauersporen bleiben 8 bis 10 Jahre im Boden lebensfähig.

Krankheitsbild

Bei einem Befall sterben bei Saatzwiebeln, Porree und Schnittlauch die Sämlinge ab. An Steckzwiebeln und Knoblauch vergilben die Blätter von der Spitze her. Die Wurzeln verfaulen, sodass die Pflanzen leicht aus dem Boden gezogen werden können. Von der Wurzelscheibe her wuchert ein weißer, watteartiger Pilzbelag an der Zwiebel hoch. In dem Pilzbelag bilden sich 0,5 mm große, schwarze, kugelige Fruchtkörper (Sklerotien) mit Dauersporen. Die Zwiebeln werden matschig und sterben ab.

Entwicklung des Pilzes

Die Krankheit tritt vor allem auf sehr feuchten, staunassen und sauren Böden vor. Die Dauersporen des Pilzes ruhen bis zu 10 Jahre. Die Wurzelausscheidungen von Zwiebelgewächsen lassen sie keimen. Sie bilden dann im Boden ein Pilzgeflecht, das nahestehende Wirtspflanzen befällt. An den betroffenen Stellen sterben die Zwiebeln nestweise ab. An den befallenen Zwiebeln bilden sich daraufhin neue Dauersporen.

Befallene, absterben Pflanzen sollten sofort mitsamt der umgebenden Erde entfernt und über den Hausmüll entsorgt werden. Sind die Zwiebeln noch fest, können sie noch verwendet werden. Sie sind aber nicht lagerfähig, da sie zum Faulen neigen. Die Putzabfälle dürfen nicht kompostiert werden, da die Sporen mit dem Kompost im Garten verteilt werden würden. Die Sklerotien werden durch den Wind verbreitet.

Wirtspflanzen und Bekämpfung

Der Pilz befällt Zwiebeln, Schalotten, Lauchzwiebeln, Porree, Knoblauch und Schnittlauch, so wie einige Liliengewächse. Die weiße Küchenzwiebel ist besonders anfällig. Auf betroffenen Flächen können 8 bis 10 Jahre lang keine Zwiebelgewächse angebaut werden.

Durch das Einarbeiten von Pflanzenresten aus der Gründüngung mit Raps oder Senf in den Boden wird die Zahl der Dauersporen reduziert und der Befall an den Zwiebeln verringert sich. Eine Mittel für die chemische Bekämpfung gibt es nicht.

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