Kulturanleitung Schnittlauch

Schnittlauch (Allium schoenoprasum), der auch Binsenlauch, Graslauch oder Pfannkuchenkraut genannt wird, stammt aus Europa und Zentralasien, wo er in Feuchtwiesen und Flussauen wild vorkommt. Er gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und kann bei uns im Garten überall Platz finden. Was für eine erfolgreiche Kultivierung wichtig ist, erfahren Sie in dieser Kulturanleitung für Schnittlauch inklusive Tipps zur Verwendung in der Küche und als Heilpflanze.

Schnittlauch mit Erfolg selber anbauen

Schnittlauch gehört zu den winterharten, mehrjährigen Pflanzen. Er hat grüne, röhrenförmige Blätter, die bei der Wildart in der Regel grobröhrig sind. Kultursorten können auch feinröhrig sein. Schnittlauch wächst in grasähnlichen Büscheln, die 20 bis 30 cm hoch werden. Die Blätter tragen ab dem zweiten Jahr im Frühsommer rosa- oder lilafarbige Blüten, bei denen es sich um Scheindolden handelt. Mit ihnen kann Schnittlauch sogar auf bis zu 50 cm anwachsen.

Aussaat und Vermehrung von Schnittlauch

Bevor Schnittlauch ausgesät oder – sofern eine bestehende Pflanze zur Vermehrung geteilt wurde – gepflanzt wird, sollte ein geeigneter Standort gesucht werden. Hierbei zeigt sich Schnittlauch überaus flexibel. Ob ein vollsonniger oder halbschattiger Platz im Freiland, ob in Kräutertöpfen, Blumenkästen oder an hellen Fenstern im Haus – solange der Boden bzw. das Pflanzsubstrat nährstoffreich und feucht ist und zudem gut entwässert, fühlt sich Schnittlauch überall wohl.

Im Gewächshaus oder im Haus ist die Aussaat ganzjährig möglich, im Freiland ist man an das Zeitfenster von Juli bis Ende September gebunden. Die Samen sollten 1 bis 2 cm tief abgelegt werden. Bei Temperaturen von 10 bis 20 °C keimen sie nach 7 bis 14 Tagen. Zwischen den Pflanzen hat sich ein Abstand von ca. 30 cm bewährt. Wie erwähnt ist neben der Aussaat auch eine Teilung der Pflanzen im Frühjahr möglich. Diese sollte alle 2 bis 3 Jahre erfolgen.

Nützliche Tipps für die Kulturphase

Besonders wichtig bei der Kultivierung von Schnittlauch ist die regelmäßige Unkrautbekämpfung, damit die Pflanzen möglichst ohne Konkurrenz wachsen können. Zudem mag es Schnittlauch gerne feucht. Ein Austrocknen der Pflanzen sollte also unbedingt vermieden werden. Sollten Sie Schnittlauch in erster Linie als Gewürzkraut anbauen, ist es besser, die durchaus dekorativen Blütenköpfe zu entfernen. Dadurch verlieren die Blätter nicht an Aroma. Als Schädlinge können Zwiebelfliege und Rostpilze eine Rolle spielen. Halten Sie also die Augen offen.

Schon gewusst?

Reste von Schnittlauch im Kompost locken Regenwürmer an und fördern dadurch dessen Umsetzung.

Ernte des Schnittlauchs

Schnittlauchblüten

Die Blüten des Schnittlauchs sind essbar und eignen sich auch zum Verfeinern.

Schnittlauch kann im Freiland von März bis November geerntet werden. Auf der Fensterbank ist eine ganzjährige Ernte möglich. Der Schnitt sollte in einer Höhe von ca. 2 cm erfolgen. Die Blüten können regelmäßig entfernt werden, damit die Blätter zart und saftig bleiben. Wer darauf verzichtet und in Kauf nimmt, dass die Blätter dann weniger aromatisch schmecken, tut Nützlingen wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen etwas Gutes, welche gerne die Schnittlauchblüten besuchen. Zudem sind die Blüten essbar und eignen sich zum Garnieren oder Würzen von Speisen. Zum Trocknen eignet sich Schnittlauch übrigens nicht. Geerntete Büschel sollten daher zeitnah verbraucht oder eingefroren werden. Für die kurzfristige Lagerung zwischen Ernte und Verzehr können Sie die Blätter wie einen Strauß in ein Glas Wasser stellen.

KulturKompakt: Alle wichtigen Kulturhinweise für Schnittlauch im Überblick

Standort

sonniger bis halbschattiger Standort

nährstoffreicher, feuchter und gut entwässernder Boden

Neben dem Freiland ist auch eine Kultur in Pflanzgefäßen und im Haus problemlos möglich.
Aussaatzeit

Freiland: Juli bis Ende September

Haus: ganzjährig

 
Aussaattiefe1 bis 2 cm 
Pflanzabstand30 x 30 cmAchten Sie darauf, dass der Abstand nicht mit Unkräutern zuwächst. Diese stellen für Schnittlauch eine große Konkurrenz dar.
Keimtemperatur10 bis 20 °CGroße Schwankungen in der Temperatur sollten möglichst nicht auftreten, da sonst der Keimprozess ins Stocken geraten kann.
Keimdauer7 bis 14 TageHalten Sie die Aussaat während der Keimdauer kontinuierlich feucht.
Erntezeit

Freiland: März bis November

Haus: ganzjährig

Vor allem die Blätter werden geerntet, aber auch die Blüten sind essbar und zum Verfeinern von Speisen geeignet.

 

Schnittlauch in der Küche und als Heilpflanze

Schnittlauch in der Küche

In der Küche wird Schnittlauch gerne frisch geerntet genossen.

Was seinen Gehalten an Vitaminen, Mineralstoffen und Senfölen angeht, ist Schnittlauch der Zwiebel und dem Porree sehr ähnlich. In der Küche wird sein mildes, zwiebelartiges Aroma zum Beispiel zum Verfeinern von Eierspeisen und Salaten geschätzt. Auch Soßen und Suppen können Sie Schnittlauch beigeben. Ein längeres Kochen sollten Sie aber möglichst vermeiden, da hierdurch wertvolle Vitamine verlorengehen. Die heilsame Wirkung des Schnittlauchs steht meist hinter seinen Eigenschaften als Würzkraut zurück. Er soll aber antiseptisch sowie appetit- und verdauungsanregend wirken.

Schnittlauchsamen von Kiepenkerl

Für den Anbau von Schnittlauch stehen im Kräutersortiment von Kiepenkerl verschiedene Sorten zur Verfügung. Ihnen allen gemeinsam: eine hervorragende Qualität und starke Keimfähigkeit.

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