Kräuter im Hochbeet

Der Trend zu eigenen Kräutern und Gemüsen auf kleinstem Raum wird immer größer und ich selbst möchte auf keinen Fall mehr auf meine Kräuter vom Balkon und aus dem Garten verzichten.

Ab Februar lohnt es sich, Gedanken über ein Hochbeet zu machen. Mittlerweile sind diese in vielen Gärten nicht mehr wegzudenken und auf Terrasse und Balkon geradezu ein Zugewinn. Denn der Anbau und Verzehr von eigenen Kräutern, Salat und Gemüse macht nicht nur viel Spaß, sondern ist ein enormer Mehrwert an Frische, Qualität und Lebensfreude!

Was sind die Vorteile der Kräuterwelt?

Für uns Menschen schmecken sie nicht nur gut, sondern haben auch einen großen Einfluss auf unseren Organismus bzw. Ernährung. Wenn ich die Küchen- und Gartenkräuter unter die Lupe nehme, so hat jedes Kraut eine heilende Kraft. Vieles davon ist schon wissenschaftlich nachgewiesen, manches nicht, hilft aber doch.

Ein alter Spruch unterlegt das: „Gegen alles ist ein Kraut gewachsen!“

Kräuter am Balkongeländer - Stock.adobe.com - © Karl-Heinz H

Warum solle ein Hochbeet gewählt werden?

In den Ballungsgebieten sind Kleingärten und Gärten Mangelware und der Balkon mittlerweile bei vielen der Minigarten Ersatz geworden.

Neueinsteiger sollten zunächst mit einem kleinen Hochbeet beginnen und durch „Learning by Doing“ die ersten Erfahrungen machen. Kräuter fühlen sich in Hochbeeten sehr wohl, können viel besser gepflegt und geerntet werden und überwintern dort sehr gut.

Empfindlichere Pflanzen kann man gut an die Hauswand stellen und wer die Möglichkeit hat, im Wintergarten unterbringen. Bei mehreren kleinen Hochbeeten kann man die Pflanzgemeinschaften viel besser regulieren und sich kleine Themenbeete pflanzen. Bevor man mit dem Pflanzen beginnt, sollte man sich noch einige Grundvoraussetzungen für eine gute Ernte schaffen:

Kräuter und Salat im Hochbeet - stock.adobe.com © Scheer Sieglinde
Der Standort:

Die meisten Kräuter und Gemüsesorten lieben einen sonnigen bis halbschattigen Platz.

Die Befüllung:

Eine Entwässerung muss gewährleistet sein. Man sollte für eine gute Drainage (bei Dauerregen) und Wasserspeicher (bei sehr sonnigem Wetter) sorgen. Beides erfüllt eine ca. 3 cm dicke Blähtonschicht. Die Erdbefüllung richtet sich nach dem, was gepflanzt werden soll und sollte von sehr guter Qualität sein. Im Handel gibt es Spezialerden verschiedenster Art, hier sollte man sich gut beraten lassen. Achten Sie beim Kauf von Erden immer auf die ökologischen und biologischen Werte.

Die Pflanzgemeinschaft:

Einige Pflanzen mögen sich nicht! Es gibt gute Partner und schlechte Partner, daher sollte man wissen was mit wem zusammenpasst.

Platz und Anordnung:

Die Jungpflanzen oder auch Aussaat verleiten zum „zuviel pflanzen“. Weniger ist mehr. Die Pflanzen also so anordnen, dass sie auch in Originalgröße noch Platz haben. Mit etwas Geschick kann man die Lücken evtl. mit einzelnen insektenfreundlichen Blumen füllen.

Weniger ist oft mehr

Richtiges Gießen:

Eine geregelte Gießregel gibt es nicht. Auf manchen Pflegeschildchen gibt es den Hinweis „Reichlich gießen“, was häufig missverstanden wird. Worauf wirklich Verlass ist:

„Nicht zu wenig, nicht zu viel Wasser, sondern nach Bedarf und Gefühl(t).“

Der Wasserbedarf ändert sich häufig, daher ist tiefes Erdfühlen unbedingt wichtig! Oft ist die oberste Schicht trocken und verleitet zum Gießen, obwohl die Wurzeln im Wasser stehen. Der häufigste Pflegefehler ist zu viel Wasser!!

Düngung:

Kräuter brauchen sehr wenig Dünger. Sie sind sehr genügsam. Frisch gepflanzt brauchen sie erst im Sommer oder nach mehrmaligem Ernten eine kleine Nachdüngung. Überwinterte Kräuter brauchen nach dem Rückschnitt im Frühjahr etwas Dünger als Starthilfe.

Wenn alle Voraussetzungen stimmen, kann es endlich mit dem Bepflanzen losgehen.

Die krause Petersilie bspw. nenne ich die „Zicke“ der Kräuter. Sie tut sich immer wieder schwer, dauerhaft zu bleiben. Sie ist einfach anfälliger bei Staunässe, Trockenheit, unregelmäßigem Ernten und Standort. Sie braucht einen sonnigen bis halbschattigen Platz, lockeren, sandigen und zunächst nährstoffarmen Boden (z. B. Anzuchterde) und steht lieber allein. Mit einer glatten Petersiele in einem Gefäß gepflanzt ist es noch akzeptabel!

Bei einem schattigen Standort ist es müßig, überhaupt Kräuter zu pflanzen. Nur ein paar Ausnahmen gibt es dort, wie zum Beispiel: Waldmeister, Walderdbeere, Minze, Zitronenmelisse, Brunnenkresse, Bärlauch.

Was aber passt zusammen?

Hier ein paar Beispiele zu Themen - Hochbeeten die gut miteinander auskommen!!

Das Toskana-Hochbeet Rosmarin, Salbei, Thymian, Lavendel, Oregano
   
Das Limonaden-Hochbeet Zitronenverbene, Zitronenmelisse, Colakraut, Limonadenpflanze
   
Das Salat-Buffet Salatkräuter wie Rucola, Wasabirucola, Sauerampfer, Blutampfer und wenn noch Platz ist, Wildsalat oder 2-4 versch. Pflanzen an Pflücksalat
   
Das Lauch-Hochbeet Bärlauch, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Brunnenkresse, 1-2 Knoblauchzehen
   
Die Tomaten-Bar 2 Buschtomaten versch. Sorten, 3 Basilikum in Sorten
   
Meine Hausapotheke Spitzwegerich, Beinwell, Johanniskraut, Kraut der Unsterblichkeit, Zistrose
   
Der Gesundbrunnen Wildsalat, Okinawa Spinat, Pflücksalat, Rucola, Sauerampfer Basilikum, (Smoothies)
   
Das Schattenkabinett Waldmeister, Walderdbeere, Zitronenmelisse, Brunnenkresse, Bärlauch

Und viele andere Kombinationen sind möglich.

Die Minzepflanzen lassen sich leider nicht als Begleitpflanze kombinieren oder miteinander pflanzen. In der Kombination verdrängen sie alle anderen Kräuter. Miteinander gepflanzt „Tuscheln Sie miteinander!“. Die Minzesorte mit dem stärksten Aroma und Wuchskraft überwuchert alle und das Aroma schmeckt bei allen Pflanzen gleich. Nach einem Jahr ist kaum noch die Sortenvielfalt im Hochbeet zu erkennen.

Wer viele Kräuter auf dem Balkon oder Terrasse hat, hat automatisch eine Bienenweide erstellt, denn die meisten Kräuter sind Lippenblütler und ziehen viele Bienen und andere Nützlinge an. So tragen die Kräuterliebhaber
automatisch einen großen Beitrag zur Insektenförderung bei. Ich nenne es auch eine Win-Win Situation, da es für den Menschen, Tiere und der Natur Nutzen bringt.

Kräuter zur Insektenförderung

Kiepenkerl Kräutersamen

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