Kulturanleitung Koriander

Koriander (Coriandrum sativum) stammt ursprünglich aus Südeuropa und dem Vorderen Orient. Wegen seines markanten Geruchs wird er auch als Wanzenkraut bezeichnet. Ferner ist Koriander manchmal unter seiner mittelamerikanischen Bezeichnung „Cilantro“ zu erwerben. Wie auch Petersilie zählt er zur Familie der Doldenblütler. Worauf es für einen erfolgreichen Anbau ankommt, fasst diese Kulturanleitung für Koriander zusammen. Außerdem geben wir Tipps, wie Sie Koriander in der Küche bzw. als Heilkraut verwenden können.

Koriander mit Erfolg anbauen: So geht‘s

Koriander ist eine pflegeleichte, einjährige Pflanze, die sich auch für den Anbau in Kübeln oder großen Töpfen anbietet. Er wächst aufrecht und kann bis zu 70 cm hoch werden. Die unteren Blätter wachsen dreilappig, die oberen Blätter sind fein gefiedert. Die Blüten erscheinen als Dolden in den Farben Weiß bis Rosa.

Hinweise für die Aussaat von Koriander

Koriander in Topfkultur

Ist das Gefäß ausreichend groß, kann Koriander auch in Töpfen ausgesät und kultiviert werden.

Im Haus kann Koriander ganzjährig ausgesät werden. Im Freiland sollte man die Samen allerdings erst in der Zeit von April bis September in die Erde bringen. Sonnige, windgeschützte Standorte sind optimal, da die Stengel nicht sonderlich kräftig sind und schnell den Kopf hängen lassen können. Der Boden kann anspruchslos sein, sollte aber gut entwässern, da Koriander keine Staunässe verträgt.

Die Samen des Korianders sind Lichtkeimer und sollten deshalb in einer Tiefe von nur 0,5 cm abgelegt werden. Bei Temperaturen zwischen 12 und 22 °C braucht Koriander 12 bis 15 Tage bis zur Keimung. Später sollten die Pflanzen in einem Abstand von 20 bis 25 cm gepflanzt werden.

Pflegetipps für Koriander

Da die Stengel nicht sehr kräftig sind, sollten Sie Koriander während der Blütezeit im Hoch- und Spätsommer mit einem kleinen Stützgerüst versehen. Bei Trockenheit kommt es schneller zur Blüte, allerdings wird auch weniger Kraut gebildet. Aus diesem Grund sollten Sie ein Austrocknen der Pflanzen unbedingt vermeiden, wenn Sie Koriander bevorzugt für die Ernte der Blätter anbauen. Gießen Sie also auch bei trockenem Wetter Koriander regelmäßig, damit möglichst lange frische Blätter wachsen. Im Spätsommer bzw. Herbst hat eine trockene Kulturführung allerdings den Vorteil, dass sich die Samen schneller ausbilden.

Koriander macht sich in einer gemischten Kräuterrabatte, umringt von anderen Pflanzen, besonders gut. Hier kann er mit seinem filigranen Blattwerk alle möglichen Lücken füllen. Einzelne Pflanzen können hingegen wie Unkraut wirken.

Blätter und Samen des Korianders ernten

Im Haus, wo Koriander ganzjährig kultiviert werden kann, ist auch eine ganzjährige Ernte möglich. Im Freiland beläuft sich der Erntezeitraum auf die Monate von Mai bis November. Für die Ernte kommen sowohl die Blätter als auch die Samen infrage. Erstere haben einen scharfen Geruch, der sich als eine Mischung aus Salbei und Zitronenschale beschreiben lässt. Von vielen Menschen wird er als unangenehm empfunden. Übrigens: Sogar die Wurzeln von Koriander sind essbar und können somit geerntet werden. Sie schmecken aber wesentlich intensiver. Dosieren Sie die Wurzeln also sehr vorsichtig.

KulturKompakt: Alle wichtigen Kulturhinweise für Koriander im Überblick

Standort

sonniger, windgeschützter Standort

anspruchsloser, aber möglichst durchlässiger Boden

Koriander ist anspruchslos, verträgt aber keine Staunässe.
Aussaatzeit

im Haus: ganzjährige

Freiland: April bis September

Im Herbst reifen bei trockener Kulturführung die Samen schneller aus.
Aussaattiefemaximal 0,5 cmBei Koriander handelt es sich um einen Lichtkeimer, daher die Samen nur andrücken und leicht wieder mit Erde bedecken.
Pflanzabstand20 x 20 bis 25 cmKoriander am besten in dichten Büscheln und oder in Lücken pflanzen, da er als Einzelpflanze wie Unkraut wirken kann.
Keimtemperatur12 bis 22 °CDie Temperatur sollte nicht tiefer oder höher sein, sonst kann der Keimprozess ins Stocken geraten.
Keimdauer12 bis 15 TageDas Keimbett stets feucht halten.
Erntezeit

Freiland: Mai-November

im Haus: ganzjährig

Geerntet werden bevorzugt die Blätter und Samen. Die Wurzeln sind ebenfalls essbar, haben aber ein deutlich intensiveres Aroma.

Koriander in der Küche und als Heilmittel

Koriander in der Küche

Vor allem in der asiatischen und lateinamerikanischen Küche ist Koriander sehr beliebt.

Während Koriander in der deutschen Küche eher ein Schattendasein fristet, ist er in anderen Ländern ein sehr beliebtes Küchenkraut, etwa in der asiatischen und lateinamerikanischen Küche. Seine Blätter sind beispielsweise Hauptbestandteil des indischen Currys. Neben den Blättern können auch die Samen zum Würzen verschiedenster Speisen verwendet werden. Beides eignet sich sehr gut für das Einmachen von Gurken, für Saucen, als Lebkuchengewürz oder zum Verfeinern von Asiapfannen oder Wokgerichten und Eintöpfen. Wer seinem Tee oder Kaffee darüber hinaus eine individuelle Note verleihen möchte, kann die Samen auch hierfür zum Würzen nutzen.

Als Heilpflanze wird Koriander in Form eines Aufgusses eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt, während Korianderöl in der Aromatherapie zum Einsatz kommt. Zudem soll Koriander auch bei Knoblauchgeruch helfen.

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