Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus)

Der Gefurchte Dickmaulrüssler ist ein weit verbreiteter Schädling. Die Larven und die Käfer schädigen Pflanzen so stark, dass sie absterben können.

Käfer und Larve

Der Käfer ist nur 7 bis 10 mm groß, schwarz, wenig glänzend und hat tiefe Längsfurchen mit gelblichen Haarflecken auf den Flügeldecken. Er ist flugunfähig. Tagsüber verstecken sich die Tiere in Mauerritzen oder unter Falllaub. In der Dämmerung und nachts klettern sie an den Pflanzen nach oben und fressen an den Blättern. Dabei verursachen sie einen typischen Buchtenfraß an den Blatträndern.

Die Käfer vermehren sich parthenogenetisch, das heißt sie produzieren Nachkommen aus unbefruchteten Eiern ohne sich zu paaren. Die Weibchen legen im Mai und Juni mehrere hundert kugelige, Eier mit einem Durchmesser von 0,7 mm in der Nähe von Futterpflanzen ab. Sie sind erst weiß, färben sich dann aber bräunlich. Nach 2 bis 3 Wochen schlüpfen die Larven und befallen Wurzeln, Knollen und Rhizome. Sie sind cremefarben bis bräunlich, haben einen braunen Kopf und sind 8 bis 10 mm lang. Sie fressen bis ins Frühjahr an den Wurzeln. Dann verpuppen sie sich in ovalen, unterirdischen Kammern. Die Puppen sind weiß und bis 10 m lang. Ab Mai kommen die erwachsenen Käfer aus dem Boden.

Buchtenfrass Gefurchten Dickmaulrüssler

Buchtenfraß durch Gefurchten Dickmaulrüssler

Schäden an den Wirtspflanzen

Der Käfer frisst an Blättern. Das ist bei Zierpflanzen zunächst eine optische Beeinträchtigung. Vor allem an Immergrünen wie Rhododendron oder Kirschlorbeer sind die Schäden sehr auffällig, weil die beschädigten Blätter lange erhalten bleiben. Der Verlust der Blattfläche schränkt aber auch die Photosynthese ein. Schlimmer sind aber die Schäden durch die Larven. Sie zerstören die Wurzeln und bohren sich in Knollen und Rhizome. Dadurch werden die Pflanzen geschwächt, welken und sterben ab. Topfpflanzen können ihr gesamtes Wurzelwerk verlieren und aus dem Gefäß kippen.

Es werden sehr viele verschiedene Pflanzen befallen. Darunter sind Aster, Begonie, Pantoffelblume, Pfingstrose, Bergenie, Fleißiges Lieschen, Phlox, Flammendes Käthchen, Geranie, Astilbe, Primel, Heidekraut, Eibe, Efeu, Hortensie, Kamelie, Maiglöckchen, Alpenveilchen, Buchsbaum, Kirschlorbeer, Rhododendron, Ahorn, Feuerdorn, Pfaffenhütchen, Erdbeere, Kirsche und Pfirsich. Bei starkem Befall können ganze Bestände vernichtet werden.

Bekämpfung

Die Larven können bei Bodentemperaturen ab 12 °C leicht mit parasitierenden Nematoden bekämpft werden. Diese sind als Nützlinge erhältlich und werden in Wasser eingerührt und an den betroffenen Stellen ausgebracht. Diese Älchen befallen nur Insektenlarven wie die der Dickmaulrüssler und der Maulwurfsgrille. Es handelt sich um Heterorhabtitis bacteriophora, Steinernema carposcapsae oder Steinernema kraussei. Sie dringen in die Larven ein, vermehren sich in ihnen und töten sie ab.

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