Wunderschöne Paprikavielfalt© stock.adobe.com - tunedin

Die Vielfalt der Paprika

Wer jetzt Paprika aussät, kann ab Mitte Juli die peppigen Früchte ernten. Viele Sorten stehen zur Auswahl. Und alle sind ganz easy in der Kultur.

Nicht nur Kartoffel und Tomate hatte Christoph Kolumbus im Bauch seiner Schiffe verstaut, als er aus Amerika zurückkam. Mit an Bord waren auch kleine, höllisch scharfe Beeren. Sie wuchsen an Pflanzen, die der Seefahrer für Verwandte des indischen Pfeffers hielt.

Eine steile Karriere

In Spanien und überhaupt in der „Alten Welt“ machten die Pflanzen schnell als „Spanischer Pfeffer“ Karriere. Die Züchter machten sich sofort daran, aus den Nachtschattengewächsen der Gattung Capsicum neue Arten zu entwickeln: Paprika, Peperoni, Chili, Peperonicini, Pfefferoni – lang ist die Namensliste. Vor allem in ihrer Schärfe unterschieden sie sich voneinander. Abhängig ist der Schärfegrad davon, wie viel von dem Akaloid Capsaicin in den Früchten enthalten ist. Eine eigene Skala wurde dafür entwickelt: die Scoville-Scala. Sie beruht auf dem Verdünnungsfaktor, der notwendig ist, um die Schärfe ganz zu neutralisieren. Rekordhalter ist momentan die Sorte 'Carolina Reaper' mit bis 2,2 Millionen Scoville, die bekannten Habaneros liegen bei 500000 Scoville. Der Einfachheit halber haben wir von Kiepenkerl folgende Einteilung für Sie vorgenommen:

Sueße Sorte
Scharf3
Milde Sorte
Scharf4
Scharf2
Scharf5

Tipp: Brennt der Mund, dann eignen sich vor allem Milch oder Weißbrot als „Feuerlöscher“. Auch Eiscreme verdrängt das Capsaicin von den Rezeptoren auf der Zunge. Keine gute Option sind Alkohol und Wasser – im Gegenteil: Dadurch wird das Capsaicin im ganzen Mund verbreitet.​

Paprika: Vielseitig und voll im Trend!

Der perfekte Snack für zwischendurch

Egal ob als Snack zwischendurch, als vitaminreiche Beilage oder „Scharfmacher": Alle Capsicum-Vertreter bereichern den Speisezettel. Und vor allem: Sie enthalten die Vitamine A, B und C, dazu verschiedene Mineralstoffe; das macht sie ausgesprochen gesund. Zwei Arten kultivieren heute die Hobbygärtner vor allem:

  • Zu Capsicum annuum gehören die meisten Chili-Sorten, unter anderem der bekannte Jalapeno-Chili, der im Online-Shop beispielsweise als Paprika Scharf 'Early Jalapeno' im Sortiment vertreten ist. Die Gemüsepaprika (var. grossum) sind das jüngste und mildeste Mitglied dieser Gruppe. Es entstand durch Züchtung erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie enthalten kaum Capsaicin. Eine große Auswahl an unterschiedlichen Sorten in allen Farben, Formen und Größen finden Sie in unserem Onlineshop.
  • Capsicum chinense ist für sein fruchtiges Aroma bekannt. Aus dieser Gruppe stammen bekannte „Scharfmacher“ wie die rotfrüchtige Sorte 'Habanero' von Kiepenkerl.

Dekorative (Kübel-)Pflanzen

Peppig sehen die weiß-, rot-, gelb- oder violettgefärbten scharfen Früchtchen aus. Toll machen sie sich nicht nur im Kübel auf Balkon und Terrasse, sondern auch im Freiland oder im Gewächshaus. Mit Sommerblühern können sie optisch jederzeit mithalten, man hat aber eindeutig länger was von den Früchten. Viel Platz brauchen die Paprika-Vertreter nicht: Kleinen Sorten reicht ein 5-Liter-Gefäß aus, für größere Blockpaprika darf es gern ein 20-Liter-Eimer sein. Eine Stütze benötigen sie höchstens zur Erntezeit, wenn die Früchte schwer am Trieb hängen.

Paprika macht auch im Kübel eine gute Figur - stock.adobe.com - klavdiyav

Kinder der Sonne

Paprika mögen es sonnig

In einem Punkt gehen Paprika keine Kompromisse ein: Sie mögen’s gern warm. Man sollte immer den sonnigsten Platz, der möglichst auch windgeschützt ist, für sie reservieren.

Ab Ende Januar können Paprika-Kinder im Haus herangezogen werden. 20 Grad müssen es sein, damit man die Samen überhaupt zum Keimen bewegen kann. Sobald sich zwei Blattpaare gebildet haben, können die jungen Paprikapflanzen pikiert und in Töpfe umgesetzt werden.

Ins Freiland dürfen sie erst ab Mitte Mai, wenn Nachtfröste ausgeschlossen sind. Langsam gewöhnt man sie an den Platz im Freien, bei plötzlichen Temperaturstürzen - die Schafskälte kann auch im Juni noch „zuschlagen“ – deckt man sie mit einem Wärmevlies ab oder holt sie ins Haus. Ist es längere Zeit kälter als 15°C, so stoßen sie ihre Blüten ab. Unter 10°C stellen sie das Wachstum ganz ein. Ab 5°C sterben sie ab. 

Darauf sollten Sie achten

  • Staunässe vertragen die Capsicum-Gewächse nicht, Gießen ist spätestens dann angesagt, wenn sie die Blätter hängen lassen.
  • Paprika und Chili gehören zu den Starkzehrern, bei Topfkultur ist deshalb ein Langzeitdünger mit Stickstoff, Phosphor und Kalium zu empfehlen, Tomatendünger kann man ebenfalls verwenden, allerdings sollte er stärker als für die Tomaten verdünnt werden.
  • Die Königsblüte, die sich als erste Blüte an der Verzweigung von Haupttrieb und erstem Seitentrieb zeigt, sollte vor allem bei großfrüchtigen Paprikapflanzen ausgebrochen werden. So wird das Blatt- und Triebwachstum angeregt.
  • Ab Mitte Juli sind die Früchte erntereif, wobei der Zeitraum von Sorte zu Sorte variiert. Frisch schmecken sie am besten. Bitte mit der Schere oder dem Messer abschneiden, so vermeiden Sie Wunden an der Pflanze. Die kälteempfindlichen Früchte bitte nie im Kühlschrank lagern!

Neue Sorten für experimentierfreudige Gärtner

Wer mal eine neue Sorte aus dem Kiepenkerl-Sortiment greifen will, sät 'Poromeo' aus: Die frühreife, scharfe Würzpaprika mit zahlreichen, roten Früchten eignet sich wunderbar für den Freilandanbau, sie gedeiht aber auch im Kübel prächtig. Die Früchte lassen sich zum einem fruchtigen, aromatischen Würzpulver verarbeiten.

Fantastisches Grillgemüse

Paprika von Kiepenkerl

Entdecken Sie die peppigen Früchte in unserem Onlineshop:

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