Kiepenkerl Blumenzwiebeln in voller Blüte

Verarbeitung, Lagerung und Konservierung von Erntegut

Wenn die Ernte ins Haus steht, gibt es immer viel zu tun, denn Obst, Gemüse und Kräuter, die nicht gleich verzehrt werden, müssen auf die eine oder andere Art haltbar gemacht werden, um nicht zu verderben. Vom Lagern im kühlen Keller über das Einfrieren und Trocknen bieten sich dafür verschiedene Methoden an.

Meistens gibt es mehrere Möglichkeiten, um Obst und Gemüse haltbar zu machen. Wichtig ist aber immer, egal für welche Art der Konservierung man sich entscheidet:

Kühl und dunkel lagern

Die Inhaltsstoffe, das Aroma und der Geschmack dürfen nicht darunter leiden. Wer so oft wie möglich Gemüse und Obst frisch verzehren möchte, braucht einen kühlen, am besten dunklen Keller. In Kisten nebeneinander-, aber nicht übereinandergelegt, lassen sich zum Beispiel Äpfel, Birnen und Sellerie bei Temperaturen zwischen 4 und 10 °C aufbewahren. Am besten aber Obst und Gemüse getrennt voneinander lagern. Vor allem Äpfel scheiden Ethylen aus, einen Stoff, der die Reifung beschleunigt und andere Früchte schnell „alt aussehen lässt“. Rote Bete und Möhren können auch in den Keller kommen, allerdings werden sie in Sand eingeschlagen, der immer etwas feucht sein muss. So bleibt das Gemüse frisch.

Einfrieren

Für viele Gemüsearten und Beerenobst eignet sich das Einfrieren. Es geht einfach, ist schonend und bewahrt viele gesunde Inhaltsstoffe. Nur Blattsalate, Gurken und Tomaten machen schnell „schlapp“, wenn es ihnen zu kalt wird. Vor

dem Einfrieren müssen Gemüse und Obst gewaschen, geschält und eventuell klein geschnitten werden. So vorbereitet kommt es drei Minuten in sprudelnd kochendes Wasser – das nennt man blanchieren. Nach kurzem „Abschrecken“ in kaltem Wasser wird das Gemüse portionsweise in flachen Päckchen eingefroren.

Saft oder Sirup

Aus einigen Obstarten wie Johannisbeeren und Holunder können Saft und Sirup gewonnen werden, entweder zum Mischen mit Wasser und Sekt oder für die Weiterverarbeitung zu Gelee.

Einkochen

Wieder sehr in Mode ist das Einkochen. Die Gartenfrüchte werden dazu in Gläser gefüllt und mit Essig oder Saft und verschiedenen Gewürzen übergossen und dann unter Hitzeeinwirkung sterilisiert. Sauberes Arbeiten und das schnelle Verschließen der Gläser verhindert, dass Bakterien, Hefen und Pilze das Eingemachte verderben. Das gilt natürlich auch beim Entsaften und Marmeladekochen.

Trocknen

Vor allem Kräuter lassen sich gut trocknen, aber auch Gemüse, wie Tomaten, und Obst, zum Beispiel Äpfel und Birnen. Damit die Inhaltsstoffe auch wirklich im Trockengut erhalten bleiben, ist die richtige, schonende Temperatur ausschlaggebend; für Kräuter liegt sie zwischen 35 und 40 °C. Die Trocknung kann beendet werden, wenn z. B. Blätter oder Blüten beim Anfassen rascheln. Am besten eignen sich Dörrapparate mit Temperaturregler, aber es geht auch im Backofen. Lassen Sie die Ofentür etwas auf, damit die entstehende Feuchtigkeit entweichen kann. Kräuter kann man außerdem bündelweise zusammenbinden und an einem

luftigen, trockenen und warmen Platz aufhängen. Nehmen Sie zum Trocknen nur gesunde Blätter, Blüten und Wurzeln, die natürlich nicht mit Spritzmitteln behandelt sein dürfen.

Fünf Faustregeln beim Gärtnern mit Kübeln

  1. So spät wie möglich rein und so früh wie möglich raus.
  2. Je dunkler das Überwinterungsquartier, desto kühler muss es sein.
  3. Immergrüne Pflanzen überwintern hell, laubabwerfende auch dunkler
  4. Gießen: Im Zweifelsfall lieber zu wenig als zu viel
  5. Geschnitten wird nach der Blüte
Elke Schwarzer

Es schreibt für Sie: Dipl.-Ing. agr. Christine Weidenweber

Ich bin auf einem großen landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen; der wunderbare Bauerngarten meiner Mutter wird noch immer bewirtschaftet. Mein eigener Garten ist nicht ganz so groß, aber genau richtig, um für mich und meine Familie Gemüse und Obst zu kultivieren und im Garten die Entspannung zu finden...

Christine Weidenweber im Autorenporträt

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