Minierfliegen - Liriomyza sp.

Schaden durch Minierfliegen an Akelei

Schaden durch Minierfliegen an Akelei

Die Blätter von verschiedenen Pflanzen können von Minierfliegen der Gattung Liriomyxa befallen werden. Die Fliegen sind etwa 1 bis 2 mm groß, schwarz oder gelblich braun mit gelbem Rückenschild. Weibchen stechen die Blätter an und fressen an ihnen oder legen Eier hinein. Die Larve schlüpft und frisst sich durch das Blatt. Am Ende ihrer Entwicklung verlässt sie das Blatt und verpuppt sich im Boden. Es treten meist zwei Generationen im Jahr auf. Der spätere Befall ist oft schlimmer.

Symptome

In den Blättern sind unregelmäßig gewundene Mienen. Kleine schmutziggraue Larven sind darin zu sehen. Einzelne Larven sind nicht schlimm. Bei stärkerem Befall können aber vor allem Jungpflanzen stark geschädigt werden und sogar absterben. Das angefressene Laub ist anfälliger für Windbruch und Krankheitserreger.

Betroffenen Pflanzenarten

Es gibt drei bedeutende Arten von Liriomyza in Mitteleuropa:

  • Liriomyza huidobrensis frisst unter anderem an Rote Bete, Spinat, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, Tomate, Kohl, Paprika, Aubergine, Gurke, Puffbohne, Erbse, Zwiebel, Knoblauch, Sellerie, Hanf, Astern, Nelken, Chrysanthemen, Dahlien, Zinnien, Kapuzinerkresse, Veilchen, Primeln auch an Unkräutern.
  • Liriomyza trifolii kommt auf mehr als 120 Pflanzenarten aus 25 Pflanzenfamilien vor. Besonders häufig findet man sie an Korbblütlern. Zu den gefährdeten Kulturpflanzen Zwiebel, Lauch, Bohnen, Sellerie, Paprika, Melone, Lauch, Gurken, Salat , Kartoffeln, Tomaten, Gerbera und Chrysanthemen.
  • Liriomyza bryoniae ist bei uns vor allem in Gewächshäusern zu finden. Hauptnahrungspflanzen sind Korbblütler, Kreuzblütler, Kürbisgewächse und Nachtschattengewächse. Sie schädigen an Kohl, Gurke, Salat, Zucchini, Tomate und anderen Pflanzen.
Liriomyza sp. Zwiebelblatt

Liriomyza sp. an einem Zwiebelblatt

Bekämpfung

  • Netze mit sehr feiner Maschenweite schützen die Kulturen vor einem Befall und wehren auch andere Schadinsekten ab.
  • Tritt ein Befall auf, sollten die befallenen Blätter entfernt werden um zu verhindern, dass die Larven sich verpuppen und eine neue Generation schlüpft. Die Fliegen werden von gelben Leimtafeln angezogen.
  • Die Schlupfwespe Dacnusa sibirica ist ein natürlicher Feind der Minierfliegen. Sie ist auch bei niedrigen Temperaturen aktiv und kann darum im Frühjahr und Herbst die Larven attackieren. Sie legt ihre Eier in die Larven ab.
  • Diglyphus isaea saugt die Minierfliegenlarven aus. Sowohl die erwachsen Tiere, als auch die Larven greifen die Maden an. Diese Schlupfwespe mag es warm und ist nur im Sommer wirksam einsetzbar.
  • Durch die Beseitigung von Unkräutern, die als Wirtspflanzen dienen könnten, wird der Befallsdruck gemindert.

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