Kulturanleitung Kamille

Die Echte Kamille (Chamomilla recutita) ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 50 cm hoch werden kann. Sie besitzt fiedrige Blätter und bildet weiße Korbblüten. Die gesamte Pflanze verströmt das charakteristische Kamillenaroma, vor allem an sonnigen Tagen. Die römische Kamille (Chamaemelum nobile) sieht der Echten Kamille sehr ähnlich, wird allerdings nur 30 cm hoch. Der Tee dieser Pflanze wird in vielen Ländern der Welt als Heilmittel eingesetzt. Erfahren Sie in dieser Kulturanleitung für Kamille, wie Sie die Pflanzen erfolgreich kultuvieren und nach der Ernte in der Küche oder als Heilmittel verwenden können.

Kamille anbauen: Tipps und Hinweise

Einmal ausgesät und danach einzeln oder flächig verpflanzt, benötigt Kamille im weiteren Kulturverlauf nicht viel Pflege. Auch in der kalten Jahreszeit sind keine besonderen Maßnahmen nötig, da Kamille winterhart ist und folglich den Winter über an ihrem Standort verbleiben kann.

Aussaat der Kamillesamen

Kamille wird zwischen März und August ausgesät. Hierfür werden die Samen am besten in kleine Gefäße gesät, da sie schlecht zu dosieren sind. Kamille zählt zu den Dunkelkeimern, weshalb es wichtig ist, die Samen 1 bis 2 cm tief auszubringen und mit ausreichend Erde zu bedecken. Danach sind die Samen zwar feucht zu halten, aber Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Mit Dünger ist – wenn überhaupt – nur sehr sparsam umzugehen.In Aussaatschalen keimen die Samen bei 20 °C. Im Freiland führen Temperaturen von 15 bis 20 °C innerhalb von 1 bis 2 Wochen zur Keimung.

Aussetzen der Jungpflanzen

Kamille benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden sollte sandig und mager sein. Nach dem Pikieren können die Pflanzen entweder einzeln oder flächig angepflanzt werden. Doch Achtung: Die dichte, buschige Kamille kann einzeln gepflanzt auf den ersten Blick wie Unkraut erscheinen. Auch in Balkonkästen gedeiht Kamille gut. Die Blüten, welche den Gänseblümchen ähneln, blühen von Juni bis September.

Schon gewusst?

Kamille kann als Grasersatz angepflanzt werden. Sie bildet nämlich einen weichen und duftenden Bodenbelag, der zwar trittfest ist, jedoch nicht allzu stark belastet werden sollte.

Bildung und Ernte der Kamillenblüten

Die Blütenköpfe können im Sommer zwischen dem 3. und 5. Tag nach dem Aufblühen geerntet werden. Dann enthalten sie die höchste Konzentration an Wirkstoffen. Nach der Ernte im Sommer sollte die Kamille an einer luftigen und schattigen Stelle getrocknet werden. Geht das Trocknen zu langsam voran, kann es passieren, dass einige Blüten schwarz werden. Solche Exemplare sind auszusortieren; sie haben ihre heilende Wirkung verloren.

KulturKompakt: Alle wichtigen Kulturhinweise für Kamille im Überblick

Standort

sonnig bis halbschattig

sandiger und magerer Boden von Vorteil

AussaatzeitMärz bis AugustSamen in kleine Gefäße säen, da sie schwer zu dosieren sind.
Aussaattiefe1 bis 2 cmKamille ist ein Dunkelkeimer, daher die Samen gut mit Erde bedecken.
Pflanzabstand15 x 30 cmKamillie kann einzeln oder flächig gepflanzt werden (zum Beispiel als Duftrasen).
Keimtemperatur15 bis 20 °CIn Aussaatschalen keimen die Samen bei ca. 20 °C.
Keimdauer7 bis 14 TageDie Keimlinge müssen gleichmäßig feucht gehalten werden, vertragen aber keine Staunässe.
Erntezeit3. bis 5. Tag nach dem Aufblühen der Blüten im SommerIn diesem Zeitfenster ist die Konzentration der Wirkstoffe am höchsten.

Kamille in der Küche und als Heilmittel

Kamillenöl

Die heilende Wirkung von Kamillenöl kommt zum Beispiel der Haut in Form von Cremes zugute.

Kamille verströmt zwar einen aromatischen Apfelduft, wird aber lediglich in Form von Tee verzehrt, der verdauungsfördernd wirken und bei Blähungen helfen kann. Die Teebeutel können wiederum bei müden und gereizten Augen Abhilfe schaffen. Aufgrund weiterer gesundheitlicher Vorteile wird Kamille vor allem als Heilmittel sehr geschätzt. Hierfür einige Verwendungsmöglichkeiten:

  • Entspannungs- und Beruhigungsbäder: Ein Blütenaufguss aus Kamille oder einige Tropfen des Öls im Badewasser sollen Entspannung und Beruhigung bringen.
  • Haut- und Haarpflege: Kamille wird nachgesagt, reinigend, kühlend und beruhigend auf die Haut zu wirken, weshalb sie bei Akne und Ekzemen Anwendung findet. Öl und Blüten gelten in Form von Cremes bei Hauttrockenheit als wohltuend. Die Blüten lassen sich für Gesichtswasser verwenden, während einige Tropfen des Öls in einer Hafermehlgesichtsmaske zur Reinigung beitragen können. Das Öl oder die Blüten der Kamille bilden die Basis für Handcremes oder Haarspülungen für blondes Haar.
  • Inhalation: Die Inhalation von 2 bis 3 Tropfen Kamillenöl kann angstlösend wirken.
  • Mundspülungen und Wickel: Kamille lässt sich für Mundspülungen oder Wickel problemlos verwenden.

Rezept: Kamillen-Reinigungsmilch

Zutaten:

  • 150 ml Buttermilch
  • 2 EL Zitronensaft
  • 3 EL Kamillenaufguss

Zubereitung:

Die Zutaten gut vermengen, in Gläser füllen und im Kühlschrank lagern.

Kamillesamen von Kiepenkerl

Saatgut für Echte Kamille finden Sie in unserem Online-Shop von der Marke Kiepenkerl. Als Teeaufguss ist die Pflanze zum Beispiel perfekt für Dampfbäder geeignet.

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