Gründüngung - für Boden und Nützlinge

Die ersten Beete sind bereits abgeerntet, Frühkartoffeln, Möhren, Erbsen, Salat, Spinat, Zwiebeln & Co. können frisch verarbeitet oder verschiedentlich konserviert werden. Ein guter Zeitpunkt, um jetzt an den Gartenboden und - wie immer - auch an die Nützlinge zu denken und eine Gründüngung auf frei gewordene Beete auszubringen.

Grüner Dünger?!

Der Begriff Gründüngung taucht in Verbindung mit dem Gärtnern immer wieder auf. Es handelt sich dabei um Pflanzen, die zum einen den Boden durch ihre weit in das Erdreich reichenden Wurzeln tief lockern, wie z. B. Phacelia, zum anderen Unkraut unterdrücken, den Boden durchlüften und artenabhängig auch mit Stickstoff anreichern. Sie verbessern also ganz allgemein den Boden und dienen mit ihrer Zellmasse außerdem als Nahrung für Regenwürmer, Bakterien und andere Bodenlebewesen.

Wenn Sie Ihrem Boden etwas Gutes tun wollen, dann sind Gründüngungspflanzen genau die richtige Wahl. Phacelia, Gelbsenf & Co. können aber noch viel mehr: Sie sind nämlich sehr gute Bienenweiden und bieten Nützlingen eine wichtige Nektar- und Pollenquelle.

Phacelia, Gelbsenf, Klee & Co

Am bekanntesten unter den Gründüngungspflanzen ist wohl Phacelia, der Bienenfreund, und beinahe unschlagbar in vielerlei Hinsicht. Bienen und andere nützliche Insekten lieben Phacelia, die sich nach der Aussaat schnell in ein reichblühendes artblaues
Blütenmeer verwandelt und ganz nebenbei mit ihrer weit ins Erdreich ragenden Wurzel den Boden lockert.

Die Ausbringung ist denkbar einfach und noch bis in den August hinein möglich - Phacelia ist wirklich eine „Turbopflanze“, was das Wachstum angeht. Die Einjährige ist zudem fruchtfolgeneutral, das heißt, sie kann überall ausgesät werden, ohne der Nachfolgefrucht zu schaden. Bei den ersten Frösten stirbt die Pflanze ab, bedeckt den Boden bis zum nächsten Frühjahr und kann dann eingearbeitet werden - zur Freude von Kleinstlebewesen und zur Verbesserung des Humusgehaltes.

Phacelia - der Bienenfreund© M. Schuppich - stock.adobe.com
Hummel genießt den Klee© Pfote im Fokus - stock.adobe.com

Intensiver Honigduft

Interessant ist auch der ebenfalls nicht winterharte Perserklee oder Persischer Klee (Trifolium resupinatum). Die Blüten duften intensiv nach Honig - verständlich, dass Bienen und andere Insekten so sehr drauf „fliegen“. Die Wurzeln des Persischen Klees lockern den Boden bis in tiefere Zonen auf. Sie gehen, wie viele andere Leguminosen, eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien ein und reichern dadurch auch den Boden auf ganz natürliche Weise mit Stickstoff an. Eine tolle Vorfrucht also für nachfolgende Gemüsearten. Auch der Perserklee kann noch bis August ausgesät werden und fühlt sich auch an einem halbschattigen Platz wohl.

Gründünger für Nützlinge

Alternativ können Sie im Garten auch Gelbsenf (Sinapis alba) aussäen. Seine Eigenschaften: schnellwüchsig - aussäen können Sie bis September - und tiefwurzelnd, bestens geeignet für schwere bis mittelschwere Böden. Gelbsenf wird nicht nur von Bienen geliebt, er ist außerdem eine Wirtspflanze für Falter wie Aurora- und Resedafalter.

Was die Fruchtfolge angeht, müssen Sie auf Folgendes achten: Senf gehört zu den Kreuzblütlern, die unbedingt Anbaupausen benötigen. Nach Kohl, Brokkoli & Co. sollten Sie also kein Gelbsenf als Gründüngungspflanze wählen.

Und dann gibt es noch blaue, weiße und gelbe Dünge-Lupinen, Ölrettich und Buchweizen, die allesamt nicht winterhart sind. Und wenn Sie auf keine dieser wunderbaren Pflanzen verzichten wollen, können Sie es einfach mit einem Gemisch versuchen: Das sieht toll aus!

Gründüngung über den Winter

Sollen Gemüse wie Erbsen, Tomaten, Paprika und Mais im Garten wachsen, dann benötigen diese Platz, damit sie gut gedeihen. Den Boden zwischen den Pflanzen können Sie mit Weißklee (Trifolium repens) einsäen, eine niedrig wachsende, mehrjährige Kleeart, die mit ihrer starken Wurzelmasse den Boden gut durchlüftet und während der Blütezeit sehr gut von Bienen und anderen Nützlingen besucht wird. Für die Bestäubung des Gemüses ist dann auch gleich gesorgt.

Gelbsenf als Nahrungsquelle für Nützlinge© pisotckii - stock.adobe.com

Gründüngung

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