Kulturanleitung Dill

Dill (Anethum graveolens) zählt zu den in Deutschland am meisten angebauten Kräutern. Das Kraut erfreut sich einer besonderen Beliebtheit, denn er lässt sich schnell und einfach kultivieren und hat darüber hinaus einen sehr würzigen Geschmack. Das sehr aromatische Gewürzkraut wird gerne mit Fischgerichten oder Gurken verwendet. Auch die Pflanze selbst duftet aromatisch. Wie Sie das beliebte Kraut erfolgreich kultivieren können, erfahren Sie in dieser Kulturanleitung für Dill, die alles Wichtige von der Aussaat bis zur Verwendung zusammenfasst.

Dill selber anbauen: Zuverlässige Tipps und nützliche Hinweise

Dill gehört zu der Familie der Doldenblütler. Das Laub des Krautes ist stark gefiedert. Im Speziellen die unteren Laubblätter sind drei- bis vierfach fiederschnittig. Die gelben Blüten und die Samen werden oft zum Gurkeneinlegen verwendet. In der Nachbarschaft zur Gurke fühlt Dill sich sehr wohl.

Dillsamen aussäen und Aufzucht der Pflanzen

Dill eignet sich sehr gut zur Aussaat direkt ins Freiland. Ab April kann das Saatgut breitwürfig oder in Reihen in einem aufgelockerten Beet ausgesät werden. Der Boden wird dabei schwemmend gewässert, damit die Samen zwar in der Erde quellen können, gleichzeitig aber Staunässe vermieden wird. Es ist ratsam, alle 3 Wochen bis August erneut auszusäen, damit eine Ernte bis zum Herbst möglich ist. In milderen Gegenden kann mit einer Herbstaussaat das frühere Wachstum der Pflanzen erreicht werden. Wer zudem im Herbst einige Dolden an den Pflanzen lässt, wird bemerken, dass der Dill sich selbst aussät. Vom Kauf bereits entwickelter Pflanzen ist abzuraten, da diese Pfahlwurzeln bilden und beim Verpflanzen nur schlecht wieder anwurzeln.

Bis zur Keimung vergehen für gewöhnlich 2 bis 4 Wochen, dazu muss die Außentemperatur jedoch mindestens 15 und maximal 30 °C betragen und der Boden fortlaufend feucht gehalten werden. Auch muss aufkommendes Unkraut zeitnah entfernt werden, da dieses anfangs noch zur bedrohlichen Konkurrenz des Dills werden kann. Das Kraut sollte nicht an einen anderen Standort verpflanzt werden, da es sonst vorzeitig zur Blütenbildung kommt. Für die Keimung benötigt das Kraut nur etwa 3 Wochen. Obwohl es ein Lichtkeimer ist, ist es ratsam, die Samen mit etwas Erde zu bedecken, damit sie nicht durch den Wind verweht werden.

Dill entwickelt dunkelgrüne und zarte Blätter. Seine goldgelben Blütendolden wachsen im Hochsommer. Zwar ist Dill winterhart, aber trotzdem ist im Winter Vorsicht geboten: Aufgrund ihrer Höhe kann die Pflanze an ungeschützten Stellen niedergedrückt werden. Die Samen überwintern in der Erde problemlos und entwickeln sich im Frühjahr vollkommen unbeschädigt.

Dill im Beet

Dill braucht im Beet viel Platz.

Dillblüten

Die goldgelben Blütendolden des Dills wachsen im Hochsommer.

Dill erfolgreich kultivieren

Dill benötigt einen halbschattigen und trockenen Standort. Der Boden sollte locker, durchlässig und humusreich sein, da Dill keine Staunässe verträgt. Sehr gut geeignet ist lehmiger Boden, denn er ist sehr nährstoffreich und entwässert schnell. Die Pflanze verbraucht viel Platz. Aus diesem Grund ist sie nur bedingt für die Kultivierung in Töpfen geeignet. Optimal ist der Anbau im Garten. Zudem ist darauf zu achten, dass das Kraut an einer geschützten Stelle steht, da durch das Verwehen der Samen unerwünschte Sämlinge entstehen können. Dill kreuzt sich mit Fenchel, wenn die Pflanzen zu eng nebeneinanderstehen. Außerdem zieht das Kraut Florfliegen an, die gegen Blattläuse helfen.

Tipp

Dill ist recht anfällig für Blattläuse. Diese schaden dem Kraut und machen große Teile des Ertrags unbrauchbar. Pflanzen Sie daher Lavendel zwischen die Dillpflanzen, um eine derartigen Befall zu vermeiden.

KulturKompakt: Alle wichtigen Kulturhinweise für Dill im Überblick

Standort

trockener, halbschattiger Standort

lockerer, durchlässiger und humusreicher Boden

Dill braucht viel Platz, daher ist eine Kultur im Kübel weniger angemessen.
AussaatzeitApril bis AugustDie Aussaat erfolgt direkt ins Freiland, am besten breitwürfig oder in Reihen in ein zuvor aufgelockertes Beet.
Aussaattiefemaximal 0,5 cmDill ist ein Lichtkeimer, dennoch sollten die Samen leicht bedeckt werden, damit sie vom Wind nicht weggetragen werden.
Pflanzabstand8 x 30 cmNach dem Auflaufen sollten die Jungpflanzen vereinzelt werden, da sie viel Platz brauchen.
Keimtemperatur15 bis 20 °CFür einen optimalen Keimprozess sollte es keine zu großen Temperaturschwankungen geben.
Keimdauer15 bis 25 TageUnkraut sollte während dieser Zeit unbedingt entfernt werden, da es mit Dill stark konkurriert.
ErntezeitJuni bis Oktober 

Dill in der Küche und als Heilkraut

Dill in der Küche

In der Küche können von Dill sowohl die Samen als auch die Blätter zum Verfeinern verwendet werden.

Die Blätter des Dills sind zu ernten, solange sie jung sind und sofort zu verarbeiten. Getrocknet verlieren sie ihr Aroma, daher sollten sie zum Konservieren eingefroren oder in Essig eingelegt werden. Die Samen könne geerntet werden, sobald sie braun sind.

In der Küche können sowohl die Blätter als auch die Samen des Dills verwendet werden. Während die würzigen Blätter ein erfrischendes Aroma aufweisen, das an Petersilie erinnert, schmecken die Samen eher kümmelähnlich. Die Samen eignen sich vor allem zum Einlegen in Essig oder Öl, beispielsweise bei der Herstellung von Mixed Pickles. Zudem harmonieren sie gut mit Linsen, Kalbsfleisch, Bohnen, Erbsen, Möhren oder Pastinaken. Auch salziges Gebäck runden sie in gemahlener Form ab. Darüber hinaus schmecken sie sehr gut zu kräftigem Fisch, während die Blätter besser zu leichteren Fischarten passen. Das Dillgrün lässt sich frisch gehackt für Frischkäse, Eierspeisen, Soßen, Suppen und Salate nutzen.

Der Name Dill leitet sich von „dilla“, dem isländischen Wort für „beruhigen“, ab. Wie der Name vermuten lässt, wird Dill als Heilkraut auch heute noch in Medikamenten gegen Bauchschmerzen für Kinder eingesetzt, da er krampflösend wirken und Blähungen mildern soll. Insbesondere den Samen wird nachgesagt, verdauungsfördernd und appetitanregend zu sein, beispielsweise in Form eines Aufgusses.

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