Wollläuse als Schädlinge an Zierpflanzen

Pseudococcus longispinus Larve Australischer Marienkäfer

Pseudococcus longispinus und Larve des Australischen Marienkäfers

Die Wollläuse oder Schmierläuse (Familie Pseudococcidae) sind nahe Verwandte der Schildläuse. Sie bedecken ihren Körper mit Wachsflocken um sich zu schützen. Sie produzieren Unmengen an Honigtau, der die Pflanzen und ihre Umgebung verklebt. Die meisten Arten sind subtropisch oder tropisch und kommen bei uns nur in Gewächshäusern, Wintergärten und an Zimmerpflanzen vor.

Weit verbreitete Schädlinge

Wollläuse saugen an den Blättern und Stängeln verschiedener Pflanzen. Durch das Saugen werden die Pflanzen geschwächt. Es kommt zu Verkrüppelungen und die Wollläuse selbst ihr Honigtau und die darauf siedelnden Schwärzepilze machen die Pflanzen unansehnlich. Betroffen sind alle Arten von Zimmerpflanzen vom Kaktus über die Orchidee bis hin zur Palme.

Die Arten sind schwer zu unterschieden. Sehr häufig handelt es sich im Gewächshaus aber um die Zitrus-Schmierlaus (Planococcus citri). Sie wird 3 bis 4 mm lang. Eine andere Art, Pseudococcus affinis, wird rund 4 mm lang und hat am Hinterende auffällig lange Körperfortsätze. Diese Art findet man sehr oft an Zimmerpflanzen im Haus. Pseudococcus longispinus wird nur etwa 2,5 mm lang und hat ebenfalls lange Fortsätze. Sie ist häufig im Zimmer an Kakteen, Lilien und Orchideen zu finden. Im Freiland kommt bei uns nur eine Art an Forsythien, Wachholder, Goldregen und einigen anderen Gehölzen vor.

Meistens sitzen die Wolläuse an geschützten Stellen in den Blattachseln. Ihre Eier legen die Läuse in Gruppen auf den Blättern ab und bedecken sie mit einem Eisack aus weißen Wachsflocken.

Kolonie von Pseudococcus affinis

Kolonie von Pseudococcus affinis

Bekämpfung

Bei einem Befall werden die Pflanzen mit handwarmem Wasser abgespült. Dadurch wird die Zahl der Tiere reduziert und der Honigtau beseitigt. Eine Bekämpfung ist mit systemischen Insektiziden möglich. Das Gift wird von den Pflanzen aufgenommen und gelangt beim Saugen in die Läuse. Aufgesprühte Kontaktgifte dringen nicht durch den wasserabweisenden Wachsmantel. Der Australische Marienkäfer (Cryptolaemus sp.) und verschiedene Schlupfwespen werden als Nützlinge zur Bekämpfung von Wollläusen angeboten.

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