Narzissenzwiebelfliege

Narzissenfliegen legen ihre Eier an den Zwiebeln von Narzissen und verwandten Zwiebelpflanzen ab. Die schlüpfenden Larven fressen sich in die Zwiebel und ernähren sich im Inneren von den Blüten- und Blattanlagen.

Verschiedene Arten

Narzissenfliegen gehören zur Familie der Schwebfliegen. Die meisten ihrer Verwandten sind Nützlinge, die Blattläuse fressen.

Die Große Narzissenfliege (Merodon equestris) ähnelt einer Wildbiene oder einer kleinen Hummel und ist etwa 11 bis 14 mm groß. Ihre Maden sind etwa 2 cm lang, bräunlich oder schmutzig weiß und sitzen einzeln in den Zwiebeln. Sie fressen an Narzissen, Kaphyazinthen, Schneeglöckchen, Iris, Lilien, Knotenblumen, Porzellanblümchen und Tulpen.

Als Kleine Narzissenfliegen sind mehrere Arten bekannt. Bei uns kommen Eumerus funeralis (Syn. E. tuberculatus) und Eumerus strigatus vor. Eumerus narcissi stammt aus Nordamerika und wurde in Mitteleuropa noch nicht nachgewiesen. Es soll zudem Vorkommen in der Türkei geben. Die Eumerus-Arten sind typische schwarze Fliegen. Ihre Maden sind nur etwa 0,7 bis 1 cm lang und weiß bis gelblich grau. Sie befallen Narzissen, Hyazinthen, Lilien, Iris, Kaphyazinthen, Gladiolen, Schneeglöckchen, Scilla und Sprekelia, aber auch Küchenzwiebeln und Knoblauch.

Made einer Narzissenzwiebelfliege in Zwiebel von Hippeastrum

Made einer Narzissenzwiebelfliege in Zwiebel von Hippeastrum

Die Weibchen legen ihre Eier zwischen den Zwiebelschuppen am Hals der Zwiebeln oder nahe am Zwiebelboden ab. Die schlüpfenden Larven bohren sich von unten in die Zwiebel und fressen im Inneren. Sie bleiben bis April in der faulenden Zwiebel. Dann verpuppen sie sich. Im Mai ist ihre Entwicklung abgeschlossen, die erwachsenen Fliegen paaren sich und legen neue Eier.

Befallenen Zwiebeln erkennen und behandeln

Die Zwiebel wird von innen gefressen und fault dadurch. Die Spitze wird oft weich und kann bräunlich verfärbt sein. Die Zwiebeln treiben nicht aus oder der Austrieb stockt, die Blätter vergilben und sterben ab.
Wenn der Befall erst im Frühjahr bemerkt wird, ist die Zwiebel bereits zerstört. In der verfaulten Zwiebelhülle können viele Maden sein.

Entdeckt man den Befall im Sommer, kann man die Zwiebeln ausgraben und gegen den Befall behandeln. Durch eine Warmwasserbehandlung bei 44 °C über 2 Stunden sterben die Larven ab. Die behandelten Zwiebeln lässt man trocknen und setzt sie im Herbst wieder ein.

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