Kulturanleitung Paprika

Paprika sind wegen ihres enorm hohen Vitamin-C-Gehalts ein beliebtes Gemüse. Sie gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und mögen es während der Anbauzeit vor allem warm und sonnig. Wer Paprika selbst kultivieren möchte, muss eine Vorkultur einplanen, die Mitte Februar beginnen kann. Alle weiteren wichtigen Hinweise und Tipps für den erfolgreichen Anbau von Paprikapflanzen finden Sie in dieser Kulturanleitung für Paprika.

Paprika, Peperoni und Chili: Schärfegrad sorgt für unterschiedliche Namen

Verschiedene Paprikasorten bei einer

Verschiedene Paprikasorten stehen zum Probieren bereit.

Paprika sind Zuchtformen des Spanischen Pfeffers (Capsicum annuum). Ihre Früchte sind blockig, spitz oder länglich und im Geschmack süß bis mild-aromatisch. Peperoni sind Sorten mit länglichen und scharfen Früchten. Kleine scharfe bis sehr scharfe Früchte werden wiederum als Chili bezeichnet. Die meisten Chilisorten mit sehr scharfen Früchten stammen nicht vom Spanischen Pfeffer ab, sondern sind Selektionen vom Chinesischen Pfeffer (Capsicum chinense), vom Baumchili (Capsicum pubescens) oder vom Tabasco (Capsicum frutescens).

Peperoni und Chili sind wegen des enthaltenen Pflanzenstoffes Capsaicin so scharf. Capsaicin ist zwar geschmackslos, reizt aber die Wärmerezeptoren im Mund und löst einen Schmerzreiz aus. Das Aroma und die Schärfe sind von der Sorte, vom Angebot an Sonne und Wärme während des Wachstums- und Reifeprozesses sowie vom Reifegrad der Früchte abhängig. Dabei gilt: Je mehr Sonne und Wärme die Pflanzen erhalten haben und je reifer die Früchte sind, desto mehr Capsaicin konnten sie bilden und desto schärfer sind sie letztendlich. Dennoch sind nicht alle Früchte einer Pflanze gleich scharf – sogar nicht einmal alle Teile ein und derselben Frucht, denn an der Spitze sind die Früchte meist milder als um die Kerne herum. Das macht es schwer, einzelne Sorten bestimmten Schärfegraden eindeutig zuzuordnen.

Paprika im Eigenbau heranziehen: Tipps zu Aussaat, Pflege, Ernte und Lagerung

Paprikapflanzen sind sehr licht- und wärmebedürftig. Deshalb müssen sie bei uns zunächst vorgezogen werden. Die Pflanzen können auf über 3 m Höhe heranwachsen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsepflanzen sind die Früchte der Paprika innen hohl und enthalten keinen Saft.

Unsere Paprikasamen für Ihren Anbau

Kiepenkerl Paprikasamen 'Tribelli Mini Orange' F1

Snack-Paprika 'Tribelli Mini Orange', F1

Kiepenkerl Paprikasamen 'Shakira' F1

Peperoni 'Shakira', F1

Kiepenkerl Paprikasamen 'Sweetgreen' F1

Blockpaprika 'Sweetgreen', F1

Für den Eigenanbau sind von Kiepenkerl viele verschiedene Paprikasamen erhältlich. Ob blockförmige oder spitze Früchte, ob mild oder scharf im Geschmack: Das Kiepenkerl-Sortiment für Paprikasamen ist breit gefächert und bietet für jede Vorliebe passende Sorten!

Zur Produktseite für Paprikasamen

Paprikasamen als Vorkultur aussäen

Paprikasamen werden ab Mitte Februar als Vorkultur im Haus bei 22 bis 25 °C ausgesät. Bei dieser Temperatur, die möglichst wenig schwanken sollte, keimen die Samen im Schnitt innerhalb von 10 bis 14 Tagen. Nach der Keimung ist viel Licht für ein gesundes Wachstum nötig, sodass eventuell für eine Zusatzbeleuchtung gesorgt werden muss.

Sobald die Sämlinge zwei Blattpaare haben, werden sie vereinzelt und in Töpfe mit gedüngtem Kultursubstrat gesetzt. Die Wurzeln dürfen dabei nicht beschädigt werden, da sonst die Sämlinge absterben können. Sind die Pflanzen auf etwa 30 cm angewachsen, ist es Zeit, sie mit einem Stab zu stützen.

Jungpflanzen für die Zeit im Freien abhärten

Paprikapflanzen in Kübelkultur

Paprikapflanzen in Kübelkultur

Ab Mitte April können die Jungpflanzen tagsüber ins Freie, um sie abzuhärten. Die Lufttemperatur sollte aber mindestens 15 °C betragen und die Pflanzen sollten geschützt stehen. Direkte Sonneneinstrahlung ist unbedingt zu vermeiden, da es sonst zu Sonnenbrand an den Blättern kommen kann.

Ab Ende Mai, wenn die Frostgefahr endgültig vorüber ist, können Sie die Pflanzen ins Beet setzen oder in Kübeln im Freien stehen lassen. Paprika mögen nährstoffreiche, humose und lockere Erde und gedeihen gut an einem warmen, windgeschützten, sonnigen Standort.

Einsetzende Blütenbildung ab Ende Mai

Etwa ab Ende Mai bilden sich die ersten Blüten. Bei Gemüsepaprika müssen Sie die erste Blüte (Königsfrucht) entfernen, damit die Pflanzen weiterwachsen, sich verzweigen und mehr Blüten und damit auch Früchte ansetzen können. Bei den kleinfrüchtigen Peperoni und Chili ist das nicht nötig. Die Pflanzen können an Schnüren oder einem Stock befestigt werden, um ihnen eine bessere Stabilität zu verleihen.

Ernte und Lagerung der Früchte

Von der Pflanzung bis zur ersten Ernte dauert es ca. 6 Wochen. Zur Ernte sollte ein Messer oder eine Schere verwendet werden. Es genügt, die Pflanzen einmal pro Woche zu beernten.

Die Lagerung der Paprika sollte bei einer Temperatur zwischen 7 und 8 °C erfolgen, da sie vergleichsweise kälteempfindlich sind. Des Weiteren sollte die Luftfeuchtigkeit relativ hoch sein. Unter diesen Bedingungen sind grüne Paprika ca. 2 bis 3 Wochen gut lagerbar. Rote Paprika hingegen können nur eine Woche eingelagert werden, während sich Chilifrüchte bei etwas niedrigeren Temperaturen bis zu 7 Wochen halten. Wenn Sie die Früchte vorher trocknen, können Sie Lagerzeit aber deutlich verlängern.

Alle wichtigen Kulturhinweise für den Paprikaanbau im Überblick

Standortsonnig

nährstoffreicher, humoser und lockerer Boden

Ab Ende Mai können die Pflanzen ins Beet gesetzt werden.
AussaatzeitFebruar bis MärzDie Aussaat erfolgt als Vorkultur im Haus bei möglichst konstanten 22 bis 25 °C.
Aussaattiefe0,5 bis 1 cm
Keimtemperatur22 bis 25 °CDie Keimtemperatur sollte Tag und Nacht eingehalten werden.
Keimdauer10 bis 14 TageDie Aussaat gleichmäßig feucht halten, um zu vermeiden, dass der Keimprozess nicht ins Stocken gerät.
Auspflanzenab Ende MaiDie Paprikapflanzen können entweder ins Beet gesetzt werden oder in ausreichend großen Pflanzkübeln verbleiben.
Pflanzabstand50 x 60
ErntezeitAugust bis OktoberEs empfiehlt sich, die Pflanzen nur einmal wöchentlich zu beernten.

Paprika in der Küche

Gefüllte Paprika

Ein geschmackliches Highlight: gefüllte Paprika

Paprika sind wahre Vitamin-C-Bomben. Die roten Früchte weisen dabei die höchsten Gehalte auf. Auch andere wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Fruchtsäuren sind in Paprika Früchten enthalten.

Gemüsepaprika kann man sowohl frisch als auch gekocht genießen. Bei der Frucht werden die weißlichen Scheidewände und Kerne entfernt. Gewürzpaprika können frisch, getrocknet oder eingelegt konsumiert werden. Bei dieser Art Paprika werden die Kerne und Scheidewände allerdings nicht entfernt, da die Schärfe hier erwünscht ist. Beim Konsum von Chili ist zu beachten, dass die Spitze der Frucht, wo weder Kerne noch Scheidewände vorhanden sind, weniger scharf ist als der Rest. Lassen Sie sich also nicht von den ersten milden Bissen täuschen!

Paprika können beispielsweise mit Käse, Reis oder Hackfleisch gefüllt bzw. gebacken werden. Als Zutat für Salate oder als Ofengemüse mit Zucchini, Aubergine, Zwiebel und Kräutern werden Paprika ebenfalls gerne verwendet.

Paprikasamen von Kiepenkerl

Die beste Grundlage für einen erfolgreichen Eigenanbau von Paprikapflanzen ist hochwertiges Saatgut. Von Kiepenkerl können Sie dieses für Paprika, Peperoni und Chili schnell und einfach im Onlineshop bestellen.

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