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Aus dem Freiland für den Schnitt

Zwiebel- und Knollenpflanzen

Viele Stauden eignen sich hervorragend, um Freiland-Schnittblumen zu produzieren.

Viele Stauden sind ideal zur Produktion von Schnittblumen aus dem Freiland. Der investitions- und energiearme Anbau von Schnittstauden ermöglicht eine floristische Profilierung für Direktvermarkter und Einzelhandelsgärtner. Kleine Anbauflächen sind bereits ausreichend und die Produktionsmöglichkeiten, sind auf Grund wegfallender Transportwege auch von transportempfindlichen Kulturen, vielfältig.

Die Auswahl an Schnittblumen aus Zwiebeln und Knollen im Kiepenkerl-Sortiment zeichnet sich durch gute Wuchseigenschaften, ertragreiche Pflanzen und eine Stiellänge von über 25 cm aus. Diese Sorten bieten zudem einen guten bis sehr guten Gesamteindruck als Schnittblumen und bleiben mindestens sechs Tage im Wasser haltbar.

Für den zeitigen Absatz im Frühjahr ergänzen früh ertragreiche Arten das Kiepenkerl-Sortiment an Schnittstauden. Zum Beispiel eignen sich Kulturen wie Alchemilla mollis und Bergenia cordifolia für den Blattschnitt. Sowie Arten und Sorten der Gattungen Fritillaria, Tulipa, Leucojum und Narcissus, die ab Mitte April geerntet werden können, zur Eröffnung der
Freilandschnittblumen-Saison.

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Gladiolen, Montbretien und Lilien

Diese drei Sorten sind wunderbare Schnittblumen, die sehr gut im Freiland angebaut werden können. 

Gladiolen

Die Kiepenkerl-Gladiolen-Farbmischungen bestehen aus frühen, mittelfrühen und späten Schnittsorten, so dass trotz relativ kurzer Ernteperiode die Verkaufszeit gestreckt werden kann. Ist ein Angebot über mehrere Wochen angestrebt, empfiehlt es sich die Gladiolen in mehreren Sätzen, mit jeweils zwei bis drei Wochen Verzögerung, zu pflanzen. Für Schnittblumen bringt die Knollengröße 10/12 eine gute Qualität und außerdem ist mit dieser Größe eine problemlose maschinelle Pflanzung möglich, z. B. mit einer Kartoffellegemaschine.

Ab Mitte April bis Juni kann im 14-tägigen Rhythmus gepflanzt werden. Es empfiehlt sich vor der Pflanzung die Knollen für ca. 3 bis 4 Stunden in Wasser einzulegen. Dies fördert die Wurzelbildung und ermöglicht einen schnelleren Austrieb. Die Knollen sollten min. 10 cm tief in den Boden gelegt werden. Bei 40 bis 50 Knollen pro Quadratmeter, ist ein Pflanzabstand von 10 cm in der Reihe und ein Abstand zwischen den Reihen von 25 cm empfehlenswert. Eine Stickstoff-Versorgung von 80 kg N/ha, bei einer Pflanzdichte von 80 Knollen je Quadratmeter reicht aus, um eine gute Marktqualität zu produzieren. Dabei sind die 80 kg N/ha in 2 Düngergaben auszubringen, bei der ersten Ausbringung unter Berücksichtigung des Nmin-Gehalts im Boden.

Bereits ab Juli beginnt die Blüte, wenn ausreichend Wasser zur Verfügung steht, sodass die Ernte beginnen kann. Der optimale Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn die untersten drei bis vier Einzelblüten ein wenig Farbe zeigen.

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Montbretien