Kaffeesatz als Dünger

Kann man den Kaffeesatz als Dünger verwenden?

Über die Hälfte der Deutschen trinken mehrmals täglich Kaffee, da fällt dementsprechend auch eine Menge Kaffeesatz an. In den meisten Fällen landet er samt Filter in der Bio-Tonne. Aber kann man den Kaffeesatz nicht auch für etwas Sinnvolleres nutzen? Na klar!

Kaffeesatz als Gemüsedünger

Wir haben für Sie die Kaffeereste im Labor auf den Stickstoff-, Phosphor- und Kalium-Gehalt untersuchen lassen und sind erstaunt, wie viele Nährstoffe im "schwarzen Gold" noch vorhanden sind. Das Prüfergebnis nach der Probenahme lautet:

Stickstoff: 1%
Phosphor: 0,06%
Kalium: 0,13%

Jetzt ist klar: der Kaffeesatz gehört zukünftig nicht mehr in die Biotonne sondern ins Beet! Der stickstoffbetonte Dünger eignet sich für alle Gemüsekulturen und die meisten Zierpflanzen. Aufgrund der organischen Substanz hat er im Vergleich zu mineralischen Düngern eine langanhaltende Wirkung und wirkt dennoch schneller als die meisten organischen Dünger, da die Mineralisation durch die feinkrümlige Struktur schneller stattfinden kann. ​

Kaffeesatz als Dünger

Um sich die oben genannten Prozentwerte besser vorstellen zu können, vergleichen wir den Kaffeesatz mit Hornspänen, die in keinem Gemüsegarten fehlen sollten. Hornspäne besitzen durchschnittlich einen Stickstoffgehalt von ca. 11% und wirken durch die grobe Struktur erst in ein paar Wochen, dafür aber bis ins nächste Jahr hinein. Durch den höheren Stickstoffgehalt sind Hornspäne im Vergleich zum Kaffeesatz deutlich ergiebiger, in der Regel aber auch teurer und kein typisches Abfallprodukt. Den Kaffeesatz ist ein kostenloser Reststoff, den man nun auch als Dünger verwenden kann.

Kaffeesatz richtig anwenden

Trotz der tollen Laborergebnisse möchten wir die Düngewirkung aber auch noch in der Praxis sehen.

So haben wir im Mai junge Salatpflanzen im Beet gesetzt und zuvor auf zwei Parzellen den Kaffeesatz ausgebracht. Auf die erste Parzelle wurde die volle Menge von 1kg/m² ausgebracht. Das entspricht dem Stickstoffbedarf einer Salatpflanze. Auf der zweiten Parzelle wurde nur die Hälfte, also 500g/m² verteilt. Damit es zur Mineralisation kommt, wurde der Kaffeesatz gleichmäßig verteilt und in den Boden gut eingearbeitet, damit die Mikroorganismen so richtig durchstarten können.

Da der Kaffeesatz eine sehr feine und dichte Struktur aufweist, sollte man sehr großzügig mit dem Einarbeiten in den Boden sein, da ansonsten der Kaffeesatz durch den Sauerstoffmangel anfangen könnte zu schimmeln.

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