Kressesamen von Kiepenkerl

Kresse ist ein würzig-scharfes Küchenkraut, dass in keinem gut sortierten Kräutergarten fehlen sollte. Streng genommen handelt es sich bei Kresse um eine Pflanzengattung, die verschiedene Arten zusammenfasst. Die bekanntesten und am meisten angebauten Arten sind die Gartenkresse (Lepidium sativum) und die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus). Etwas weniger bekannt, im Anbau aber ebenso lohnend, ist die vitaminreiche Brunnenkresse (Nasturtium officinale). Von Kiepenkerl stehen für jede der drei Arten keimstarke und robuste Kressesamen zur Verfügung, die wuchsfreudige Pflanzen hervorbringen.

Gartenkresse, Kapuzinerkresse, Brunnenkresse – vielfältige Kresse anpflanzen

Gartenkresse, Kapuzinerkresse und Brunnenkresse werden zwar in der Küche ähnlich verwendet, unterscheiden sich aber in ihrem Aussehen deutlich. Optisch besonders hervorstechend ist die Kapuzinerkresse mit ihren leuchtend orange, rot oder goldgelb gefärbten Blüten, die neben den Blättern ebenfalls essbar sind. Nicht selten wird die Kapuzinerkresse deshalb auch als Zierpflanze angebaut, etwa um Zäune, Mauern oder andere Sichtschutze aufzuwerten. Seit Jahrzehnten wird Kapuzinerkresse als Heilpflanze eingesetzt. Es wird z.B. vermutet, dass diese bei Infekten der Atemwege und der Harnwege eingesetzt werden kann. Kapuzinerkresse hält in Kombination mit Tomaten Pilze fern. Auch Schädlinge wie Blattläuse, die weiße Fliege und Ameisen werden abgewehrt.

Die traubigen Blütenstände der Garten- und Brunnenkresse sind im Vergleich zu den Blüten der Kapuzinerkresse unscheinbarer. Deutlich unterscheiden sie sich die beiden aber in der Blattform. Während es bei der Gartenkresse klein- und großblättrige Sorten und solche mit einfachen und krausen Blättern gibt, stechen die kleinen, unpaarig gefiederten Blätter der Brunnenkresse in sattem Grasgrün hervor. Häufig wird Gartenkresse als typische Beetpflanze angebaut, lässt sich aber auch in Gefäßen problemlos ziehen. Ein echter Hingucker sind Gartenkresseigel. Die Brunnenkresse fühlt sich dagegen an nassen und schattigen Standorten am wohlsten. Am Rand von Gartenteichen oder am Fuß einer Kräuterspirale sieht man sie immer wieder wachsen.

Beliebte Kressesamen von Kiepenkerl

Ob Gartenkresse, Kapuzinerkresse oder Brunnenkresse: Von Kiepenkerl gibt es für jede Art erstklassige Kressesamen für den Eigenanbau. Drei charakteristische Sorten stellen wir an dieser Stelle aus unserem umfangreichen Sortiment vor.

Krause Gartenkresse

Wie der Name verrät, bringt die krause Gartenkresse an ihren hellen Stängeln einfach gefiederte, krause Blätter hervor. Die Pflanzen wachsen schnell und sind als Treib- und Freilandsorte hervorragend geeignet. Frisch geerntet können die vitaminreichen Blätter insbesondere zum Verfeinern von Salaten und Soßen, zum Garnieren oder als Brotbelag zusammen mit Quark verwendet werden. Der Anbau ist einfach und komplikationslos, da die krause Gartenkresse keine gehobenen Ansprüche an Standort und Pflege stellt.
Aussaat Schale, Januar bis Dezember
Gefäßkultur ja
Winterhart nein
Ernte Blätter und Stängel
Verwendung Frischverzehr, Küche
Lebensdauer einjährig
Inhalt reicht für: ca. 2,5 m²
Bio-Saatgut: nein

 

Kapuzinerkresse 'Tip Top Scarlet'

Diese Kapuzinerkresse besticht durch ihre vielen feuerroten Blüten, die über dem Laub einen äußerst dekorativen Blütenteppich bilden. Es handelt sich um eine niedrig wachsende und nur wenig rankende Sorte. Sowohl für Beete und Einfassungen als auch für Kübel und Balkonkästen ist die Kapuzinerkresse 'Tip Top Scarlet' bestens geeignet. Sie wächst schnell, auch überhängend, ohne dabei viel Pflege zu beanspruchen. Von Juli bis Oktober versprühen die nostalgisch anmutenden Blüten einen süß-aromatischen Duft. Doch nicht nur optisch überzeugt diese Kapuzinerkresse, sondern Biogärtner schätzen auch ihre nützlichen Eigenschaften. Dazu zählen, dass die Pflanzen Schädlinge wie Raupen und Läuse von anderen Nutzpflanzen fernhalten und größere Freiflächen durch die Aussaat von Kapuzinerkressesamen schnell und preiswert frei von Unkraut gehalten werden können.
Aussaat Fensterbank/Freiland, April bis Juni
Gefäßkultur ja
Winterhart nein
Ernte Blätter, Blüten, geschlossene Knospen, unreife Samen
Verwendung Frischverzehr, Kosmetik, Haushalt, Heilmittel
Lebensdauer einjährig
Inhalt reicht für: ca. 20 Pflanzen
Bio-Saatgut: nein

 

Brunnenkresse

Brunnenkresse ist ein sehr vitaminreiches Kraut mit grasgrünen, eher fleischigen Blättern, die gern für Salate, Kräutersoßen oder Quarkspeisen verwendet werden. Die Brunnenkresse benötigt einen nassen und schattigen Standort zum Gedeihen. Deshalb sollten die Brunnenkressesamen immer in wasserdichten Schalen ausgesät und die aufkommenden Jungpflanzen entweder in größere Kästen, die am besten 1 cm über der Erde mit Wasser aufgefüllt sind, oder an feuchte Stellen im Freiland pikiert werden. Die Haupterntezeit der Brunnenkresse ist von Ende Juni bis Oktober, hauptsächlich vor Beginn der Blüte. Geerntet werden die Pflanzenspitzen, die auf eine Länge von 6 bis 8 cm abgeschnitten werden.

Aussaat Schale, Mai bis Juli
Gefäßkultur nein
Winterhart nein
Ernte Spitzen der Pflanzen in einer Länge von 6 bis 8 cm bis zum Beginn der Blüte
Verwendung Frischverzehr, Kochen
Lebensdauer einjährig
Inhalt reicht für: 0,5 m²
Bio-Saatgut: nein

 

Alle Kressesamen von Kiepenkerl auf einen Blick

Von Kiepenkerl gibt es eine große Auswahl an hochwertige Kressesamen für den eigenen Kräuteranbau. Hier können Sie einen Blick auf unser Produktsortiment werfen:

Häufige Fragen rund den Anbau von Kresse

Welcher Standort ist für Kresse geeignet?

Welcher Standort für den Anbau von Kresse geeignet ist, hängt von der gewählten Kresseart ab:

  • Gartenkresse fühlt sich in sonnigen bis halbschattigen Lagen wohl, gedeiht aber auch selbst im Schatten auf mageren Böden. Wichtig ist, dass Gartenkresse nicht mehrere Jahre hintereinander auf demselben Beet angebaut wird. Jährliche Standortwechsel sind daher angeraten.
  • Kapuzinerkresse bevorzugt sonnige Standorte mit nicht nährstoffreichen und trockenem Boden. Tatsächlich verhält es sich bei dieser Kresseart so, dass je magerer der Boden ist, desto mehr Blüten von den Pflanzen gebildet werden.
  • Brunnenkresse braucht im Gegensatz zur Garten- und Kapuzinerkresse einen nassen, schattigen Standort. Zum Gedeihen ist unbedingt klares und sauberes Wasser nötig. Deshalb ist Brunnenkresse in der freien Natur häufig in Karstgebieten mit vielen Quellen anzutreffen.
Wann kann Kresse ausgesät werden?

Auch die Aussaatzeiträume unterscheiden sich bei Kresse von Art zu Art. Gartenkresse kann bereits ab Anfang März im Reihenabstand von 15 cm direkt ins Freiland ausgesät werden. Soll Kapuzinerkresse direkt ins Freiland aussäen werden, ist dies von Ende Mai bis Ende Juni möglich. Alternativ können die Samen für Kapuzinerkresse auch im März auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogen werden. Ende Mai können die Jungpflanzen im Abstand von 30 cm in den Garten gesetzt werden. Die Aussaat von Brunnenkresse erfolgt von Ende Mai bis Anfang Juli in wasserdichten Schalen. Sobald die Pflanzen etwa 5 cm groß sind, werden sie auf einen Abstand von 15 cm pikiert.

Was ist bei der Aussaat von Kresse zu beachten?

Bei der Aussaat von Kressesamen ist nicht nur der Zeitraum, sondern auch die Aussaattiefe zu beachten. Gartenkressesamen dürfen nicht mit Erde bedeckt werden, da es sich bei Gartenkresse um einen Lichtkeimer handelt. Die Samen für Kapuzinerkresse müssen hingegen leicht mit Erde bedeckt werden, im Mittel etwa 0,5 bis 1 cm. Bei Brunnenkresse genügt es wiederum, die Kressesamen nur leicht anzudrücken. Ob Garten-, Kapuziner- oder Brunnenkresse: Nach der Aussaat sollten die Samen ausreichend feucht gehalten werden, um einen optimalen Keimprozess zu gewährleisten.

Wann kann Kresse geerntet werden?

Wer Kresse zur Verwendung in der Küche anbauen möchte, sollte zur Gartenkresse greifen. Die Kulturdauer ist mit 12 bis 15 Tagen extrem kurz, sodass schnell geerntet werden kann. Wird regelmäßig ausgesät und in den Wintermonaten Gartenkresse auf der Fensterbank gezogen, ist sogar eine ganzjährige Ernte möglich.

Etwas länger dauert es, bis Kapuzinerkresse geerntet werden kann, insbesondere die essbaren Blüten. Wurden die Samen Ende Mai ins Freiland gesät bzw. die vorgezogenen Jungpflanzen Ende Mai in den Garten gesetzt, blühen sie ab Ende Juni bis zum Frost. Die Ernte von Brunnenkresse erfolgt hingegen erst im September. Dann können die 6 bis 8 cm langen Triebe von den Pflanzen abgeschnitten werden, übrigens über den gesamten Winter hinweg, da Brunnenkresse winterhart ist.

Hat Kresse eine heilsame Wirkung?

Kresse ist mehr bekannt für ihr würzig-scharfes Aroma, als dass ihr eine heilsame Wirkung nachgesagt wird. Eine Ausnahme stellt allerdings die Kapuzinerkresse dar. Es wird vermutet, dass diese eine antibiotische und blutreinigende Wirkung haben soll. Bei Bronchitis, Grippe, Erkältungen und Infektionen der Harnwege wird sie deshalb gerne eingesetzt. Doch Vorsicht: Bei übermäßigem Verzehr kann es zu Magen-Darm-Reizungen kommen.

Erfahren Sie mehr!

Alle wichtigen Tipps für den Kapuzinerkresseanbau haben wir in unserer Kulturanleitung für Kapuzinerkresse zusammengefasst, damit auch Ihre Anzucht und Ernte zum Erfolg wird.

Zur Kulturanleitung für Kapuzinerkresse

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