Kulturanleitung Oregano

Oregano (Origanum vulgare) wird auch als Wilder Majoran, Dost oder Staudenmajoran bezeichnet. Er gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt aus dem Mittelmeerraum, wo er an trockenen und warmen Standorten wächst. Im Gegensatz zum Majoran ist Oregano winterhart und kann daher als mehrjährige Pflanze angebaut werden. Lesen Sie in dieser Kulturanleitung für Oregano, worauf es bei einem erfolgreichen Anbau ankommt und wie Oregano als Küchenkraut und Heilpflanze eingesetzt werden kann.

Oregano erfolgreich selbst anbauen

Oregano ist ein unschätzbares Würzkraut, das auch als Gartenpflanze eine überaus gute Figur macht. Der bis zu 50 cm hohe und buschig wachsende Halbstrauch ist einfach zu ziehen. Die Blätter sind eiförmig und behaart. Die Blüten erscheinen von Juli bis September in rosa oder weißer Farbe als Trugdolden.

Aussaat und Vermehrung von Oregano

Oregano kann im Freiland von März bis Juni ausgesät werden. Als gute Standorte kommen vollsonnige Plätze mit durchschnittlichen, gut entwässernden Böden infrage. Da Oregano ein Lichtkeimer ist, sollten die Samen nur angedrückt oder – falls zu befürchten ist, dass der Wind sie wegträgt – maximal mit einer 0,5 cm dünnen Schicht Pflanzsubstrat bedeckt werden. Bei einer Temperatur von 16 bis 20 °C keimen die Samen nach 10 bis 15 Tagen. Damit sie im weiteren Kulturverlauf nicht zu dicht stehen, sollten die Sämlinge auf einen Abstand von 25 x 30 cm gesetzt werden.

Neben der Aussaat kann Oregano auch durch Teilung vermehrt werden. Eine Teilung des Wurzelballens und anschließende Umpflanzung empfiehlt sich nach 3 Jahren, bevor die Pflanze hölzern und damit weniger ansehnlich wird. Wer lieber auf neue Pflanzen aus ist, kann diese alternativ aus Stecklingen ziehen.

Oregano pflegen und ernten

Blätter des Oregano

Schneidet man die Blüten ab, wächst Oregano als dekorative Blätterpflanze.

Neben der Kultur im Freiland kann Oregano auch im Topf kultiviert werden. Wenn vom Hoch- bis Spätsommer die zahlreichen kleinen Blüten erscheinen, werden sie von Nützlingen wie Bienen und Schmetterlingen, aber auch von Wespen gut besucht. Aus diesem Grund ist es besser, Oregano nicht längs eines Weges anzupflanzen. Gut geeignet ist er aber für Einfassungen jeder Art.

Neben grünblättrigen Sorten gibt es auch Oregano mit goldenen Blättern. Dieser ist noch besser für Einfassungen geeignet, da er kleiner und kompakter wächst. Möchte man Oregano als attraktive Blätterpflanze anbauen, können die Blüten mit einer Schere abgeschnitten werden. Im Frühling sollte allerdings generell ein Rückschnitt erfolgen, damit die Pflanze nicht zu sehr wuchert. In Regionen, wo starke Fröste vorkommen können, ist ein Winterschutz für die Pflanzen sinnvoll. Hierzu verwendet man zum Beispiel eine Abdeckung aus Reisig.

Bei Oregano werden lediglich die Blätter geerntet. Diese sind sehr aromatisch und haben ein würzigen, leicht bitteren Geschmack. Im Zeitraum von Mai bis Oktober können die Blätter geerntet werden. Als Zeitpunkt bieten sich die Morgenstunden an. Konnte der Oregano in den Tagen zuvor viel Sonne tanken, ist das Aroma der geernteten Blätter noch intensiver. Umgekehrt ist es bei kühlem und regnerischem Wetter. In diesen Phasen ist das Aroma weniger stark. Denken Sie beim Ernten unbedingt an ein scharfes, zuvor gut gereinigtes Schneidwerkzeug.

Kompaktwissen für die Kultur von Oregano

Standort

sonniger Standort

durchschnittlicher, gut entwässernder Boden

Standorte längs von Wegen sollten vermieden werden, da die Blüten des Oreganos auch Wespen anziehen.
AussaatzeitFreiland: März bis Juni
Aussaattiefemaximal 0,5 cmOregano ist ein Lichtkeimer. Die Samen sollten daher bestenfalls nur angedrückt werden.
Pflanzabstand25 bis 30 cmDie Pflanzen wachsen buschig und sollten deshalb nicht zu dicht stehen.
Keimtemperatur16 bis 20 °CZu große Schwankungen können den Keimprozess ins Stocken bringen.
Keimdauer10 bis 15 TageDie Aussaat während der Keimphase durchgehend feucht halten, aber Staunässe vermeiden.
ErntezeitMai bis OktoberGeerntet werden die Blätter. Nach sonnigen Tagen ist das Aroma in den Morgenstunden am intensivsten.

Oregano in der Küche und als Heilpflanze

Oregano in der Küche

Oregano ist ein unschätzbares Würzkraut, insbesondere in der italienischen Küche.

Durch seine ätherischen Öle wie Thymol und Carvacol, seine Gerbstoffe, Harze und Bitterstoffe erlangt Oregano sein charakteristisches Aroma. Aus der italienischen Küche ist Oregano nur schwer wegzudenken. Egal ob Pasta, Fleisch, Gemüse oder Salate: Die Blätter des Oregano verfeinern viele Speisen. Auch als Zutat für Öl und Essig wird er gerne verwendet.

Als Heilpflanze ist die antibakterielle und verdauungsfördernde Wirkung des Oregano hervorzuheben. Als Tee hilft er zum Beispiel bei Magen-Darm-Beschwerden. Auch bei Entzündungen oder zur Hautpflege eignet sich Oregano gut.

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